Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 23.01.2023

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TOP-THEMA MIETHÖHE
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KOMMUNAL / REGIONAL
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TOP-THEMA MIETHÖHE

Studie beweist: Mieten sind zwischen 2015 und 2021 bezahlbarer geworden - In allen Großstädten sind die Löhne schneller gestiegen als die Mieten



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Für die Bezieher von Lohneinkommen ist das Mieten einer Wohnung in fast jeder Region Deutschlands seit 2015 bezahlbarer geworden. Das geht aus einer Studie von Haus & Grund Deutschland hervor.
 
Danach sind die Löhne im Betrachtungszeitraum durchschnittlich um 14,2 Prozent gestiegen, die Bestandsmieten jedoch nur um 7,3 und die Neuvertragsmieten um 7,7 Prozent. Das gleiche Bild zeigt sich auch auf Kreisebene: Nur in sechs von 400 Kreisen sind die Bestandsmieten stärker gestiegen als die Löhne, bei den Neuvertragsmieten gilt dies in 49 Kreisen. Durchweg bezahlbarer seien die Mieten in allen sieben deutschen Großstädten geworden.
 
Entgegen mancher öffentlichen Behauptungen sei für einen Großteil der privaten Haushalte die Bezahlbarkeit des Mietens gesichert.
 
Dennoch gebe es ungelöste Probleme auf dem Wohnungsmarkt. Vor allem die hohe Wohnkostenbelastung von Haushalten mit niedrigem Einkommen sei seit jeher ein soziales Problem, das jedoch nicht erst mit den Mietsteigerungen der vergangenen Jahre entstanden ist. Die steigenden Mieten resultierten allein aus einem Mangel an Wohnungen und den hohen Kosten energetischer Sanierungen.
 
H&G-Forderung: Die Ampel-Koalition müsse jetzt alles tun, damit schnell ausreichend neue Wohnungen gebaut und bestehende günstiger saniert werden können. Zudem habe sie dafür sorgen, dass in Zukunft kein Bezahlbarkeitsproblem entsteht, forderte die Eigentümergemeinschaft der privaten Vermieterinnen und Vermieter.
 
Konkret schlägt Haus & Grund folgende Maßnahmen vor:
  • Fördern, was gesetzlich bei Neubau und Sanierung gefordert ist
  • Sanierungsförderung auf 25 Mrd. Euro pro Jahr aufstocken und verstetigen
  • Eigene Förderbereiche für private Eigentümer schaffen
  • Baulandplanungspflicht für Kommunen einführen
  • 65 %-Erneuerbare-Energie-Vorgabe bei neuen Heizungen verschieben
  • Mietpreisbremse nicht verlängern
  • CO2-Bepreisung beim Heizen aussetzen
  • Grundsteueraufkommen beim Wert von 2015 vorübergehend deckeln

Mieten 2022 real gesunken – Statistisches Bundesamt bestätigt H&G-Untersuchung - Weitere mietrechtliche Eingriffe überflüssig
 
Die Nettokaltmieten sind im vergangenen Jahr real um 6,1 Prozent gesunken. Das ergibt sich aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Damit seien die von der Ampel-Koalition geplanten Mietrechtsänderungen überflüssig, so H&G.  Die Eigentümergemeinschaft fordert die Bundesregierung auf, ihre Arbeit darauf zu konzentrieren, dass hinreichend bezahlbare Energie zur Verfügung stände und mehr Wohnungen gebaut würden.
 
Die privaten Immobilieneigentümer verfügen über 80,6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland. Sie bieten 66 Prozent der Mietwohnungen und knapp 30 Prozent aller Sozialwohnungen an. Sie stehen zudem für 76 Prozent des Neubaus von Mehrfamilienhäusern.

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SERVICE

Ölheizungen müssen hochwasserfest sein – Verschärfte Vorschriften ab 2023


Von den rund 175.000 Haushalten im Bonner Stadtgebiet werden etwa 90.000 immer noch per Ölheizung erwärmt. Wer in einem Überschwemmungsgebieten wohnt, sollte seine Ölheizung genauer unter die Lupe nehmen.  ist. Betroffen sind etwa 1000 Grundstücke. Das neue Recht gilt auch für den Rhein-Sieg-Kreis.
 
Das Hochwasserschutzgesetz regelt seit Januar 2023 den Betrieb von Ölheizungen in Überschwemmungsgebieten bundesweit neu: Die Anlagen dürfen nur noch betrieben werden, wenn sie "hochwassersicher" sind. Dafür müssen ölgefeuerte Heizungen so aufgestellt sein, dass ein Hochwasser die Anlage nicht erreichen kann oder so ausgestattet und gesichert sein, dass sie nicht "aufschwimmen", vom Wasserdruck beschädigt werden oder dass kein Wasser ins System laufen kann. Vor allem ältere Anlagen sind gefährdet.
 
Neuere Anlagen wird es in den Gebieten nicht geben, weil der Neubau von Heizölanlagen in den Risikolagen seit einigen Jahren verboten ist.
 
Wie klärt man, ob das Grundstück in einem Überschwemmungsgebiet liegt? Dies lässt sich über das Fachinformationssystem www.elwasweb.nrw.de  des Landes NRW ermitteln. Service bietet hierzu auch die städtische Internetseite www.bonn.de.
 
Was ist zu tun, wenn die Liegenschaft im Überschwemmungsgebiet liegt? „Inwieweit eine Anlage nachgerüstet werden muss, sollte durch eine zertifizierte Fachfirma oder durch Sachverständige geprüft werden“, sagt Armin Woll vom Amt für Umwelt und Stadtgrün. Er weist generell auf die Fachbetriebspflicht für die Heizölanlagen mit einem Tank von mehr als einem Kubikmeter Größe hin. Sofern eine Nachrüstung der Anlage erforderlich sei, müsse das von einem "Sachverständigen für Heizölverbraucheranlagen" geprüft und ein Prüfbericht für die Untere Wasserbehörde erstellt werden. Eine Liste solcher Sachverständigen gibt es beim Landesumweltamt Fundstelle: www.lanuv.nrw.de.
 
Bis 2032 wird die Sicherungspflicht auf jene Eigentümerinnen und Eigentümer ausgedehnt, die in einem Hochwasserrisikogebiet wohnen. Nach Einschätzung des Amtes für Umwelt und Stadtgrün dürfte dies dann aber, auch weil es immer noch eine bis zu 40-prozentige Förderung beim Austausch alter Ölheizungen gibt, im Bonner Stadtgebiet nur noch wenige Anlagen betreffen. Unabhängig von Überschwemmungsrisiken empfiehlt die Stadt Bonn im Sinne der Förderung regenerativer Energien und der Erreichung der CO²-Neutralität grundsätzlich den Umbau von Ölheizungssystemen.
 
Die Regelungen gelten auch für den Rhein-Sieg-Kreis. 

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SERVICE

Feuer und Flamme – Brandschutz im Baudenkmal: Online-Seminar für Baufachleute, Architekten und Denkmalpfleger 


Brände gefährden - auch als Folge des Klimawandels - die Denkmallandschaft immer häufiger. Feuer achtet weder die großen Wahrzeichen noch das kleine Fachwerkhaus. Brandschutzkonzepte minimieren die Gefahren. Freilich sind moderne Brandschutzkonzepte nicht ohne Weiteres auf historische Bauwerke anwendbar. Denkmalverträglichkeit und Reversibilität sind hier die zu beachtenden Punkte.
 
Am Donnerstag, dem 2. Februar 2023 hilft das Online-Seminar "Gegen Feuer und Flamme – Brandschutz im Baudenkmal" der DenkmalAkademie von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr Baufachleuten, Architekten und Denkmalpflegern, Kriterien für eine Bewertung der unterschiedlich anzutreffenden Brandschutzkonzepte zu finden.
 
Welche gesetzlichen Regeln gelten und wie beim Brandschutz durchaus denkmalgerechte Lösungen möglich sind, erläutert das Online-Seminar. Ein Präsenzseminar am 2. Juni 2023 und ein Exkursionstag am 16. Juni 2023 ergänzen das Gesagte.
 
Die DenkmalAkademie ist das Bildungsinstitut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur berufsbegleitenden Weiterbildung in der Denkmalpflege.
 
Mehr Infos unter: https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/denkmalakademie.html

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KOMMUNAL / REGIONAL

Neue Parkraumkonzepte für Südstadt und für Weststadt/Poppelsdorf – H&G-Hinweise für Eigentümer aus den betroffenen Gebieten


Die Stadtverwaltung hat die angekündigten Parkraumkonzepte für die Südstadt und für die Weststadt/Poppelsdorf vorgelegt.
 
Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen sind geplant. Für beide Parkraumuntersuchungen möchte die Stadtverwaltung im ersten Quartal 2023 digitale Informationsveranstaltungen anbieten. Die Ergebnisse sowie die Planungsziele werden präsentiert und erläutert. Zudem können Fragen gestellt und Anregungen für die weitere Konzepterstellung geben werden.
 
Im Anschluss soll es eine 14-tägige digitale Beteiligung der Bürgerschaft  über das städtische Beteiligungsportal „Bonn-macht-mit“ geben. Auch dort werden Anregungen entgegengenommen, die im weiteren Planverfahren berücksichtigt werden können.
 
Südstadt (untersuchter Bereich): Überall existiert hoher Parkdruck. Es gibt 1850 Parkplätze auf öffentlichen Verkehrsflächen, 950 öffentlich zugängliche und 950 private Stellplätze.  Dagegen stehen 2900 zugelassene Autos.
 
Weststadt/Poppelsdorf (untersuchter Bereich): Während dort circa 2.650 Parkstände auf öffentlichen Verkehrsflächen, 350 öffentlich zugängliche Stellplätze und etwa 3.500 private Stellplätze zur Verfügung stehen, gibt es in dem Gebiet rund 3.500 zugelassene Fahrzeuge.
 
Ziele: Durch eine Parkraumbewirtschaftung mit Bewohnerparkbevorrechtigung soll den Anwohnenden und ihren Besucherinnen und Besuchern der benötigte Parkraum zur Verfügung gestellt und langzeitparkende Beschäftigte auf vorhandene (Firmen-) Stellplätze verlagert werden.

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KOMMUNAL / REGIONAL

Stadt Bonn verschickte 120.000 Gebührenbescheide – Beilage zum Starkregenschutz


Vor wenigen Tagen hat die Stadt Bonn 120.000 Gebührenbescheide verschickt. Die erste Teilzahlung wird am 15. Februar von den Konten der Zahlungspflichtigen abgebucht. Die Bescheide enthalten die aktuellen Beträge für die Grundsteuern A oder B, Ab- und Niederschlagswasser-, Abfall- und Straßenreinigungsgebühren.
 
Beigelegt wurde ein Informationsblatt über die Folgen von Starkregen. Sie enthalten Ratschläge an Eigentümerinnen und Eigentümer über das, was sie selbst tun können, um sich vor Überflutungen zu schützen.

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DER HAKEN – Wie das Schauspiel Bonn den Kampf um eine Mietwohnung inszeniert – als Boulevardkomödie


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Ausschnitt aus der Inszenierung Der Haken ©Thilo Beu
 
Vermieterinnen und Vermieter haben jetzt am Schauspiel Bonn die Möglichkeit, den Kampf um zu wenige Wohnungen und zu viele Wohnungssuchende und damit verbundene kuriose Erfahrungen aus einer künstlerischen Perspektive zu betrachten. Was sie erleben ist trotz ernsten Hintergrunds kein klassisches Drama, sondern eher eine Boulevardkomödie.
 
Lutz Hübner und Sarah Nemitz, Autor und Autorin von Erfolgsstücken, haben das Werk eigens für Bonn geschrieben. Die Premiere der Uraufführung fand statt. Weitere Aufführungstermine im Schauspielhaus Bad Godesberg sind am 26. und 28. Januar, am 2., 3. und 15. Februar sowie am 2. und 16. März.
 
Worum geht es? Sechs Menschen suchen eine Wohnung. Wo? Eine Großstadt irgendwo in Deutschland, z.B. Bonn. Eine Gruppe bunt zusammengewürfelter Menschen verschiedener beruflicher, familiärer und sozialer Hintergründe begegnet sich an einem sonnigen Sonntagmorgen zum nervenaufreibendsten Prozedere, das sich ein Städter nur vorstellen kann: der Wohnungsbesichtigung. Diese Rangelei um eine Altbauwohnung in Toplage erfordert einen ausgeklügelten Strategieplan. Oder Glück. Meistens jedoch ein ausreichend gedecktes Bankkonto und gute Kontakte.
 
Was aber, wenn der Makler ein verschlossener Sonderling ist, der sich irrational verhält, abwegige Fragen stellt und die Wohnung für Größe und Lage viel zu günstig anbietet? Dann muss die Sache einen Haken haben! Roland Riebeling inszenierte das Stück.
 
Wer mehr wissen oder Karten bestellen will, dem empfehlen wir www.theater-bonn.de.

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