Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 11.07.2022

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VEREINSMITTEILUNGEN
SERVICE
HAUS & GRUND-POLITIK
KOMMUNAL/REGIONAL
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VEREINSMITTEILUNGEN

"Beeindruckende Optik" - Baukulturelles Erbe erhalten - "ad decorationem Urbis"


Zwei H&G-Mitglieder wurden beim Fassadenwettbewerb 2022 mit ersten Preisen ausgezeichnet, zwei weitere mit zweiten Preisen


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OB Dörner neben Dr. Alexander Schmitz, einer der Gewinner des ersten Preises für das Objekt Poppelsdorfer Allee 76.
Foto: Meike Böschemeyer





Dirk Vianden gratuliert Sabine Donicht, die einen ersten Preis für das Haus Luisenstraße 6 erhielt.
Foto: Meike Böschemeyer






 Erstpreisig: Fassade Poppelsdorfer Allee 76










Erstpreisig: Fassade Luisenstraße 6








Zweiter Preis für Petra Groben-Moretti, Weberstraße 91








Zweiter Preis für Bernhard Jansen, Kirschallee 30. (Alle Fassadenfotos: Sascha Engst/Bundesstadt Bonn (4 Fotos)
 






Da freut sich auch Haus & Grund: Zwei Mitglieder wurden beim Fassadenwettbewerb 2022 Ende Juni im Alten Rathaus mit ersten Preisen ausgezeichnet. Es sind der Strahlentherapeut Dr. Alexander Schmitz für das Objekt Poppelsdorfer Allee 76 und Sabine Donicht für die Sanierung der Fassade Luisenstraße 6. Zwei weitere Mitglieder, Petra Groben-Moretti und Bernhard Jansen erhielten je zweite Preise.
 
Altsprachlich gratulierte H&G-Vorsitzender Dirk Vianden nicht nur dem preisgekrönten Mitgliederquartett. Der Anwalt an der Spitze der Eigentümergemeinschaft zitierte die Inschrift des  Obelisken auf dem Marktplatz:  „ad decorationem Urbis“. 
 
Der Wettbewerb, den H&G seit Jahrzehnten unterstützt, diene genau dem, der Verschönerung der Stadt. Er lobte alle Preisträger, dass nicht schnödes Gewinnstreben ihr Handeln leitete, was Haus- und Grundbesitzern „frevelhafterweise ja immer unterstellt wird“, sondern neben der Funktionstüchtigkeit ihrer Immobilie auch deren Schönheit im Blick stehe. Insoweit würde die Sozialbindung des Eigentums, wie sie in Artikel 14 unseres Grundgesetzes niedergeschrieben ist, eine zusätzliche Nuance bekommen, nämlich, dass alle etwas davon haben: „Nutzen und Zierde zugleich bieten dem Auge sich dar“, so formuliert Vianden fast poetisch.
 
Das baukulturelle Erbe der Stadt zu erhalten und weiterzugeben, dazu will der Fassadenwettbewerb beitragen. „Bonn ist reich an wunderschönen Fassaden. In wenigen Städten Deutschlands ist Gründerzeitarchitektur so wunderbar erhalten, wie zum Beispiel in unserer Südstadt oder dem Villenviertel. Dass diese Pracht noch lange bleibt, ist Ihren Anstrengungen zu verdanken. Gemeinsam mit den beauftragten Handwerksbetrieben tragen Sie so zur Verbesserung des Stadtbildes und zum Erhalt eines Stücks Stadtgeschichte bei“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner.
 
Insgesamt hatten 28 Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Bewerbung eingereicht. 19 davon erfüllten nicht in ausreichendem Maß die Kriterien des Wettbewerbs. Die Jury unter Vorsitz von Architekt Stefan Schevardo, dem für H&G Bonn/Rhein-Sieg auch Architekt Helmut Görgen angehörte,  beriet sich zu jedem Objekt. Für die Entscheidung der Jury gelten die Bewertungskriterien Stil- sowie Sachgerechtigkeit der Renovierung, die Harmonie von Formen und Farben sowie der Gesamteindruck.  Denkmalschutz ist keine Voraussetzung für Teilnahme und Prämiierung.

Der Fassadenwettbewerb wurde zunächst jährlich, seit 2015 im 2-Jahres-Turnus ausgelobt. Seit 1972 haben sich so schon mehr als 4200 Eigentümerinnen und Eigentümer beteiligt, fast 1.000 Fassaden wurden für gut gelungene Renovierungen prämiert.

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SERVICE

Auskünfte zu Straßenbau-, Kanal- und Erschließungsbeiträgen online beantragen


Die Stadt Bonn hat ihr Serviceportal um weitere Online-Dienstleistungen erweitert. So ist es jetzt unter anderem möglich, Auskünfte zu Straßenbau-, Kanal- und Erschließungsbeiträgen für Grundstücke im Bonner Stadtgebiet online zu beantragen.
 
Die Beiträge finanzieren die Erschließung eines Grundstücks.  Für die Erneuerung, Erweiterung und Verbesserung von Straßen, Wegen und Plätzen erhebt die Stadt Straßenbaubeiträge. Kanalbeiträge werden für die erstmalige Herstellung des Kanalnetzes sowie für dessen später notwendig werdende Vergrößerung oder Ausdehnung gezahlt.
 
Vor dem Kauf oder Verkauf eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung ist es daher wichtig zu klären, ob für das betreffende Objekt die Beiträge bereits gezahlt wurden oder gegebenenfalls noch zu zahlen sind. Auf Anfrage erhalten Interessierte von der Stadt darüber eine Bescheinigung. Diese muss beispielsweise Kreditinstituten in Zusammenhang mit der Finanzierung des Kaufpreises vorgelegt werden. Sie kann zudem dazu dienen, bei Bedarf entsprechende Regelungen zwischen den Vertragsparteien in den notariellen Kaufvertrag aufzunehmen.
 
Informationen über den Beitragsstatus der eigenen Straße kann man nun online im Serviceportal der Stadt Bonn unter  https://service.bonn.de  beantragen und bezahlen. Nach der Bearbeitung erhalten sie die Beitragsbescheinigung im Postkorb des Serviceportals.
 
Voraussetzung für diese Dienstleistung

Um diese und andere Online-Dienstleistungen des städtischen Portals nutzen zu können, ist die Anmeldung beim sogenannten Servicekonto-NRW unter  https://servicekonto.nrw/  erforderlich. Mit dem dort einmalig eingerichteten Nutzungskonto haben Bürgerinnen und Bürger nicht nur Zugang zum Serviceportal der Stadt Bonn, sondern zu vielen Online-Anwendungen des Landes und der Kommunen in Nordrhein-Westfalen.
 
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HAUS & GRUND-POLITIK

Wärmepumpengipfel: Realistische Ziele ambitioniert angehen: Regierung, Industrie und Handwerk müssen schnell handeln


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Moderne Luftwärmepumpe.
Foto: Bundesverband Wärmepumpen e.V.



Der Eigentümerverband Haus & Grund begrüßt die Wärmepumpenoffensive der Bundesregierung. „Spätestens die energiepolitischen Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine sollten jedem gezeigt haben, wie enorm wichtig ein schneller Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie ist“, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke zum Wärmepumpengipfel mit Bauministerin Geywitz und Wirtschaftsminister Habeck. Bei aller Eile müssten jedoch die begrenzten finanziellen und technischen Möglichkeiten der Verbraucher im Blick behalten werden.

Haus & Grund-Vorschläge zum Umstieg:
  • Der Umstieg einer alten Heizung auf eine Wärmepumpe muss mit standardisierten Verfahren zügig und sicher erfolgen. Dafür müssen geeignete Wärmepumpen und ausreichend Fachkräfte vorgehalten werden. Der Einbau von Wärmepumpen soll zielgerichtet und vorrangig in Gebäuden erfolgen, die Niedertemperatur-ready sind, um eine hohe Effizienz und geringe Zusatzkosten zu sichern.
  • Damit Eigentümer Klarheit bekommen, welche Maßnahmen an ihren Gebäuden für den Einsatz einer Wärmepumpe notwendig sind, soll für jedes Gebäude von unabhängigen Experten ein kostenloser Sanierungsfahrplan erstellt werden.
  • Um die hohen Zusatzkosten auszugleichen, müssen Eigentümer mit einer auskömmlichen Wärmepumpenprämie unterstützt werden.
  • Wärmepumpen sollten primär dort eingesetzt werden, wo sie 100 Prozent der benötigten Wärme liefern können. So werden teure Hybridheizungen vermieden, die die Kosten des Wohnens überproportional erhöhen.
  • Eine kommunale Wärme- und Energieversorgungsplanung muss bis Ende 2023 vorliegen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

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HAUS & GRUND-POLITIK

"Weniger tief in die Tasche greifen" Hohe Energiepreise: Wenn der Staat weniger nähme, wäre ein Anfang gemacht - Haus & Grund fordert Verzicht auf CO2-Bepreisung beim Heizen


Angesichts hoher und weiter steigender Gaspreise sollte der Staat auf die CO2-Bepreisung beim Heizen verzichten. Das fordert Haus & Grund. Statt immer weitere und immer umfangreichere Entlastungspakete zu schnüren sei es besser, den Bürgern weniger tief in die Taschen zu greifen.
 
Nach Auffassung von H&G gäbe es eine Alternative zur Streichung der CO2-Bepreisung: Der Staat könne die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung in voller Höhe in Form eines gleich großen Geldbetrags an jeden Bürger zurückgeben. Für diese Maßnahme sei allerdings derzeit kein Willen bei der Ampel-Koalition erkennbar, dieses sozial- und klimapolitisch wichtige Instrument des Klimageldes umzusetzen.
 
Für eine Drei-Zimmer-Wohnung mit einer relativ schlechten Energiebilanz (CO2-Verbrauch ca. 4.000 kg pro Jahr) müsste im kommenden Jahr allein die CO2-Kosten in Höhe von etwa 140 Euro kalkuliert werden, rechnet Haus & Grund vor. Zwei Jahre später würden diese Kosten bei etwa 220 Euro liegen.
 
Bewohner eines kleineren Einfamilienhauses und einem jährlichen CO2-Verbrauch von 6.200 kg CO2 pro Jahr müssten im kommenden Jahr mit etwa 230 Euro rechnen und 2025 mit über 340 Euro. Wenn der Staat auf diese Einnahmen verzichtet, würde dies den betroffenen Haushalten sehr helfen. Der Lenkungseffekt des ohnehin hohen Gaspreises bliebe hingegen erhalten. 

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KOMMUNAL/REGIONAL

Bonns erste Stadtförsterin: Julia Johnson betreut mit Border-Collie "Kowi" den 600 Hektar großen Stadtwald


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Försterin Julia Johnson mit Collie „Kowi“. 
Foto: Bundesstadt Bonn




Seit Juni hat die Stadt Bonn eine neue Försterin. Sie ist die erste Frau an der Spitze der städtischen Forstverwaltung. Ihr Ziel ist es, den Erholungswald fit zu machen für den Klimawandel und attraktiv für die unterschiedlichen Ansprüche an den Stadtwald. Ihren Lieblingsort hat sie bereits gefunden, im „Geisterwald“, bei den für den Bonner Forst so typischen Kopfbuchen. Man wird sie nun häufig sehen rund um die Waldau, dem Haus der Natur und dem Betriebsgebäude der Forstverwaltung an der Waldaustraße. Ein gutes Verhältnis mit den Menschen, die sich im Wald erholen ist ihr wichtig.
 
Für die Größe Bonns, so die Försterin, die an den unterschiedlichsten Orten in Deutschland und den USA gelebt hat, sei der Grünanteil besonders hoch, das gelte vor allem für die Waldflächen.
 
Julia Johnson  studierte Forstwirtschaft an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde sowie Forstwissenschaften und Waldökologie mit Schwerpunkt Wald Naturschutz in Göttingen. Ihre Referendarzeit für den höheren Forstdienst legte sich im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Würzburg ab. Sie erstellte dort Vegetationsgutachten und beriet Eigentümerinnen oder Eigentümer von Privatwäldern.
 
Den forstbetrieblichen Teil ihrer Ausbildung absolvierten sie bei den Bayrischen Staatsforsten im Steigerwald. Dort erlernte sie das Trittsteinkonzept, eine Methode, wie Forstwirtschaft und Artenschutz durch viele kleine geschützte Bereiche mit Totholzbeständen vereinet werden. Auch der Bonner Stadtwald besteht zu zehn Prozent aus Naturwaldzellen.
 
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