Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 05.10.2021

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TOP THEMA GRUNDSTEUER

Neues Grundsteuerrecht: Haus & Grund fordert von Kommunen Bekenntnis zur Hebesatzanpassung


Bald werden Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer persönlich erfahren, dass mit der Reform der Grundsteuer ein bürokratisches Monstrum erschaffen wurde. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund hin. Elf Bundesländer haben sich für das Reformmodell von Bundesfinanzminister Scholz entschieden. Sie haben sich damit auch für mehr Bürokratie und höhere finanzielle Belastungen für ihre Bürger entschieden.
 
Entschieden wird aber in den Kommunen. Sie hätten es letztlich in der Hand, dass es zwar bei zusätzlicher Bürokratie bleibt, aber die Kosten nicht steigen. Es sei an der Zeit, dass die Kommunen ihren Bürgern das Signal geben, die Hebesätze bei der Grundsteuer B so zu senken, dass die Belastungen im Durchschnitt der Kommune nicht steigen, so H&G.

Die zusätzliche bürokratische Last ergebe sich aus den bekannt gewordenen Steuererklärungsformularen, mit denen die relevanten Daten zum Stichtag 1. Januar 2022 erhoben werden. „Da wird sich der eine oder andere Eigentümer die Augen reiben und auf Datenrecherche gehen müssen“, befürchtet der Verband.
 
Info: Mit dem Grundsteuerrechner auf der Haus & Grund-Website kann jeder Eigentümer seine zukünftige Grundsteuerbelastung ausrechnen. Dort ist auch zu erkennen, dass es für Eigentümer in Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen nicht gar so bürokratisch wird, da sich diese Länder für einfache Flächenmodelle entschieden haben. NRW hat sich für das "Bürokratenmodell" entschieden.

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TOP THEMA GRUNDSTEUER

Grundsteuerreform: Kommunalen Spielraum nutzen – Brief an OB Katja Dörner


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Aufforderung an Katja Dörner: Grundsteuer
muss stabil bleiben.
Foto: Bundesstadt Bonn

 
                                           
In der bevorstehenden Grundsteuerreform soll die Stadt Bonn die kommunalen Spielräume so nutzen, dass eine Erhöhung der Steuer vermieden wird. Das fordern Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg und Bad Godesberg in einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Katja Dörner.
 
Entschieden werde auch in den Kommunen. Auch die Stadt Bonn habe es in der Hand, ob die Grundsteuer weiter steige oder auf dem bisher bereits sehr hohen Niveau bleibe. Den maßgeblichen Hebesatz lege der Stadtrat fest. Die Vorsitzenden der Eigentümergemeinschaften, Dirk Vianden (Bonn) und Nikolaus Decker (Bad Godesberg) erklärten dazu, der Rat habe es in der Hand, den Empfehlungen der städtischen Finanzverwaltung zu folgen und gleichzeitig Berechenbarkeit und Stabilität zu garantieren. Die Stadt Bonn möge den Hebesatz bei der Grundsteuer B so gestalten, dass die Belastungen für Eigentümer und Mieter nicht steigen.
 
In Bonn wurden Anfang des Jahres 118.000 Abgabenbescheide an die Haus- und Grundstückseigentümer zugestellt. Bei der Grundsteuer B wird eine Einnahme wurden 97 Mio. Euro erwartet, bei der Grundsteuer A über 76 Mio. Euro. Seit Jahren seien die Betriebskosten  - die sogenannte "zweite Miete", zu der die Grundsteuer gehört - auch in Bonn immer teurer geworden. Beide Vereine: „Es ist an der Zeit, ein klares politisches Signal zu setzen, dass in unserer Stadt die Bürgerinnen und Bürger nicht noch weiter in Anspruch genommen werden.“

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VEREINSNACHRICHTEN

Haus & Grund gratuliert Abgeordneten der Region: Wohnungspolitik bleibt Schwerpunktthema - Private Vermietende stellen 66 Prozent aller Mietwohnungen zur Verfügung


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  Dirk Vianden beglückwünscht Abgeordnete
  Foto: Meike Böschemeye

















 
Mit knappem Vorsprung direkt gewählt für  
den Wahlkreis Bonn: die Grüne Katrin Uhlig  
 
In Glückwunschschreiben an die gewählten Abgeordneten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hat der Eigentümerverband Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg für eine erhöhte Aufmerksamkeit auf wohnungspolitische Themen geworben. Neu gewählte Abgeordnete für das Bonner Stadtgebiet ist Katrin Uhlig (Grüne). Ihr wünscht H&G einen guten Start im Parlament.
 
Die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum habe an Schärfe zugenommen, wie der Berliner Volksentscheid zur Enteignung einer großen Wohnungsgesellschaft zeigte. Vorsitzender Dirk Vianden: „Die Wohnungspolitik bleibt ein großes innenpolitisches Thema. Sie nur aus dem Blickwinkel der Mietenden gegen die großen Wohnungsunternehmen zu betrachten, wäre eine Verkennung der Realität.“ In der Auseinandersetzung über den richtigen Kurs würden, so ergänzt Vianden, häufig auch aus Unkenntnis,  die privaten Vermieterinnen und Vermieter den großen Gesellschaften gleichgesetzt. Eine Differenzierung fände nicht statt, obwohl sie dringend geboten sei: „Wir reden  über zwei völlig unterschiedliche Welten“, so der Vorsitzende.
 
Auch vielen Abgeordneten sei nicht bekannt: Nicht die Vermietungsriesen, sondern Privatpersonen bildeten das Rückgrat des deutschen Wohnungs- und Vermietungsmarktes. Rund 80 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes läge in privaten Händen. Ziehe man davon die Selbstnutzer ab, so stellten private Vermieterinnen und Vermieter etwa 66 Prozent aller Mietwohnungen dem Wohnungsmarkt zur Verfügung. Damit bildeten sie mit ihrem selbstfinanzierten Privateigentum die wichtigste Säule auf dem deutschen Wohnungsmarkt.

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SERVICE

STEUER-TIPP (1): Unwetterschäden als außergewöhnliche Belastung 


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Nach der Flut:
Beschädigtes Gebäude in Rheinbach-Oberdrees.
Foto: Meike Böschemeyer
 

Unwetterschäden an Ihrem Haus können Sie in Ihrer Steuererklärung als außer gewöhnliche Belastung absetzen. Das Gute daran: Es gibt keine Begrenzung für die Höhe der abzugsfähigen Kosten. Allerdings muss die Schadenssumme einen bestimmten Betrag übersteigen – die zumutbare Eigenbelastung. Das ist ein bestimmter Betrag, bis zu dem Sie die Kosten selbst tragen müssen.

Die Höhe hängt dabei davon ab, wie viel Sie verdienen, ob Sie verheiratet sind und ob Sie Kinder haben. Liegt Ihr Schaden darüber, können Sie die Kosten in der Steuererklärung nutzen. Liegt er jedoch darunter, fällt der Steuervorteil für Sie weg. Versicherungserstattungen können nicht geltend gemacht werden.

Quelle: Buhl-Data

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SERVICE

STEUER-TIPP (2): Schäden an vermieteten Immobilien


Der Schaden ist nicht an Ihrem eigenen Wohnraum entstanden, sondern an einer vermieteten Immobilie? In diesem Fall setzen Sie die entstandenen Kosten nicht als außergewöhnliche Belastungen, sondern als Werbungskosten ab. Der Vorteil: Hier gelten weniger strenge Voraussetzungen. Wichtig ist dabei nur, dass die Kosten nicht von einer Versicherung übernommen werden.

Doch auch hier gilt:
Hat die Versicherung nicht den kompletten Schaden übernommen, können Sie die Differenz ebenfalls in der Steuererklärung angeben.

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SERVICE

Bonner Energie Agentur startet "Bauen + Sanieren kompakt" - Erstes Thema: „Energiewende im Heizungskeller - Klimafreundlich heizen mit erneuerbaren Energien“


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  Referent Lars Klitzke
  Foto: Meike Böschemeyer

 







Die Bonner Energie Agentur (BEA) beginnt am 11. Oktober 2021 mit der ersten Halbzeit ihrer jährlichen Vortragsreihe "BAUEN + SANIEREN KOMPAKT". Die Teilnahme an der Online-Konferenz ist kostenlos. Die Veranstaltung dauert von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr.

Sowohl auf Bundesebene als auch für die Stadt Bonn wurde das Ziel Klimaneutralität beschlossen, für Bonn bereits für das Jahr 2035. Dabei stellt sich unter anderem die Frage, womit wir eigentlich heizen, wenn wir die fossilen Brennstoffe wie Öl und Erdgas hinter uns gelassen haben?

Der Referent Lars Klitzke, Energieberater der Bonner Energie Agentur, stellt in seinem Online - Vortrag verschiedene klimafreundliche Heizungssysteme vor, zum Beispiel Wärmepumpe, Fernwärme, Pelletkessel und Solarthermie. Er erläutert und vergleicht die unterschiedlichen Techniken und Kosten. Die Teilnehmenden erhalten Einblick, welche Rolle die energetische Sanierung bei der Heizungswahl spielt und  welche Heizungstechnik für welches Gebäude empfehlenswert ist. Lars Klitzke stellt hierzu das aktuelle Förderprogramm "Heizen mit erneuerbaren Energien" vor, mit dem 45% Zuschuss für klimaschonende Heizungen möglich sind.
 
Die Veranstaltung ist kostenfrei und dauert ca. 1,5 Stunden 
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Vier weitere Online-Vorträge
 
8. November 2021, "Heizkosten sparen – behaglich wohnen, Umweltschutz inklusive", Referentin: Sabine Breil, Energieberaterin Bonner Energie Agentur

13. Dezember 2021, "Photovoltaik: Eigenen Strom erzeugen, speichern, nutzen". Referent: Volker Butzbach, Energieberater Verbraucherzentrale NRW

10. Januar 2022, "Wärmepumpe: Heizen mit Strom und Umweltwärme", Referent: Stephan Herpertz, Energieberater Verbraucherzentrale NRW

14. Februar 2022, "Kleine Maßnahmen – große Wirkung: Mit geringen Kosten Energie einsparen", Referent: Stephan Herpertz, Energieberater Verbraucherzentrale NRW

Alle Details unter: www.bonner-energie-agentur.de/veranstaltungen-und-aktuelles/vortragsreihe/

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"Haus & Grund-Akademie": Webinar am 23. November: Steuerrecht für Vermieterinnen und Vermieter


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Rechtsanwalt Dr. Maximilian Dachauer 
Foto: Juhn und Partner



In der Veranstaltungsreihe "Haus & Grund-Akademie" geht es am Dienstag, dem 23. November, 14 Uhr, per Webinar um das „Steuerrecht für Vermieter“. Referent ist Dr. Maximilian Dachhauer, Rechtsanwalt der Juhn Partner Steuerberatungsgesellschaft.

Worum geht es: Die Rentabilität der Vermietung von Immobilien wird in hohem Maße von Steuern beeinflusst. Grunderwerb, Mieteinkünfte, Vermietungsumsätze, Immobilienschenkung und vielleicht auch das bloße Halten von Immobilienvermögen werden besteuert. Für Vermieter ist es lohnenswert, sich steuerliche Kenntnisse anzueignen oder vorhandenes Wissen zu vertiefen. 

Das Webinar ist kostenlos. Die klassische Vermietung wird aus steuerlicher Sicht behandelt. Danach erläuterte der Referent zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. 

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Polizei Bonn warnt vor betrügerischen Wohnungsanzeigen im Internet


Aktuell sind wieder vermehrt Betrüger auf dem Wohnungsmarkt im Internet aktiv. Über gefälschte Wohnungsanzeigen versuchen die Kriminellen an das Geld oder die Ausweisdokumente ihrer Opfer zu kommen. Zwei Bonner Beispiele.

Eine 20-Jährige aus Bonn wurde Anfang Oktober auf eine Immobilienanzeige aufmerksam. Der vermeintliche Eigentümer eines zu vermietenden Appartements, der angab, in Finnland zu wohnen, forderte vorab eine Gebühr für ein über eine Agentur zu buchendes Appartement. Die 20-Jährige überwies dann einen Betrag auf ein Bankkonto in Spanien ohne eine entsprechende Rückmeldung zu erhalten.

Eine 18-jährige Bonnerin suchte über eine Internetplattform ein WG-Zimmer. Sie wurde von der vermeintlichen Vermieterin aufgefordert innerhalb von 48 Stunden eine Kaution ohne vorherige Besichtigung der Wohnung zu überweisen und eine Ausweiskopie zu übersenden. Auf Vorhalt der 18-Jährigen keine Überweisung in dieser Form tätigen zu wollen, war die vermeintliche Vermieterin nicht mehr erreichbar.

Die beschriebenen Fälle sind nur zwei von vielen Maschen rund um betrügerische Wohnungsanzeigen. Bei der Bonner Polizei sind in den letzten Wochen vermehrt solcher Fälle zur Anzeige gebracht worden.
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Ratschläge der Polizei
 
Überweisen sie kein Geld  im Vorfeld einer  Wohnungsbesichtigung. Misstrauen ist angebracht, wenn der Betrag auf ein ausländisches Konto überwiesen werden soll.

Vorsicht ist auch geboten, wenn die beworbene Wohnung besonders günstig angeboten wird. Tatsächlich werden auch existente  Objekte angeboten und Daten und Bilder zu diesen Zwecken aus dem Internet kopiert, um die Glaubwürdigkeit des Scheinangebotes zu erhöhen.

In vielen Fällen findet die Kontaktaufnahme mit den  vermeintlichen Eigentümern lediglich per E-Mail oder über ein  Chatprogramm und meist in englischer Sprache statt.

Vermeiden Sie die Herausgabe von Ausweiskopien. Gelangen diese in die Hände der Betrüger kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese in weiteren Fällen für Straftaten eingesetzt  werden. Falls Sie bereits Kopien von Ausweisdokumenten verschickt haben  sollten, empfiehlt die Polizei umgehend Anzeige zu erstatten.

Kontaktieren Sie in Zweifelsfällen die Polizei!
 
Weitere Informationen über "Falsche Immobilienanzeigen" finden Interessierte auf der Homepage der Verbraucherzentrale NRW  

 
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