Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 22.07.2022

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POLITIK
BONNER BAUPERSPEKTIVEN
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VEREINSMITTEILUNGEN

Stadt fehlt ein konstruktiver Umgang mit der Universität – Haus & Grund fordert Kursänderung - Gefordert sind Lösungen keine Problembeschreibungen



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So könnte eines der temporären Gebäude im Stadtgarten aussehen,
jedenfalls schöner als das Eisbahnzelt. Foto: Universität Bonn

 
Einen konstruktiven Umgang mit der Exzellenzuniversität Bonn durch die Stadtregierung fordert Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg. Jede andere deutsche Stadt dürfte sich die "Finger lecken" nach einer Uni, die mit Kopf und Herz mitten in der Stadt liegt und in einem der schönsten und historisch bedeutsamsten Gebäude forscht und lehrt, sagt Haus & Grund-Vorsitzender Dirk Vianden.
 
Bei der Stadt stoße die Uni auf Verzögerung, Ablehnung und Problematisierung, vor allem bei den vorgesehenen Interimsgebäuden am Rande des Hofgartens und auf dem Stadtgarten.
„Sichtbeziehungen sind weniger wichtig als ein trotz langjähriger Sanierung des Schlosses nötiger und funktionierender innerstädtischer Betrieb“, betont Vianden, selbst Geschäftsführer der bioIP Rheinland, ebenfalls einer regionalen wissenschaftlichen Einrichtung.
 
Auch für die privaten Vermieter sei wichtig, dass die Stadt die Bedeutung der Uni mit ihrer wissenschaftlichen und ökonomischen Potenz erkenne und dass Studierende während der Schlosssanierung in City- und Institutsnähe leben können. Nicht nur für Studierende, auch für Forschende sei der Bonner Wohnungsmarkt, deren wichtigste Säule private Vermieterinnen und Vermieter sind, von hoher Bedeutung. Alle benötigten Klarheit.
 
Kritisch setzt sich Vianden auch mit der Äußerung eines grünen Fraktionsmitglieds auseinander, der in einer öffentlichen Erklärung die Fußweglänge zwischen Poppelsdorf und Innenstadt vorrechnete. Wegelängen seien etwas für Wandervereine, aber keine seriöse Grundlage für das Verhältnis zwischen Stadt und Universität. Gefordert seien Lösungen und keine Problembeschreibungen. Die Frage sei: Was geht und wie geht es?

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VEREINSMITTEILUNGEN

Gut positioniert? – Lob für H&G: Für den Klimaschutz muss jeder einen Beitrag leisten


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Lob für Haus & Grund

von Bürgermeisterin

Dr. Ursula Sautter

Foto: Meike Böschemeyer






Auf dem Jahresempfang dankte die Stadt Bonn Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg. Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter (CDU) erwähnte vielen Initiativen der Eigentümergemeinschaft rund ums Bauen, Wohnen und Eigentum. Sie dankte auch für die „Bereitschaft zum offen geführten Diskurs.“
 
Zum Wohnungsbau bilanzierte die Vertreterin von OB Katja Dörner, Bonn sei gut positioniert, dürfe aber in den Anstrengungen nicht nachlassen. Zu den von der Kommunalpolitikerin genannten Zahlen: Ende 2021 gab es in Bonn 58105 Wohngebäude. Davon sind 32365 Einfamilienhäuser und 25533 Mehrfamilienhäuser. Außerdem gebe es 207 Wohnheime.
 
Für die weitere stabile Entwicklung im Wohnungsbau bedürfe es der Fortsetzung des engen Schulterschlusses von Stadt und Region. Kräfte und Potentiale müssten zusammengefasst werden. Das ginge über den Wohnungsbau hinaus. Um das zentrale Ziel zu erreichen, den Klimawandel zu stoppen, müssten „wir alle unseren Beitrag leisten“. Gerade beim Thema Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energie rückt die Gebäudewirtschaft in den Mittelpunkt des Interesses. Als Sitz des Klimasekretariates der Vereinten Nationen trage Bonn zusätzliche Verantwortung. 

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VEREINSMITTEILUNGEN

Trauer um Wolfgang Kreuzer


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Verstorben: Ehemaliger Vorsitzender
  Wolfgang Kreuzer. Foto: H&G
 
Über 30 Jahre war der Rechtsanwalt ehrenamtlich für Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg tätig. Als Vorsitzender führte er den Verein in einer schwierigen Situation Anfang der 80er Jahre, später war er 20 Jahre lang stv. Vorsitzender und hielt R. Dieter Limbach den Rücken frei, in dem er nach innen wirkte. Der ehemalige Geschäftsführer Helmut Hergarten erinnert sich: „Unser Verein hat Wolfgang Kreuzer viel zu verdanken. Die großen Erfolge der Ära Limbach wären ohne seine Zuarbeit nicht möglich gewesen.“ Haus & Grund wird seiner langjährigen Führungspersönlichkeit ein ehrendes Gedenken bewahren. 

 

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SERVICE

WARNUNG! Betrüger unterwegs 


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Wasseruhrenaustausch vorgetäuscht  
Foto: SWB  
 
SWB Energie und Wasser hat vermehrt Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern auf Betrüger erhalten. Dieses Mal haben fremde Personen versucht, sich unter dem Vorwand des Zählerwechsels Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen.
SWB Energie und Wasser macht nochmals eindringlich darauf aufmerksam, dass sich Mitarbeitende von SWB Energie und Wasser sowie der BonnNetz immer ausweisen können. Im Zweifel können Kunden die Kundenservice-Nummer von SWB Energie und Wasser unter 0800/10 11 700 anrufen und dort die Namen prüfen lassen.

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POLITIK

Kein guter Start für die Ampelkoalition - Haus & Grund-Wohnklimaindex – Stimmungsindikator für den Wohnungsmarkt


Die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt und die Erwartungen der Akteure für die Zukunft haben sich seit Jahresbeginn verschlechtert. Die Ampelkoalition habe auf diesem Gebiet keinen guten Start hingelegt. Das Haus & Grund Deutschland mit Verweis auf den neu erhobenen Wohnklimaindex.
 
Der Wohnungsmarkt sei stark reguliert und reagiere sensibel auf politische Entscheidungen. Der Haus & Grund-Wohnklimaindex ist für die Politik ein wichtiger Indikator, um die Auswirkungen politischer Handlungen sowie von externen Ereignissen einschätzen zu können.

Die privaten Immobilieneigentümer verfügen über 80,6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland. Sie bieten 66 Prozent der Mietwohnungen und knapp 30 Prozent aller Sozialwohnungen an. Sie stehen zudem für 76 Prozent des Neubaus von Mehrfamilienhäusern. In Deutschland werden 53,5 Prozent aller Wohnungen vermietet.
 
Haus & Grund Deutschland befragt seit Beginn dieses Jahres monatlich über 2.000 private Kleinvermieter und deren Mieter. Die gesammelten Informationen werden im Anschluss in einen Index gegossen. Steigt der Index, so deutet dies auf eine für Mieter und Vermieter positive Entwicklung hin.
 
Bei einem steigenden Index schätzen die Vermieter ihre Lage positiv ein und die guten Zukunftsaussichten motivieren sie in die eigene Immobilie zu investieren und somit den Wohnstandard der Bewohner zu verbessern. Zudem müssen die Mieter in der Regel nicht mit Mieterhöhungen rechnen. Falle der Index, stiege wiederum die Spannung auf dem Wohnungsmarkt. Regulatorische Eingriffe der Politik und damit einhergehende schlechtere Erwartungen hemmten Modernisierungen, erhöhten den finanziellen Druck und zögen eventuell Mietsteigerungen nach sich. 

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BONNER BAUPERSPEKTIVEN

Mitten in der City: Neue Chancen für dahinsiechendes früheres Poliklinik-Gelände an der Wilhelmstraße


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Poliklinikgelände: So könnte der Komplex künftig aussehen
Modell: BauWerkStadt

 
Seit dem Umzug der Kliniken auf den Venusberg siecht das Gelände der alten Poliklinik mitten in der Stadt dahin. Mehrere Versuche, die Fläche bereits vor Jahren für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu nutzen, scheiterten zunächst an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Nun gibt es eine neue Chance.
 
Das Land NRW, Eigentümer des Areals, hat in einem erfolgreichen Bieterverfahren einen Investor gefunden, der neuen, öffentlich geförderten Wohnraum für kleine und mittlere Haushalte, Familien sowie Studierende schaffen will – mitten in der Stadt, im Zentrum. Etwa 80 Prozent der gesamten Nutzfläche sind für Wohnnutzungen, davon 75 Prozent für öffentlich geförderten Wohnungsbau, vorgesehen, 20 Prozent für gewerbliche Nutzungen sowie soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und die bereits auf dem Gelände befindliche Diamorphinambulanz.
 
Das Konzept des Investors sieht vor, den Blockinnenbereich möglichst offen zu gestalten. Der Hof soll bis auf wenige Ausnahmen frei vom motorisierten Individualverkehr gehalten werden und viel Grün erhalten. Das Klinikgebäude aus den 1960er Jahren an der Wilhelmstraße bleibt erhalten und wird überwiegend zu Wohnzwecken umgenutzt und aufgestockt. Ebenso werden das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Augenklinik und das ehemalige Schwesternwohnheim am Annagraben erhalten. Abgerissen werden sollen lediglich der im Innenhof liegende Ost-West-Flügel der ehemaligen Poliklinik, der nicht denkmalgeschützte, untergeordnete südliche Anbau des Baudenkmals am Annagraben und die derzeitige Unterkunft der Diamorphinambulanz.

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