Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 28.05.2021

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KOMMUNAL / REGIONAL
MITGLIEDERSERVICE
WOHNUNGSPOLITIK
BONNER BAUJUWELEN
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KOMMUNAL / REGIONAL

Stellplatzablösesatzung: Haus & Grund will vor einer politischen Entscheidung mitreden


Die beiden Bonner Haus & Grund-Vereine, Bonn/Rhein-Sieg und Bad Godesberg, bitten darum, ihnen bereits im Entwurfsstadium Gelegenheit zu einem Gespräch zu geben, um die für den Wohnungsbau bestehenden Probleme zu erörtern und um Vorschläge zur Reform des Stellplatzablöserechtes in Bonn machen zu können. Das schrieben die beiden Vorsitzenden, Dirk Vianden und Nikolaus Decker an Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

U.a. heißt es: „Grundsätzlich gilt: Der Wohnungsbau muss mit der Satzung erleichtert, d. h. die Anzahl der Stellplätze je Wohnung reduziert werden. Die Kosten für Tiefgaragen sind durch die baulichen und brandschutztechnischen Vorschriften inzwischen so hoch, dass sie über eine Vermietung nicht refinanzierbar sind. Hinzu kommt, dass die Regeln zum Nachweis der Fahrradstellplätze derart ausgeweitet wurden, dass diese oberirdisch nicht mehr unterzubringen sind, d. h. die Tiefgaragen werden noch größer und für Fahrradstellplätze zahlt niemand eine Miete. Im Ergebnis werden immer mehr Gärten fast vollständig unterbaut, damit man alles unterbekommt. Das geht zu Lasten des Klimaschutzes“.

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KOMMUNAL / REGIONAL

Bonner Förderprogramm zur Begrünung von Dächern und Fassaden startet


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Unspektakulär aber klimawirksam: Hier die Dachbegrünung eines Landhauses.

Foto: Bundesverband Gebäudegrün
 





Die Stadt Bonn fördert Gebäudebegrünungen als Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel. Eigentümerinnen und Eigentümer privat und gewerblich genutzter Gebäude können ab sofort Förderanträge stellen und Zuschüsse zu Dach- und Fassadenbegrünungen von bis zu 50 Prozent erhalten. Gefördert werden Fassadenbegrünungen sowie intensive und extensive Dachbegrünungen an Bestandsgebäuden ab einer Mindestfläche von vier Quadratmetern. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten – höchstens jedoch 30 Euro pro Quadratmeter bei extensiven Dachbegrünungen und 50 Euro pro Quadratmeter bei intensiven Dach- und Fassadenbegrünungen – möglich. Zur Antragsstellung berechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer privat oder gewerblich genutzter Gebäude.

Die Begrünung von Gebäuden ist eine wirksame Maßnahme zur Anpassung an die Klimakrise. Sie verhindert die starke Aufheizung von Gebäudeoberflächen und leistet durch Verdunstung einen aktiven Beitrag zur Kühlung an heißen Tagen.. Die 2018 fertiggestellte Klimaanalysekarte der Stadt Bonn und unterstreicht im Hinblick auf die weiter voranschreitende Klimakrise die Notwendigkeit zur Umsetzung wirksamer Anpassungsmaßnahmen. Mit der Begrünung von Gebäuden können zudem wertvolle Trittsteinbiotope geschaffen und ein Beitrag zur innerstädtischen Biodiversität geleistet werden.

Die Mittel stammen aus dem Sofortprogramm "Klimaresilienz in Kommunen des Landes NRW". Die Stadt Bonn hatte im Rahmen des Programms einen Förderantrag gestellt, der nun bewilligt wurde. Auf dieser Basis stehen insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung, welche befristet bis zum 30. Juni 2022 zur Förderung von Maßnahmen zur Gebäudebegrünung durch die Stadt Bonn weitergeleitet werden dürfen.

Informationen zum Förderprogramm sowie zur Antragsstellung stehen auf der Homepage der Stadt Bonn bereit. 

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MITGLIEDERSERVICE

Termine und Themen


Neue Angebote bei den Online-Seminaren, die, wie berichtet, durch Kooperationen mit anderen Haus & Grund Vereinen auf eine breitere thematische Basis gestellt wurden.

An- und Verkauf von Immobilien: Was gilt es grundsätzlich zu beachten? Mittwoch, 2. Juni, 18 Uhr. Referent: Rechtsanwalt Dr. Philipp Schweitzer.

Kündigung im Mietrecht – Teil 1: Montag, 7. Juni, 17 Uhr. Referent: Rechtsanwalt Christoph Erb.

Das neue Wohnungseigentumsrecht: Montag, 21. Juni, 14 bis 18 Uhr. Referent: Dr. Wolfgang Lang.

Anmeldungen an Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg unter mreitler@hug-bonn.de.

Mehr Informationen und Termine gibt es auf unserer Homepage.

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MITGLIEDERSERVICE

Kühlende Farbe gegen überhitzte Städte


Eine neue Fassadenfarbe hält die Hauswände kühl. Das berichtete die Deutsche Presseagentur. Die Farbe soll 95,5 % der Sonnenstrahlung reflektieren. Die Temperaturen der Wände, so der Bericht, sollen sogar in der Mittagshitze unter denen der Umgebungshitze liegen. Die DPA-Meldung stand auf der Wissen-Seite der Süddeutschen Zeitung vom 27. Oktober 2020 (Ausgabe Nr. 248). Sie fiel der Redaktion erst jetzt in die Hände. Bislang seien Anstrichfarben im Handel, die bis zu 90 Prozent des einstrahlenden Sonnenlichts reflektierten.

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WOHNUNGSPOLITIK

Haus & Grund entsetzt über Teilung des CO2-Preises: Belastungen für private Vermieter nicht mehr tragbar – Regierung Merkel gefährdet das vermietete Privateigentum


„Dass Vermieter nun 50 Prozent der von den Mietern verursachten CO2-Kosten tragen müssen, ist nicht akzeptabel.“ So kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke den Beschluss der Bundesregierung. Der Vermieter habe keinen Einfluss darauf, wie viel der Mieter heizt oder wie viel Warmwasser er verbraucht. Klimaschutzpolitisch sei dieser Beschluss daher kontraproduktiv. Das Geld, das der Vermieter für den CO2-Preis ausgeben müsse, werde künftig für energetische Sanierungen fehlen.

Warnecke kündigte an, diese Regelung verfassungsrechtlich prüfen zu lassen. Er rechne zudem damit, dass viele Vermieter nun die Mieten erhöhen müssten, um die zusätzliche finanzielle Belastung kompensieren zu können. „Der Regierungsbeschluss wird zu einer tieferen Spaltung der Gesellschaft führen. Die Bundesregierung möchte offensichtlich die großen Lasten der Energiewende im Gebäudebestand auf die 3,9 Millionen privaten Vermieter abwälzen. Gleichzeitig wird ihnen durch überzogene Mietregulierungen die finanzielle Grundlage entzogen. Am Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels ist das vermietete Privateigentum in akuter Gefahr“, sagte Warnecke.

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BONNER BAUJUWELEN

Bonner Synagoge wurde wegen des Nahostkrieges attackiert – Gebäude ist ein Baujuwel


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Die Bonner Synagoge: Moderne Architektur, bescheiden zurückgenommen in die Fassadenreihe der Tempelstraße.

Foto: Meike Böschemeyer
 




Zu den Bonner Baujuwelen gehört die 1958/59 errichtete neue Synagoge. Sie fügt sich in die Häuserreihe an der Tempelstraße ein. Ihre Vorderfront macht durch die architektonische und künstlerische Gestaltung deutlich, dass hier das neue Gebetshaus der jüdischen Gemeinde Bonns entstanden ist. Ihre Nachbarn waren bedeutende Bundesinstitutionen wie das Auswärtige Amt oder das Bundespräsidialamt. In der Nähe lag auch das Bundeskanzleramt.
 
Synagogen sind gefährdete Orte. Mit Beginn einer neuen Waffenrunde zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen, wurde die Bonner Synagoge attackiert. Steine trafen Glasscheiben und Eingang, eine israelische Fahne ging in Flammen auf. Die Täter sind gefasst und geständig.
 
Die jüdische Gemeinde erlebte in der Tempelstraße eine Welle der Solidarität. Tagelang trafen sich Menschen aus allen Bevölkerungskreisen, aus Kirchengemeinden, der Kommunal- und Landespolitik  vor dem Eingang des Gotteshauses, um gegen den wieder erstarkenden Antisemitismus zu demonstrieren. Eine "Stuhlwache" wurde eingerichtet. Medien berichteten deutschlandweit.
 
Für Haus & Grund sind die aktuellen Ereignisse Anlass, auch auf das Baujuwel Synagoge zu schauen. 1956 erwarb die jüdische Gemeinde aus den Mitteln des Verkaufs des bisherigen Synagogengrundstücks an die Stadt Bonn das Ersatzgrundstück an der heutigen Tempelstraße. Gebaut wurde nach den Plänen des Architekten Helmut Goldschmidt. Das benachbarte Eckhaus Adenauerallee 113 wurde, ebenfalls nach Plänen Goldschmidts, zum Gemeindehaus umgebaut. 1966 folgte ein Erweiterungsbau, u.a. für einen Gemeindesaal. 1990 wurde an einem Seiteneingang ein Säulenfragment als Spolie der zerstörten Alten Synagoge mit Steintafel und Inschrift aufgestellt, die im Frühjahr 2019 auf den jüdischen Friedhof des Waldfriedhofs Kottenforst versetzt wurde.

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