Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 22.02.2021

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BUNDESPOLITIK
BONNER BAUPERSPEKTIVEN
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VEREINSNACHRICHTEN

Haus & Grund im Corona-Lockdown


Die Geschäftsstelle bleibt voraussichtlich bis 7.3.2021 für Besucher geschlossen. Die weitere Entwicklung hängt vom Lockdownverlauf ab. Wir aktualisieren unsere Informationen. 

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SERVICE

Städtisches Umweltamt rät: „Füllleitungen an Heizöltankanlagen überprüfen“ – Risiken für das Grundwasser ausschließen


Von im Erdreich verlegten Füllleitungen an privaten Heizöltankanlagen kann eine Gefahr für die Umwelt ausgehen. Das Amt für Umwelt und Stadtgrün rät Hauseigentümern daher, die Füllleitungen zu überprüfen.

In früheren Jahrzehnten wurde die vom Einfüllstutzen in den Heizöllagerraum führende Füllleitung häufig im Erdreich verlegt. Diese Stahlleitungen waren einwandig produziert. Sie enthalten keine besondere Schutzvorrichtung. Nun nagt der Zahn der Zeit an diesen Leitungen und führt zu Durchrostungen. Die Folgen: Die Leitung wird undicht. Heizöl trifft – oft unbemerkt aus, versickert im Erdreich und kann Grundwasser verschmutzen.

Auch wenn in der Vergangenheit in Bonn noch keine Grundwasserschäden festzustellen waren, blieb es doch zumindest bei umfangreichen Belastungen des Erdreiches. Da diese Schäden zumeist in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden auftreten, kann meist ein einfaches Abbaggern des Erdreichs keine Abhilfe schaffen. Eine Gefährdung der Statik des Gebäudes lässt dies nicht zu.

Somit verbleibt ein Teil des Heizöls im Erdreich. Das hat Konsequenzen. Das betroffene Grundstück wird in das Altlastenkataster der Bundesstadt Bonn aufgenommen. So ist gewährleistet, dass die Information über die Belastung der Fläche auch in Zukunft zur Verfügung steht. Relevant kann dies bei einer Neubebauung werden, bei einem Grundstücksverkauf oder aber bei der Recherche der Unteren Umweltbehörde in der Folge von festgestellten Grundwasserbelastungen, z.B. bei einem Grundwassermonitoring.

Die Untere Umweltbehörde appelliert an alle Heizöltankbesitzerinnen und -besitzer: „Vergewissern Sie sich, ob Ihre Anlage erdverlegte Leitungen aufweist. Schauen Sie, ob zwischen Einfüllstutzen und der Hauswand die Leitung auf ganzer Strecke sichtbar ist. Wenn das nicht der Fall ist, dürfte eine erdverlegte Leitung vorhanden sein. Lassen Sie sich in einem solchen Fall durch einen zertifizierten Fachbetrieb beraten, ob von diesen Leitungen eine Gefährdung ausgeht und wie dieser begegnet werden kann.“ Unterirdische Füllleitungen sind nur zulässig, wenn sie entweder doppelwandig sind und undichte Stellen der Rohrwände durch ein Leckanzeigegerät selbsttätig angezeigt werden. Alternativ müssen sie mit einem flüssigkeitsundurchlässigen Schutzrohr versehen oder in einem flüssigkeitsundurchlässigen Kanal verlegt und ausgelaufenes Heizöl in einer Kontrolleinrichtung feststellbar sein. Kostenträger sind die Hauseigentümer. 

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SERVICE

Online-Vortrag: Einsatz Brennstoffzelle - Technologie, Wirtschaftlichkeit und Förderung


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Energieberater Stephan Herpertz stellt neue Heiztechnologie vor. ©Meike Böschemeyer






Stephan Herpertz, Energieberater Verbraucherzentrale NRW informiert Interessierte über die Brennstoffzellenheizung.

Der Onlinevortrag findet statt am Montag, dem 8. März 2021, zwischen 19:00 - 20:30 Uhr

Die Brennstoffzellenheizung kann eines der Heizungssysteme werden, die die Energiewende voranbringen. Aber welchen Nutzen haben diese Heizungen gegenüber herkömmlichen Gasheizungen schon jetzt? Welche Brennstoffzellen-Systeme werden bereits angeboten? Diese und weitere Fragen beantwortet der Referent Stephan Herpertz, Energieberater Verbraucherzentrale NRW, in seinem Online-Vortrag. Die Teilnehmer*innen erfahren, wie die Energiebilanz einer Brennstoffzellenheizung aussieht, welche Kosten und welcher Nutzen zu erwarten sind sowie welche Fördermöglichkeiten für diese Heizsysteme bestehen. Der Referent gibt einen Einblick über die Bedeutung von Brennstoffzellen bei der zukünftigen Energieversorgung.

 

Falls der Link sich nicht automatisch öffnet: bitte URL kopieren und in die Adresszeile im Browser einsetzen. Für alle Teilnehmenden sind Mikrofon und Kamera automatisch ausgeschaltet. Als Ausrüstung sind nur Lautsprecher oder Kopfhörer notwendig.
 
Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Bonner Energie Agentur. 
 
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BUNDESPOLITIK

Nur noch bis zum Jahresende: Sonderabschreibung für Mietwohnungsbau - Strenge Vorgaben für Baukosten und Vermietungszeitraum


Wer Mietwohnungen neu bauen und von der Sonderabschreibung profitieren möchte, muss seinen Bauantrag vor dem 1. Januar 2022 stellen. Darauf weist Eigentümerverband Haus & Grund hin. Vor zwei Jahren wurde die Sonderabschreibung zur Förderung des Mietwohnungsneubaus von bis zu fünf Prozent pro Jahr für die Anschaffungs- oder Herstellungskosten neuen Wohnraums eingeführt. Die Abschreibung kann im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung und in den drei Folgejahren in Anspruch genommen werden.

Bedingungen: Nur Wohnungen bis zu einem Quadratmeterpreis von 3.000 Euro Baukostenobergrenze sind förderfähig. Außerdem muss die Wohnung im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung und in den folgenden neun Jahren vermietet werden. Das muss auch bei einem zwischenzeitlichen Verkauf sichergestellt sein. Andernfalls muss der Steuervorteil zurückgezahlt werden. Zu berücksichtigen ist, dass eine Wohnung als neu gilt, wenn sie im Jahr ihrer Fertigstellung angeschafft wurde.

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BUNDESPOLITIK

Mietervertreter für schlechtere Wohnraumversorgung - Haus & Grund kritisiert Mietenstopp-Forderung – Solvente Mieter werden entlastet


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 H&G-Präsident Kai Warnecke
 ©H&G Deutschland



Haus & Grund Deutschland zeigte sich erstaunt über die Forderung des Deutschen Mieterbundes nach einem sechsjährigen bundesweiten Mietenstopp. „Dieses Instrument der Mangelverwaltung stellt gerade einkommensschwache Haushalte auf dem Wohnungsmarkt ins Abseits. Die sogenannten Sozialverbände kreieren einen Wohnungsmarkt, auf dem nur noch die Starken eine Wohnung finden können“, kommentierte H&G-Präsident Kai Warnecke. Spätestens seitdem es in Berlin den Mietendeckel gebe, müsse jeder begriffen haben, dass Preisdeckel das Angebot verknappen und vor allem solvente Mieter im gehobenen Segment entlasten.

Haus & Grund wies darauf hin, dass es eine große sozialpolitische Errungenschaft sei, dass der Staat bedürftige Mieter unterstützt. Es sei schon paradox, wenn nun Mietervertreter, Sozialverbände und Gewerkschaften dazu aufriefen, Sozialpolitik zu reprivatisieren. „Der Staat bietet – beispielsweise mit dem Wohngeld – zielgenaue Hilfen an. Die Vorstellung, alle Mieter seien bedürftig, geht vollkommen an der Realität vorbei. Und das Gleiche gilt für die Forderung nach einem Mietenstopp“, sagte Warnecke.

Geradezu grotesk sei es dann noch, die Forderung nach einem Mietenstopp für alle mit dem klima- und altengerechten Umbau unserer Gebäude zu verknüpfen. „Der klimagerechte Gebäudebestand ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Hier will man die halbe Gesellschaft aus der Mitverantwortung entlassen – ohne Ansicht ihrer tatsächlichen Leistungsfähigkeit, nur weil sie die Eigenschaft haben, Mieter zu sein. Das ist schon eine besondere Form der Entsolidarisierung“, gab Warnecke zu bedenken. 

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BONNER BAUPERSPEKTIVEN

Direktorenvilla wiederbeleben – Teil Beueler Industriegeschichte


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Ruine statt Direktorenvilla.
Das soll sich ändern.
©Rolf Tanski.


Über den bedauernswerten Zustand der ehemaligen Direktorenvilla Marquardt in Beuel wurde in der Februarausgabe von Haus & Grund aktuell berichtet. Einer unserer Autoren, der Journalist Rolf Tanski, widmete sich dem erbarmungswürdigen Zustand des Gebäudes, in dem jahrzehntelang die geschäftspolitischen Entscheidungen des Traditionsunternehmens fielen. Eigentümerin des Gebäudes ist heute Evonik Technology & Infrastrukture GmbH. Der klangvolle Name hat am Zustand des Hauses nichts geändert. Es ist seit langer Zeit eingerüstet. Vielleicht, um es vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Nicht nur Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, auch der Bürgerinitiative für den Beueler Osten, missfällt die Situation. Ideen gibt es, aber niemand greift sie auf.

Die Bonner SPD will nun, dass die Situation an der Königswinterer Straße in der Stadtpolitik diskutiert wird. Der langjährige Stadtverordnete Herbert Spoelgen, neuer Vorsitzender des Denkmalausschusses, setzt die Zukunft der Ruine auf die Tagesordnung: „Teile der Villa stehen unter Denkmalschutz aber für den Erhalt wird nichts getan.“ Ihr Zustand sei jämmerlich, obwohl der Bereich, in dem sie steht, industriegeschichtlich eine große Rolle für Beuel spielt. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Beuel, Petra Maur, steht hinter der großen Anfrage an die Stadtverwaltung. Das Quartier zwischen Auguststraße, Siegburger Straße und Röhfeldstraße soll sich in Zukunft zu einem urban gemischten Gebiet wandeln, Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeiteinrichtungen sollen zu einer Belebung dieses Beueler Teils führen. Daher wäre eine sanierte Direktorenvilla mit öffentlicher Nutzung ein wichtiges Puzzleteil hierfür, da passe eine in Stand gesetzte Villa mit einer öffentlich zugänglichen Nutzung gut hinein. 

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