Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 05.08.2021

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BONNER BAUJUWELEN
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Hochwasser-Opfer: Gezielte Hilfe für beschädigte Denkmäler


Um flutgeschädigte Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden beim Erhalt ihrer historischen Bauten zu unterstützen, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Nothilfeprogramm in drei Stufen aufgelegt: Nothilfe bis zu 2.500 Euro, größere finanzielle Hilfe von bis zu 10.000 Euro und umfangreichere Sanierungsmaßnahmen, die mehr als 10.000 Euro erfordern.
 
Informationen: Alles Wissenswerte sowie das (Online-)Antragsformular finden Betroffene unter: www.denkmalschutz.de/hochwasser-sofortfoerderung.

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Flutkatastrophe: Polizei warnt vor Betrügern 


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Polizei schützt Flutgebiete: Warnung vor betrügerischen Kriminellen.
Foto: Innenministerium NRW
 

Die Polizei warnt im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe vor Betrügern. Sie ruft zu erhöhter Vorsicht auf. Die Kriminellen nutzen die Hilflosigkeit der Betroffenen aus. In Bonn wurden bisher drei Fälle bekannt, bei denen Geschädigte Bautrockner bestellt und vor Lieferung bezahlt hatten. Die Trockner kamen nie an, die Händler gab es nicht. Es handelt sich um "Fake-Shops".
 
In einem weiteren Fall wurde einer mutmaßlich betrügerisch agierenden Elektrik-Firma ein Vorabbetrag bezahlt, die die angekündigten Reparaturen am Folgetag entgegen getroffener Absprachen jedoch nicht ausführte. Die Bonner Kripo ermittelt wegen des Verdachts des Betruges.
 
Versucht wird außerdem, die hohe Spendenbereitschaft der Menschen auszunutzen. In einem Fall wurde auf Facebook das Foto einer durch das Hochwasser zerstörten Wohnung gezeigt. Die Tatverdächtigen nutzten das Foto dann, um damit in einem separaten Beitrag einen Spendenaufruf zu veröffentlichen. Ob diesem jemand gefolgt ist, wird derzeit ermittelt. Das Posting wurde zwischenzeitlich gelöscht.

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Mähroboter (1) –Gefahr für Igel und Co


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Gartenbewohner wie Igel geraten
durch Mähroboter in Lebensgefahr.
Foto: Pixabay
 

Mähroboter übernehmen die lästige Arbeit des Rasenmähens im heimischen Garten geräuscharm und automatisch. Ihre Beliebtheit wächst. Was viele nicht wissen: Die Automaten mit den scharfen Messern stellen eine große Gefahr für tierische Gartenbewohner dar. Besonders gefährdet sind Igel.
 
Igel sind in der Regel zur Nacht- und Dämmerungszeit aktiv. Nähert sich ein Mähroboter, rollen sie sich instinktiv zum Schutz zu einer Kugel zusammen und flüchten nicht. Doch der natürliche Schutzmechanismus der Tiere ist zwecklos gegen die Klingen der Mähroboter, sodass es regelmäßig zu schweren Verletzungen kommt oder Igel getötet werden.
 
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Bonn rät daher dringend dazu, den Mähroboter nur behutsam und mit Bedacht einzusetzen und möglichst nie während der Dämmerung oder in der Nacht.

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Mähroboter (2) – Keine Chance für naturnahe Gärten


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Ausschnitt aus privatem Naturgarten.
Foto: Friedel Frechen
 
Viele der Mäher sind fast andauernd im Einsatz. Sie halten den Rasen sehr kurz. Blumen und Kräuter haben kaum Chancen, sich zu entwickeln und zu wachsen. Ein kurzgeschorener Rasen hat gravierende Nachteile für den Natur- und Umweltschutz, da es ihm an Arten- und Strukturvielfalt fehlt. Die ökologische Bedeutung als Lebensraum ist sehr gering.
 
Eine naturnahe Umgestaltung des eigenen Gartens hingegen kann bereits auf kleiner Fläche wertvolle Zufluchts- und Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten schaffen. Wie geht das? Es ist einfach, bunte und gleichzeitig pflegeleichte Blühstreifen anzulegen, Totholz-Ecken zu schaffen, Wildstauden stehen zu lassen und bienenfreundlichen Pflanzen und Gehölzen Raum zu geben.

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WOHNUNGSPOLITIK

Der Staat macht das Wohnen teurer – nicht die Vermieter - Preise für Energie steigen erheblich, für Kaltmieten kaum


„Wir brauchen keine Mietpreisbremse, sondern die Rückerstattung des CO2-Preises als Kopfpauschale an alle Bürger“, forderte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Er verwies auf jüngste Angaben des Statistischen Bundesamtes zur Preisentwicklung. Die Zahlen zeigten deutlich, dass der Staat mit Steuern und der CO2-Bepreisung die Energiekosten rapide nach oben treibt: Im Juli verteuerten sich die Haushaltsenergie und Kraftstoffe um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Nettokaltmieten jedoch nur um 1,3 Prozent.
 
Ähnliche Werte stellte das Statistikamt bereits in den Vormonaten fest. „Hier zeigt sich, dass die Bundesregierung mit der Einführung der CO2-Bepreisung krachend gescheitert ist. Es fehlt die Entlastung der Bürger. Mit ihrer Gier setzt die Regierung die Akzeptanz für die Energiewende leichtfertig aufs Spiel“, sagte Warnecke. Für die Lenkungswirkung des CO2-Preises sei keine finanzielle Belastung der Bürger nötig. Die neue Regierung müsse schnell diesen eklatanten Fehler korrigieren.

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WOHNUNGSPOLITIK

Mehr Regulierung – teurer Klimaschutz - Grüne verpassen Kurswechsel in der Klimapolitik


Der Eigentümerverband Haus & Grund kritisierte die Pläne der Grünen für ein Klimaschutz-Sofortprogramm. „Die Grünen korrigieren nicht das klimapolitische Gemurkse der Großen Koalition, sondern treiben es mit ihrem planwirtschaftlichen Klein-Klein sogar noch auf die Spitze“, kommentierte Verbandspräsident Kai Warnecke. Detaillierte Ver- und Gebote schützten das Klima nicht wirkungsvoller, sondern würden dazu verleiten, Geld mit wirkungslosen Maßnahmen zu verschwenden.
 
Die Mittel für einen kosteneffizienten Klimaschutz habe die Wissenschaft hinlänglich beschrieben: ein möglichst europaweit einheitlicher, sektorübergreifender CO2-Preis mit verlässlichen CO2-Reduktionszielen. Diese CO2-Bepreisung müsse zwingend flankiert werden durch entsprechende Entlastungen für alle Bürger – etwa in Form eines Klimageldes. „Wenn der CO2-Preis kontinuierlich steigt, wird die Ölheizung zu teuer – ganz ohne Verbot. Welche neue Heizung der Eigentümer dann einbaut, sollte er alleine entscheiden“ sagte Warnecke. Um das zu können, müssten Eigentümer wissen, welche Energien wo und wann zur Verfügung stehen und was sie sinnvollerweise an ihrem Gebäude zusätzlich ändern können. Diese Informationen in Form eines Versorgungsatlas sowie eines individuellen, kostenlosen Sanierungsfahrplans habe der Staat in den kommenden vier Jahren bereitzustellen.

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WOHNUNGSPOLITIK

Zukunft der Innenstädte mit privaten Eigentümern gestalten


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City Bonn: Angeschlagen im Lockdown. Foto: Meike Böschemeyer
 
Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hält die vom Bundesinnenministerium vorgestellte Innenstadtstrategie für einen wichtigen Impuls. Die lokalen Schritte in der Praxis vor Ort müssten jedoch mit den privaten Eigentümerinnen und Eigentümern geplant und umgesetzt werden – und nicht über ihre Köpfe hinweg.
 
Viele Immobilien in den Innenstädten gehörten zum privaten Kleineigentum. Auch von dieser Seite bestehe vitales Interesse an lebendigen Innenstädten. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie schnell Innenstädte verblassen können, wenn dem Strukturwandel weiterhin oft tatenlos zugesehen wird. Haus & Grund: „Die Städte brauchen vitale Innenstädte, in denen Menschen wohnen, leben, arbeiten, einkaufen und verweilen können.“ Dazu brauche es Kraftanstrengungen aller, die an diesem Prozess beteiligt werden müssen.
 
Die Innenstadtstrategie sieht Kooperation zwischen den Beteiligten auf Augenhöhe vor. Damit sei das Papier keine Grundlage für Kommunen, mit weiteren regulatorischen Eingriffen die Bewirtschaftung von Immobilien in den Innenstädten weiter zu erschweren.

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BONNER BAUJUWELEN

Beueler Combahnviertel bald unter Denkmalschutz


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Baukultur aus Kaisers Zeiten. Foto: Rolf Tanski
 
Die Beueler wussten schon immer, was ihr Combahnviertel wert ist. Jetzt hat man es auch im restlichen Bonn begriffen: Das gutbürgerliche Wohnquartier aus der Kaiserzeit soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Der Rat hat die Verwaltung beauftragt, die erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Bürgerschaft an der Planung beteiligt.
 
Betroffen ist der Wohnbereich zwischen Konrad-Adenauer-Platz, Sankt Augustiner-Straße, Bröltalweg und dem Rheinufer. Dazu gehört auch das historische „Bahnhöfchen“, heute ein beliebtes Restaurant, früher der Endpunkt der Bröltalbahn. Viele einzelne Gebäude stehen bereits unter Denkmalschutz, jetzt geht es aber um das große Ganze. Jetzt will man sicherstellen, dass das Gesamtbild des Viertels und seine städtebauliche Grundstruktur erhalten bleiben. Wenn der Rat endgültig zugestimmt hat müssen alle künftigen Baumaßnahmen in dem Bereich ausdrücklich von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt genehmigt werden.
 
Schon in ihrer Entstehungszeit waren diese Immobilien sehr gefragt und sie sind es auch heute noch. Die Nähe zum Rhein und die kurzen Wege in die City sind unschlagbare Argumente für das Combahnviertel. Viele der alten Häuser im klassizistischen oder auch neugotischen Stil sind beispielhaft für die gediegene Wohnkultur des Bürgertums in der "guten alten Zeit". Die Häuser, die bis 1918 errichtet wurden, machen heute noch rund 40 Prozent des Baubestands aus.
Rolf Tanski
 
Info: Den kompletten Artikel lesen Sie in der Augustausgabe von Haus & Grund aktuell, die zur Monatsmitte erscheinen wird. 

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