Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 22.11.2021

Druck
 
mail
mail

INHALT

VEREINSNACHRICHTEN
KOMMUNAL / REGIONAL
SERVICE
BONNER BAUPERSPEKTIVEN
---

VEREINSNACHRICHTEN

Öffnungszeiten der Haus & Grund-Geschäftsstelle zwischen Weihnachten und Neujahr



Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle in der Oxfordstraße 2 in Bonn an Weihnachten geänderte Öffnungszeiten hat:
 
Freitag, 24.12.2021: geschlossen
Montag, 27.12. bis Donnerstag, 30.12.2021: 9.30 bis 15.00 Uhr
Freitag, 31.12.2021: geschlossen

Die telefonische Rechtsberatung (Tel.: 0228/96 92 670) erreichen Sie vom 27. bis 30.12.2021 zu den gewohnten Zeiten zwischen 11.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 15.00 Uhr.
 
Ab dem 3. Januar 2022 stehen wir Ihnen wieder zu den bekannten Öffnungszeiten zur Verfügung. 

Zur Inhaltsübersicht
---

KOMMUNAL / REGIONAL

Neue Gebührensätze für 2022 – Rat entscheidet am 9. Dezember - Abfall und Straßenreinigung werden teurer - Abwassergebühren bleiben stabil


picture



 
Teure Spezialfahrzeuge erhöhen Betriebskosten bei bonnorange.

Foto: bonnorange
 




Mit folgenden Gebühren müssen die Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen und Grundstücken in den Kategorien Müll, Abwasser und Straßenreinigung für das Jahr 2022 rechnen. Der Stadtrat wird darüber am 9. Dezember entscheiden.
 
Straßenreinigung
 
Die Gebühren steigen je nach Straßenart um 12 bis 17 Cent je Frontmeter und bei den Straßen mit erhöhtem Reinigungsaufwand zwischen 17 und 24 Cent je Frontmeter.
 
Der Gebührenbedarf bei der Straßenreinigung – abzüglich des Anteils der Stadt - klettert gegenüber diesem Jahr um rund 208.000 Euro. So erhöhen sich z.B. die Personalkosten wegen geplanter Tarifsteigerungen. Ebenso müssen Investitionen, wie zum Beispiel Fahrzeugbeschaffungen, aber auch sonstige betriebliche Aufwendungen, etwa höhere Telematik-Kosten aufgrund der Digitalisierung der Kehrpläne, eingeplant werden.
 
Womit müssen Gebührenzahler rechnen. Beispielfamilie: Bei einem Einfamilienhaus mit 15 Metern Frontlänge in einer Anliegerstraße und bei wöchentlicher Reinigung erhöht sich die Jahresgebühr um 2,55 Euro von 85,95 Euro auf 88,50 Euro aus (plus 2,97 Prozent). Bei einem vergleichbaren Grundstück in einer innerörtlichen Straße mit ebenfalls einmal wöchentlicher Reinigung steigt die Gebühr von 77,40 Euro auf 79,65 Euro (plus 2,91 Prozent) und in einer überörtlichen Straße wird die Gebühr für ein entsprechendes Grundstück von 60,15 Euro auf 61,95 Euro (plus 2,99 Prozent) angehoben werden.
 
Bonnorange reinigt künftig Bushaltestellen
 
Entlastung für die Anlieger: Darüber hinaus soll der Rat beschließen, dass die „bonnorange AöR“ die Reinigung der Bushaltestellen übernimmt, die bisher von den anliegenden Grundstückseigentümern sauber gemacht werden müssen. „bonnorange“ wird auch an den 36 neuen Mobilstationen im gesamten Stadtgebiet reinigen.
 
Abfallentsorgung
 
Auch die Abfallentsorgung soll teurer werden. Der Gebührenbedarf für 2022 erhöht sich gegenüber der Kalkulation des Jahres 2021 um rund 1,6 Millionen Euro. Gestiegene Personal-, aber auch höhere Materialkosten sind dafür ausschlaggebend. Vor diesem Hintergrund sollen die Gebührensätze für die Restmüllentsorgung um 9,49 Prozent angehoben werden.

Das bedeutet für eine vierköpfige Familie mit einer 120 Liter großen Restmüll-Tonne und einer 14-tägigen Leerung eine Erhöhung um 18,50 Euro auf 214,66 Euro.
 
Abwassergebühren
 
Die Abwassergebührensätze bleiben für nächstes Jahr unverändert. Die Schmutzwassergebühr beträgt 2,83 Euro je Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr liegt bei 1,47 Euro je Quadratmeter der an die Kanalisation angeschlossenen bebauten und befestigten Fläche. Bei einer vierköpfigen Familie mit einem Frischwasserverbrauch von 150 Kubikmetern und einem Hausgrundstück mit einer bebauten und befestigten Fläche von 120 Quadratmetern belaufen sich die Abwassergebühren weiterhin auf 600,90 Euro.

Zur Inhaltsübersicht
---

KOMMUNAL / REGIONAL

Kritik aus der Wirtschaft: Geplante Kappung des City-Rings löst Pendlerproblem nicht


picture




Streitfrage: Nutzt oder schadet die Kappung des Cityrings der Innenstadt?
 








 


Dirk Vianden kritisiert
Cityring-Pläne

Fotos: Meike Böschemeyer (2)
 





Gemeinsam mit allen anderen regionalen Wirtschaftsorganisationen hält auch Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg die erneute Kappung des City-Rings für den falschen Schritt.
 
Deshalb appellieren die sieben Wirtschaftsorganisationen als Vertreter der Unternehmen und der Gewerbetreibenden in der Bonner Innenstadt an die Ratskoalition, ihre angekündigte Entscheidung zu überdenken. „Um die angestrebte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu erhöhen, ist die Kappung des City-Rings schlicht und einfach überflüssig. Der City-Ring führt um eine der größten zusammenhängenden Fußgängerzonen in Deutschland. Eine große zusammenhängende autofreie Innenstadt existiert also bereits“, sagt Dirk Vianden, Vorsitzender von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg.
 
Stattdessen wird empfohlen, schnellstmöglich Alternativen zu entwickeln. Der ÖPNV muss ausgebaut und das Pendlerproblem durch Schaffung zusätzlicher Park & Ride-Anlagen im Umland gelöst werden, sodass Pkw-Fahrer die Möglichkeit zum Umstieg haben. Zudem müssen in der Innenstadt adäquate Abstellmöglichkeiten in ausreichender Anzahl für Fahrradnutzer geschaffen werden, damit auch die Potenziale des Fahrrads besser genutzt werden können. Hierin sehen die Unternehmen und Gewerbetreibenden wichtige Schritte zur Mobilitätswende, die dem Klimawandel entgegenwirken.
 
Jahrzehntelange Versäumnisse im Bereich der Verkehrsinfrastruktur hätten dazu geführt, dass Berufspendler in Bonn zweimal täglich erhebliche Staus verursachen. Bonn zähle jeden Tag 140.000 Einpendler aus der Region, während circa 60.000 Auspendler das Stadtgebiet verlassen. Hinzu kommen noch etwa 107.000 Binnenpendler, die sich innerhalb der Stadt zu ihrem Arbeitsort bewegen. Die dadurch verursachten Probleme - so die Wirtschaftsorganisationen - werden nicht gelöst, indem jetzt die Durchfahrt des City-Rings gekappt wird. Im Gegenteil, der Verkehr werde sich andere Routen suchen. Die Gefahr bestehe, dass andere Stadtteile durch negative Konsequenzen in Mitleidenschaft gezogen würden. Schon im Jahr 2019 formte sich die Bürgerinitiative für eine lebenswerte Südstadt, die auf die negativen Auswirkungen auf ihr Stadtviertel aufmerksam gemacht hat.
 
Schon jetzt gebe es Kunden, die die Bonner Innenstadt nicht mehr anfahren und auf gut erreichbare Handelsstandorte im Rhein-Sieg-Kreis ausweichen. Dieses Verhalten schade den durch die Corona-Pandemie ohnehin geschwächten Gewerbetreibenden in der Bonner Innenstadt. Gerade jetzt benötigen die Betriebe optimale Bedingungen, wie zum Beispiel eine gute Erreichbarkeit und die Unterstützung durch Stadt und Verwaltung. Der Handel hat sich immer dort niedergelassen, wo Kunden eine leichte Zuwegung finden, die Handelswege sind auf diese Weise entstanden. Zudem seien viele Händler und Gewerbetreibende auf regelmäßige Dienste von Handwerksunternehmen angewiesen. Auch diese müssen schnell und direkt zum Kunden kommen können. Weitere Frequenz- und Umsatzrückgänge hingegen dürfe es nicht geben. Aber auch Hotellerie und Gastronomie sind auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen.

Zur Inhaltsübersicht
---

SERVICE

Bonner Förderprogramm zur Entsiegelung und Begrünung gestartet


Die Stadt Bonn fördert die Entsiegelung und Begrünung von Flächen als Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel. Eigentümerinnen und Eigentümer privat und gewerblich genutzter Grundstücke können ab sofort Förderanträge stellen und Zuschüsse von bis zu 50 Prozent erhalten. Die Richtlinien wurden vom Stadtrat beschlossen.
 
Gefördert werden Maßnahmen, bei denen versiegelte Flächen ohne Begrünung wie zum Beispiel asphaltierte Hinterhöfe, Einfahrten und Stellplätze entsiegelt und dauerhaft mit Anschluss an den natürlichen Boden begrünt werden. Förderfähig sind ebenfalls Teilentsiegelungen, das heißt mindestens 50 Prozent der Fläche sind unversiegelt und maximal 50 Prozent teilversiegelt, etwa mit Rasengittersteinen. Dabei sind Zuschüsse in Höhe von 50 Euro pro Quadratmeter möglich, höchstens jedoch 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Anträge können für privat oder gewerblich genutzte Grundstücke gestellt werden. 
 
Die Entsiegelung und Begrünung von Flächen leistet einen aktiven Beitrag Klimaschutz. Im Gegensatz zu vollversiegelten Oberflächen kann auf un- oder teilversiegelten Flächen Regenwasser versickern und im Boden gespeichert werden. Außerdem kühlen begrünte Flächen die Umgebung anstatt sie zusätzlich aufzuheizen. Entsiegelte Flächen bieten zudem zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um bunte Vielfalt auf das eigene Grundstück zu bringen und damit gleichzeitig die Klimaanpassung und die biologische Artenvielfalt zu fördern.
 
Alle Informationen zum Förderprogramm sowie zur Antragsstellung stehen online unter www.bonn.de/entsiegelung bereit. 

Zur Inhaltsübersicht
---

BONNER BAUPERSPEKTIVEN

EU-Wetterbehörde geht in die Luft: 17 Stockwerke im Neubau geplant


picture

Der 17stöckige Zwilling des neuen UN-Hochhauses am Rhein soll auch für die EU-Wetterbehörde zur Landmarke werden.

Foto: Bundesinstitut für Bauwesen und Raumordnung

 


Die Bonner Abteilung der Europäischen Wetterbehörde ist in Bonn angekommen. Es sind Fachleute, die sich mit dem bestehenden EU-Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ befassen. Die Ansiedlung der kompletten Behörde erfolgt über eine Reihe von Jahren. In Bad Godesberg, südlich der Adenauerbrücke, werden neue Gebäude entstehen.
 
Bonn wird europäischer
 
Manager der Deutschlandansiedlung ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Ziel der deutschen Bewerbung war und ist, dass mittelfristig größere Teile des EZMW aus Brexit-Britannien nach Bonn umziehen. Sollte dies so kommen, erhält das neue 17stöckige Hochhaus auf dem UN-Campus einen architektonischen Zwilling. Die ganze Anlage bietet Platz für 320 bis 360 Beschäftigte. Damit nicht genug.
 
Weitere Aufgaben könnten noch von der EU übertragen werden. Sollte das EZMW noch zusätzlich mit dem neuen EU-Erdbeobachtungsprogramm "Destination Earth" beauftragt werden (die ersten Stellen dazu sind bereits mit dem Standort Bonn ausgeschrieben worden), ist ein zusätzlicher Erweiterungsbau für bis zu 180 Beschäftigte erforderlich. Dieser soll auf der Fläche des Geländes entstehen, auf dem das Bundesministerium für Umwelt arbeitet.

Zur Inhaltsübersicht
---
Folgen Sie uns | facebook
--
Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bonn/Rhein-Sieg e. V.|
Vorsitzender: Dirk Vianden | Hauptgeschäftsführer: Rechtsanwalt Markus Gelderblom Oxfordstr. 2, 53111 Bonn | Amtsgericht Bonn VR 1988 | Impressum | Copyright © Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bonn/Rhein-Sieg e. V.