Newsletter von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 11.02.2021

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Frist für Abgabe der Steuererklärung für 2019 verlängert


Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2019 wird für alle verlängert, die dabei die Hilfe eines Steuerberaters o.ä. in Anspruch nehmen. Die Frist, die nach bisherigem Recht Ende Februar 2021 ablaufen würde, wird automatisch um sechs Monate verlängert. Ein Antrag ist hierzu nicht erforderlich. Ausnahme: Hat das Finanzamt bereits eine frühere Abgabe der Erklärung nach § 149 Abs. 4 AO angeordnet (z.B. weil frühere Steuererklärungen verspätet abgegeben wurden), gilt die Fristverlängerung nicht. Auch gilt sie nicht für diejenigen, die ihre Erklärung allein ohne Hilfe steuerberatender Stellen erstellen.

Außerdem wird die bisher 15-monatige zinsfreie Karenzzeit des § 233a Abs. 2 Satz 1 AO für den Besteuerungszeitraum 2019 um 6 Monate verlängert. Das gilt dann sowohl für Erstattungs- auch für Nachzahlungszinsen.

An der noch ausstehenden Zustimmung des Bundesrates zu dem am 28.1.21 beschlossenen Gesetzentwurf bestehen aktuell keine Zweifel.

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Anmelden zur Offenen Gartenpforte 2021


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Wild, bunt, kreativ – einfach schön. Ein Bonner Garten mit offener Pforte aus dem Jahr 2019. ©Friedel Frechen


Wer das Corona-Jahr 2020 dazu genutzt hat, den heimischen Garten herzurichten, hat 2021 hoffentlich wieder die Gelegenheit, diesen bei der "Offenen Gartenpforte" zu präsentieren: Bis 31. März können Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer im Rheinland sich zu der beliebten Aktion anmelden.

Nachdem die Offene Gartenpforte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, planen die Organisatoren die Aktion dieses Jahr mit angepasstem Hygienekonzept durchzuführen – vorausgesetzt, dass Veranstaltungen nach der dann gültigen Coronaschutzverordnung wieder möglich sind.

Geplant sind derzeit Termine an drei Wochenenden: 8./9. Mai, 5./6. Juni und 18./19. September 2021. Anmeldungen sind bis Ende März online möglich unter www.offene-gartenpforte-rheinland.de. Dort informieren die Organisatoren zudem über die notwendigen Hygienemaßnahmen. 

Die teilnehmenden Gärten werden nach Anmeldeschluss mit einem Kurzporträt auf der Website veröffentlicht. Eine Broschüre wird in diesem Jahr aufgrund der sich ständig ändernden Situation nicht gedruckt.

Die Aktion Offene Gartenpforte wurde im Rheinland 2002 ins Leben gerufen und geht auf eine Initiative in England aus dem Jahre 1927 zurück. In Kooperation mit der Stiftung Schloss Dyck als koordinierende Stelle für das nördliche Rheinland ist das Amt für Umwelt und Stadtgrün der Stadt Bonn für das südliche Rheinland federführend zuständig. 2019 waren allein in Bonn und Umgebung wieder 170 grüne Paradiese geöffnet, die den Besucherinnen und Besuchern viel Inspiration lieferten.

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg ermuntert seine Mitglieder, mit sehenswerten Hausgärten an dieser Parade des Grüns am Eigenheim teilzunehmen. 

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Kondome in die Graue Tonne – Sexpuppen in den Wertstoffhof - BonnOrange bittet: Sex- und Intimpflegeprodukte richtig entsorgen


Es muss darüber geredet werden. Immer mehr Sex- und Intimpflegeprodukte landen im Abfall. Welche der unterschiedlichen Lusthelfer wie entsorgt werden sollen, wissen die wenigsten. BonnOrange, das Abfallentsorgungsunternehmen der Stadt Bonn, gibt Hilfestellung:

Benutzte Hygieneprodukte und Präservative wie Kondome gehören zum Beispiel in den Restabfall bzw. die Graue Tonne, um sie der thermischen Verwertung zuzuführen. Doch wie werden eigentlich Sexspielzeuge mit oder ohne Batterien, Glas oder gar Gummipuppen richtig entsorgt?

Mit diesem Thema beschäftigt sich ein neuer Beitrag in der Rubrik "Tipps & Tricks" auf den Internetseiten von bonnorange.de.

In Kürze: Die meisten Sexspielzeuge aus Silikon gehören in den Restabfall. Elektronische Sextoys mit festverbauter Elektronik oder Akku zählen wiederum zu den Elektrokleingeräten. Sie müssen umweltverträglich entsorgt werden, so z.B. durch Rücknahme durch die Geschäfte, die sie verkauft haben. Bei allen elektronischen Geräten oder sperrigen Produkten besteht die Möglichkeit, sie auf einem der beiden Wertstoffhöfe von bonnorange abzugeben. Das gilt auch für Sexpuppen aus Silikon.

 
Ausführliche Hinweise zum Thema Entsorgung von Sexspielzeug und Intimpflegeprodukte einschließlich einer Infografik kann abgerufen werden unter: www.bonnorange.de/nachhaltigkeit/tipps-tricks/tipps-tricks/sexspielzeug-richtig-entsorgen.

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KOMMUNAL / REGIONAL

Ideen zur Neugestaltung der Bonner Rheinuferpromenade gefragt


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Blick auf einen Teil des Wettbewerbsgebietes zur Aufwertung des
Rheinufers. ©Bundesstadt Bonn


Die Neugestaltung der Rheinuferpromenade unterhalb der Bonner Innenstadt zwischen Zweiter Fährgasse und Rosental wird konkreter. Um Gestaltungsvorschläge zu entwickeln, ist ein Wettbewerb mit Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern vorgesehen. Zuvor findet eine digitale Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger statt, bei denen Vorschläge und Anregungen eingebracht werden können. Oberhalb der Promenade befinden sich bedeutende Gebäude der Stadt wie die Beethovenhalle und die Oper, aber auch der renovierte Alte Zoll, das Albertinum und das Beethoven-Gymnasium.

Die neue "Stadtregierung" will endlich Nägel mit Köpfen machen und dem Rheinufer nach jahrzehntelangen Diskussionen und tatenlosen Folgen ein neues Gesicht geben. Die Bau- und Kulturverwaltung der Stadt Bonn wünscht sich eine deutliche Aufwertung und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Anträge auf Zuschüsse aus den Förderprogrammen bis 2025 wurden bereits gestellt. Nun geht es darum, die Planung zu konkretisieren. Einen wichtigen Beitrag soll die Kreativität der Bonnerinnen und Bonner dabei leisten.

Die Ideen aus der Bürgerschaft werden in einem Wettbewerb mit bedacht.
Die Beteiligung findet pandemiebedingt nur online auf www.bonn-macht-mit.de vom 19. Februar bis 7. März 2021 statt.
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Informationen im Internet
Umfangreiche Informationen zur Neugestaltung der Bonner Rheinuferpromenade samt den Beteiligungsmöglichkeiten sind auf der städtischen Internetseite www.bonn.de/masterplan-rheinufer zu finden.
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KOMMUNAL / REGIONAL

Die Zahl: 1047 Objekte


Das Städtische Gebäudemanagement Bonn ist zuständig für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von 531 Liegenschaften und 1047 Objekten im Stadtgebiet. Das Budget beträgt zurzeit 150 Millionen Euro. 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Planung, Bau, Sanierung und Unterhaltung zuständig. Um die Aufgabenflut zu bewältigen, hat das SGB einige hochkarätige Ingenieursstellen ausgeschrieben. 

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KOMMUNAL / REGIONAL

Photovoltaik in Kläranlagen spart 129 Tonnen CO2 pro Jahr ein


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Das neue "Sonnenkraftwerk" auf der Kläranlage Bad Godesberg. ©Bundesstadt Bonn


Die Stadt Bonn hat Mitte Januar 2021 eine neue Photovoltaikanlage in der Kläranlage Bad Godesberg in Betrieb genommen. Drei der vier städtischen Kläranlagen (Bad Godesberg, Duisdorf und Bad Godesberg) sind mit Photovoltaik auf einer Fläche von 1773 Quadratmetern ausgestattet, die mit einer Leistung von 275,4 kWp rund 219.000 Kilowattstunden Kohlendioxid-neutralen Strom pro Jahr erzeugen. Damit spart die Stadt pro Jahr  129 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ein.

In der Kläranlage Bad Godesberg am Rande des Freizeitparks Rheinaue wurden 261 Solarmodule auf zwei Dächern und einer Freifläche auf 402 Quadratmetern installiert. Laut Prognose können sie zirka 63.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen, der komplett dem Betrieb der Kläranlage dient. Die Photovoltaikanlage hat eine Leistung von 77,8 kWp und spart pro Jahr etwa drei Prozent der jährlichen Stromkosten ein. „Das mag zunächst wenig erscheinen, wichtig ist aber der Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxids“, so Tiefbauamtsleiter Peter Esch.

Die 1274 Quadratmeter große Photovoltaikanlage in der Kläranlage Salierweg hat eine Höchstleistung von 185 kWp und erzeugt rund 150.000 kWh Strom pro Jahr. Die mit 97,4 Quadratmetern kleinste Anlage steht auf dem Gelände der Kläranlage Duisdorf. Sie produziert 8000 Kilowattstunden Strom pro Jahr bei einer Höchstleistung von 12,6 kWp.

Eine Photovoltaikanlage in der Kläranlage in Beuel ist in Planung.

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LANDESPOLITIK NRW

Wohnraumförderung für Fassadenbegrünung


Der Klimawandel erfordert ein Umdenken bei der Modernisierung von Wohnraum. Mit einer gezielten Förderung durch die Modernisierungsoffensive, einer Initiative im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung, treiben die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Wohnungswirtschaft die Erneuerung ganzer Wohnviertel voran. Im Fokus dabei stehen insbesondere auch die Begrünung von Fassaden und Dächern.

In Münster hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, ein best-practice-Beispiel für die Fassadenbegrünung im öffentlichen Wohnungsbau der Wohn + Stadtbau GmbH in der Aaseestadt vor. Die Fassaden, hinter denen 48 Wohnungen entstehen, werden vom Land NRW mit Millionenbeiträgen gefördert. 

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LANDESPOLITIK NRW

Änderung der Landesbauordnung: Barrierefreiheit ist mehr als „wohlwollende Nettigkeit“ – Landesbeauftragte sieht Verbesserungsbedarf


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Claudia Middendorf, beauftragt  für Menschen
mit Behinderung.
© Land NRW






Am 1. Januar 2019 ist das Landesbaumodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Eines der Ziele der Neufassung der Landesbauordnung war die stärkere Gewichtung des barrierefreien Wohnens. Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten, sieht deutlichen Verbesserungsbedarf und fordert eine Anpassung des Änderungsgesetzes.

Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu wahren, zu gewährleisten, zu fördern und zu schützen. Für Nordrhein-Westfalen wurde die Umsetzung der UN-BRK mit dem Inklusionsgrundsätzegesetz verankert. Der Änderungsentwurf widerspricht den Grundsätzen der UN-BRK.

Es müsse noch mehr in Barrierefreiheit investiert werden. Barrierefreiheit sei mehr als eine wohlwollende Nettigkeit. Sie muss eine Selbstverständlichkeit werden, um gleichberechtigte Teilhabe zu stärken. Durch die Neufassung der Landesbauordnung geschähe das Gegenteil. Die Teilhabe sei geschwächt worden, statt sie zu verstärken. 

Ein Wegfall der Regelungen zum nachträglichen Einbau von Treppenliften ist ebenso wenig hilfreich wie ein Aufzug, der zwar barrierefrei erreichbar, jedoch nicht barrierefrei sein muss.

Barrierefreies Bauen und Wohnen muss zum neuen Standard werden und nicht mitunter auf bestimmte Räume und Zugänge beschränkt sein.

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BONNER BAUJUWELEN

BTHVN-Kapitell am Bonner Münster enthüllt. Zwei Bonner Marken in Stein gemeißelt


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BTHVN – aus dieser Buchstabenkombination entstand ein neues Kapitell am Münster. ©Meike Böschemeyer



Zwei Urgesteine unserer Stadt gingen eine Verbindung der besonderen Art ein: Das 900 Jahre alte Bonner Münster und der 250 Jahre alte Ludwig van Beethoven. Die Paraphe des weltberühmten Komponisten wurde an der Außenwand des Hochchores der Basilika als Gestaltung eines neuen Kapitells enthüllt: BTHVN. Es sind die Buchstaben seines Namens, in denen die Vokale fehlen. Damit unterschrieb das in der Bonngasse geborene Genie Teile seiner Briefe und Partituren. Wiederbelebt wurde die Paraphe von der Beethovenjubiläums-GmbH, die damit weltweit für den berühmtesten aller Bonner warb. Nun hat das Akronym, hoffentlich für viele weitere Jahrhunderte und "niedergeschrieben" durch Steinmetzkunst, seinen Platz gefunden.

Beethoven und das Münster gehören zusammen. Der junge Ludwig erhielt dort vom damaligen Münster-Organisten Unterricht. Beethoven spielte auch die Orgel in der Basilika. Der junge Beethoven besuchte ferner die Münsterschule, die sich damals im Kapitelsaal befand.

Wie es dazu kam? Eines der Kapitelle an der Apsis war so zerstört, dass es nicht mehr saniert werden konnte, sondern ersetzt werden musste. Der alte Stein genügte den statischen Anforderungen nicht mehr. Bislang waren die Flechtwerkkapitelle an der Apsis der Basilika weitgehend unberührt von den Sanierungsarbeiten geblieben. Die Kapitelle stammen aus dem 19. Jahrhundert. Ein Replikat war nicht gewünscht. Etwas Neues musste her, das eine neue Geschichte für die Steine am Münster schreiben konnte. Die Entscheidung fiel für einen Beitrag des 21. Jahrhunderts. Schnell wurde die Idee geboren, dem Kapitell die Buchstabenkombination Beethovens zu geben, um die Ära der Sanierung des Gotteshauses mit dem Jubiläums-Geburtsjahr des Komponisten zu verbinden

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