Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 18.05.2020

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SWR-Recherche zu Mietstundungen für Unternehmen: Betroffene Vermieter gesucht
 


 
Der SWR recherchiert aktuell zum Thema Mietstundungen durch Unternehmen. Das Ziel ist eine Berichterstattung für Hörfunk, Fernsehen und Online. Dazu sind die Journalisten Michael Schultz und Judith Brosel dringend auf der Suche nach betroffenen Vermietern, die bereit wären, ihnen ihre Erfahrungen zu diesem Thema zu schildern. Sie suchen vor allem nach Vermietern, denen Unternehmen mitgeteilt haben, dass sie aufgrund der Corona-Krise die Miete aussetzen und/oder auch nach den von der Regierung verordneten Schließungen reduzieren wollen und die sich in ihrem Vorgehen wenig gesprächsbereit zeigten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte möglichst kurzfristig an unseren Hauptgeschäftsführer Markus Gelderblom (0228/96 92 670, mgelderblom@hug-bonn.de). "
 

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Geschäftsstelle wieder geöffnet - Gute Besucherfrequenz bei konsequenter Hygiene - Videokonferenzen statt Sitzungen

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 Hüter der Hygiene: Ludwig van Beethoven






Erster Hygienetester: Pressesprecher Friedel Frechen
Fotos (2) Markus Gelderblom







Videokonferenz über Medienthemen.
Foto: Friedel Frechen







Trotz aller Technik und digitaler Kommunikationsmöglichkeiten über Smartphone, SMS, E-Mal oder Video-Konferenz,  es geht offenbar nichts über das persönliche Gespräch.

Bereits am ersten Tag der Wiedereröffnung nach der Coronavirus-Zwangspause nutzten Mitglieder die Möglichkeit, die Geschäftsstelle von Haus & Grund Bonn Rhein-Sieg wieder persönlich aufzusuchen, Formulare zu erfragen, gedrucktes Informationsmaterial mitzunehmen und Fragen vor Ort zu erstellen.

Hauptgeschäftsführer Markus Gelderblom und sein Team freuen sich,  das Publikum zu den üblichen Geschäftszeiten (Mo - Do 8.00 bis 17.00 Uhr, Fr 8.00 bis 12.00 Uhr) bedienen zu können.

Hygiene first

Auch in der Geschäftsstelle gilt: Hygiene first. Sie liegt im Interesse aller Beteiligten, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch der Besucherinnen und Besucher. Gelderblom erläutert:  „Bitte haben Sie Verständnis, dass sich nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig im Empfangsbereich aufhalten und dabei den erforderlichen Abstand einhalten. Hierdurch kann es zu kurzen Wartezeiten auch außerhalb der Geschäftsstelle (Hausflur oder im überdachten Bereich vor dem Haupteingang) kommen.“

Dem Virus keine Chance

Hüter der Hygienemaßnahmen ist kein geringerer als das jüngste Mitglied der Geschäftsstelle: Die Figur Ludwig van Beethoven zeigt, bekleidet mit einem Mundschutz, was richtig ist. Nach dem Eintritt in die Geschäftsstelle werden die Besucherinnen und Besucher gebeten, sich einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen, am besten den eigenen. Wer keinen Schutz dabei hat, kann bei H&G eine entsprechende Maske erhalten und ggf. auch erwerben. Eine weitere Maßnahme  ist die Desinfektion der Hände.

Für ein persönliches Beratungsgespräch wurde der große Sitzungsraum umgestaltet. Dort, wo der H&G-Vorstand tagt oder Seminare stattfinden, wurde eine großzügige Beratungszone eingerichtet. Berater und Ratsuchende werden durch eine Plexiglasscheibe getrennt. Beide sind damit auf der sicheren Seite. Das Beratungsgespräch kann dort diskret und vertraulich erfolgen. Für die persönliche Rechtsberatung bitte die Geschäftsstelle um vorherige Terminvereinbarung, da die technischen Schutzmaßnahmen zu einer Reduzierung der Beratungsgespräche führen.

Damit es auch auf der Mitgliederseite nicht zu Wartezeiten kommt, rät die Geschäftsstelle dazu, auch weiterhin vorzugsweise telefonische oder Video-Beratungen zu nutzen. Das erspart unnötige Wege.

Gremien tagen über Video

Während Vorstand und Beirat eine Sitzungspause eingelegt haben und sich erst im Juni wieder treffen, finden anderen Kontakte in der Vereinsführung über Videokonferenz statt. Unser Foto zeigt die Redaktionskonferenz mit Chefredakteur Werner P. D’hein, Hauptgeschäftsführer Markus Gelderblom und Pressesprecher Friedel Frechen.

 

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Standpunkte in Haus & Grund aktuell (Maiausgabe)


Standpunkt von Dirk Vianden: „Ohne Lobby kein Gehör“

Auf die Bedeutung einer professionellen Interessenvertretung für Haus- und Grundeigentümer hat H&G-Vorsitzender Dirk Vianden im Editorial der Maiausgabe unseres Magazins hingewiesen. Die in der Bundespolitik erstrittenen Ergebnisse zugunsten unserer Mitglieder wären ohne den Einsatz der Eigentümergemeinschaft nicht erreicht worden. Vianden: „Ohne Lobby finden wir in der Politik kein Gehör“. Der Vorsitzende wirbt bei allen Hauseigentümern, sich der Solidargemeinschaft H & G anzuschließen, damit die Organisation zu stärken und die Durchsetzungsfähigkeit zu erhöhen. Es war ein erfolgreicher Kraftakt, Coronahilfen des Bundes, die nach ersten Plänen weitgehend an den Eigentümern vorbeigegangen wären zu verändern, der Regierung ihre Einseitigkeit vor Augen zu halten und sie schließlich zu überzeugen.
 
Standpunkt Werner P. D’hein: „Bäder-Konzept aus der Mottenkiste“

Das wieder einmal neue Bäderkonzept löst bei Chefredakteur Werner P. D’hein keinen Begeisterungstaumel aus. In seiner Rubrik: „zugespitzt“ meint er u.a. „Nach dem plötzlichen Tod des Projektes ‚Zentralbad‘ komme nun die Wiederauferstehung der dezentralen Schwimmer-Landschaft für drinnen und draußen. Jedem Stadtbezirk das Seine, heißt das neue Stück mit Stoff aus der Mottenkiste. Ob es allerdings je seine Premiere erlebt, ist eher unwahrscheinlich. Zu viele Regisseure und kein Intendant, fürchtet WPD.“
           
Standpunkt Friedel Frechen: „Verschieben oder festhalten?“

Mit der Frage, ob die am 13. September geplanten Kommunalwahlen in NRW stattfinden oder verschoben werden sollten, beschäftigt sich Pressesprecher Friedel Frechen im „Standpunkt“ der Maiausgabe. Wahlen gehörten in der Demokratie zu den wichtigsten Instrumenten der Meinungsbildung, mit Wahlterminen spiele man nicht. Wahlen seien Rechte des Souveräns, der Bürgerinnen und Bürger und verfassungsrechtlich garantiert. Dagegen beschreibt er schwerwiegende Gründe, die für eine Verschiebung sprechen könnten. Das sind vor allem die Einschränkungen bei Veranstaltungen aller Art, die für die politische Meinungsbildung und für die Werbung um Programme und Kandidierende von Bedeutung sind. Der Streit um die besten politischen Ideen müsse möglich sein, auch zwischen den Bewerberinnen und Bewerbern um die zu besetzenden politischen Ämter. Der Austausch von Argumenten, die Frage nach Rechenschaft über versprochene Leistungen seien seit Wochen nicht möglich. Digitale Kommunikation seien kein gleichwertiger Ersatz. Zum fairen Wahlkampf gehöre Chancengleichzeit, meint Frechen. Parteitaktische Überlegungen sollen zurückstehen.

 

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Grundstücksmarktbericht: Eigentumswohnungen und Baugrund verteuern sich weiter


Rund 1,5 Milliarden Euro wurden im Jahr 2019 insgesamt auf dem Bonner Immobilienmarkt umgesetzt. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2020 hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Bundesstadt Bonn zum Stichtag 1. Januar 2020 erarbeitet hat.

Insgesamt 3.148 Fälle werteten die Experten aus, im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 17 Prozent mehr  (2018: 2.682). Umgesetzt wurden  1,5 Milliarden Euro, 12 Prozent weniger als 2018 (1,7 Milliarden Euro). 

Der Geldumsatz bei den bebauten Grundstücken verringerte sich von rund 1,2 Milliarden Euro auf rund 907 Millionen Euro (-25 Prozent). Besonders stark war der Rückgang bei den Mehrfamilienhäusern (-36 Prozent) und bei den Büro- und Geschäftsobjekten (-29 Prozent). Sowohl bei den unbebauten Grundstücken als auch bei den Eigentumswohnungen hat sich dagegen der Geldumsatz gesteigert.

Tendenz für Ein- und Zweifamilienhäuser in mittleren bis guten Wohnlagen, die  die Preise steigen weiter.  So wurde beispielsweise für eine Neubaudoppelhaushälfte mit einem etwa 320 Quadratmeter großen Grundstück und einer Wohnfläche von rund 150 Quadratmetern ein durchschnittlicher Kaufpreis von 620.000 Euro erzielt. Teuer wurden die knapper werdenden Grundstücke. Für baureife Grundstücke (Ein-/Zweifamilienhäuser) wurden sieben Prozent mehr, für baureife Grundstücke bei Mehrfamilienhäusern 14 Prozent mehr gezahlt. Bodenrichtwerte in Beispielen:  Sie betragen für Einfamilienhausgrundstücke in der Bonner Südstadt 930 EUR/m² für 300 m², im Duisdorfer Oberdorf 590 EUR/m² für 500 m², in Beuel-Süd, „Elsa-Brändström-Straße“ 670 EUR/m² für 500 m² und in Bad Godesberg „Am Stadtwald“ 730 EUR/m² für 800 m².

Eigentumswohnungen wurden  in allen Baualtersklassen teurer: Durchschnittspreise der Neubau-Wohnungen (bis drei Jahre alt) sind um 10,4 Prozent, die der fünf bis 30 Jahre alten Wohnungen um rund 9 Prozent, die der 30 bis 50 Jahre alten Wohnungen um rund 9,4 Prozent und die der 50 bis 70 Jahre alten Wohnungen um rund 9,1 Prozent gestiegen.  Auch die Gründerzeitwohnungen sind nach gleichbleibenden Preisen im Vorjahr im Durchschnitt 7,9 Prozent teurer geworden.

In Beuel-Zentrum sowie in Godesberg/Rheinnähe werden die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen erzielt. Den „Rekord“ hielt eine Immobilie im Stadtbezirk Bad Godesberg, für die im vergangenen Jahr mehr als 7.300 Euro pro Quadratmeter gezahlt wurde.

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Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwertkarte im Internet

Die Bodenrichtwerte und der Grundstücksmarktbericht können im Informationssystem der Gutachterausschüsse in NRW unter  www.boris.nrw.de abgerufen werden. Der Grundstücksmarktbericht kann dort auch kostenlos als pdf-Dokument heruntergeladen werden. 
Gegen Gebühr sind Druckfassungen der Bodenrichtwertkarte und des Grundstücksmarktberichtes erhältlich. Sie können formlos unter  gutachterausschuss@bonn.de bestellt werden.

 

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Herr der "Bonner Unterwelt" im Ruhestand - Dr. Hendrik Walther war für fast 1000 km Kanal und vier Klärwerke verantwortlich

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Große Dimensionen: Kanalbau Rosental. Fotos (2): Bundesstadt Bonn



Ohne die „Bonner Unterwelt“ gebe es keine Stadt, ohne Kanäle und Kläranlagen keine Bebauung. Nach 17 Jahren an der Spitze der Stadtentwässerung des Tiefbauamtes verabschiedete sich Dr. Hendrik Walther aus dem aktiven Dienst. Sein Nachfolger steht bereits fest: Nicolas Vallender, Sachgebietsleiter des Bereichs Abwasserableitung und Gewässer, übernahm ab 1. Mai 2020.

Dr. Walther, Biochemiker mit Japankenntnissen,  übernahm 2003 die Leitung der Bonner Stadtentwässerung. Er trug Verantwortung für eine der unterirdischen Lebensadern Bonns.  Zuvor war er viele Jahre in seiner Geburtsstadt Leipzig tätig: Umfangreiche Erfahrungen sammelte er dort als Prokurist und Unternehmensbereichsleiter bei den kommunalen Wasserwerken. Bereits seit 1992 war er auch Leiter der dortigen Klärwerke und des Kanalnetzes. Der studierte Biochemiker arbeitete zudem einige Jahre als Ausstellungsleiter im Museum für Völkerkunde und war dort für Japan zuständig. So kommt es, dass er Grundkenntnisse im Japanischen hat.

"Dr. Walther war ein gefragter Interviewpartner bei allen Themen rund um das Abwasser. Er konnte komplizierte Zusammenhänge allgemein verständlich erläutern. Auch in der Kommunalpolitik genoss er Anerkennung und verlor nie die Geduld, auch nicht in langen Ausschusssitzungen", lobt Tiefbauamtsleiter Peter Esch.

Besonders wichtig waren dem 64-Jährigen die  Zusammenführung der früheren Abteilungen Kanalplanung/- bau und Kläranlagen/Kanalunterhaltung zur Abteilung Stadtentwässerung.  Zu einer modernen Stadtentwässerung gehörten für Dr. Walther auch die Bürgerberatung zur Grundstücksentwässerung und der Neuaufbau eines Gewässerbereichs, den er vorangetrieben hat sowie die Anpassung der Infrastruktur an den Klimawandel.

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Das Bonner Kanalnetz

Das  Bonner Entsorgungsgebiet ist 75 Quadratkilometer groß. Die Länge der Mischwasserkanalisation beträgt rund 950 Kilometer. Der älteste Kanal stammt von 1862 und liegt unter dem Münsterplatz. Es gibt circa 80 Abwasserpumpwerke. Die Ausbaukapazität der Kläranlagen liegt bei 533.250 EW (Einwohnerwerten). Die Länge der Schlammdruckleitungen beläuft sich auf ungefähr 10 Kilometer. Die Jahresabwassermenge beträgt circa 34 Millionen Kubikmeter. 50.000 Hausanschlüsse sind mit der Kanalisation verbunden, vier Klärwerke reinigen die Abwässer.

 

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Eigentümerversammlung in "Corona-Zeiten"

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Der Fall: Einladung des Verwalters zur Eigentümerversammlung in „Corona-Zeiten“
 
Mit Blick auf die derzeitige Lage in „Corona-Zeiten“ können bzw. dürfen Veranstaltungen wie die Wohnungseigentümerversammlung oft nicht stattfinden. Hier sind die jeweils gesetzlichen Regelungen (Versammlungsverbote, Kontaktverbote oder gar Ausgangssperren u.ä.) zu beachten (in NRW zum Beispiel die landesrechtliche Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus, CoronaSchVO). Die aktuellen Vorgaben ändern sich allerdings derzeit ständig und unter Umständen auch nicht bundeseinheitlich.
 
Spiegelbildlich gesprochen steht den Eigentümern im Falle entsprechender gesetzlicher Bestimmungen sogar ein Anspruch auf Absage der Versammlung zu.
 
Das Erscheinen zur Eigentümerversammlung muss den Eigentümern nämlich zumutbar sein. Diese Frage wird bislang zwar im Wesentlichen mit Blick auf die Wahl des Versammlungsorts und der Versammlungszeit erörtert, lässt sich aber auf die hier relevante Frage der Durchführung von Versammlungen zu Corona-Zeiten übertragen. Ist es den Eigentümern demnach nicht zuzumuten, zur Versammlung zu erscheinen, muss sie abgesagt werden.
 
Der Verweis auf eine mögliche (ggf. auch weisungsgebundene) Vollmachtserteilung mag zwar als praktischer Ausweg erscheinen, ist aber keineswegs rechtlich haltbar, denn zu den elementaren Rechten der Wohnungseigentümer gehört nicht nur die Ausübung des Stimmrecht, sondern auch die Möglichkeit, durch eine Wortmeldung auf der Versammlung das Meinungsbild zu seinen Gunsten zu beeinflussen, mithin an der Versammlung selbst teilzunehmen.
 
Der von vielen Verwaltern in der aktuellen Lage ersonnene Weg einer „Ein-Mann-Versammlung“ zur Umgehung eines etwaigen Versammlungsverbots basiert auf der – in den Einladungsschreiben auch oft ausdrücklich erbetenen – Nichtteilnahme der Eigentümer an der Versammlung, wodurch sich diese allerdings zur Erteilung einer Vollmacht genötigt sehen. Dies kommt im Ergebnis der Vereitelung des Teilnahmerechts gleich.
 
Angesichts des elementaren Stellenwerts, welcher dem Teilnahmerecht an der Versammlung zukommt, erscheint es dringend angeraten, bereits terminierte Eigentümerversammlungen abzusagen und zumindest bis zu einer Aufhebung der Versammlungs- und ggf. auch Kontaktverbote sowie bis zu einer Normalisierung der Lage zurückzustellen. Soweit nämlich trotz Anspruchs auf Absage die Eigentümerversammlung gleichwohl abgehalten wird, können hinsichtlich der dort gefassten Beschlüsse u.U. erfolgreich Beschlussanfechtungsklagen erhoben werden, zumindest wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die Nichtteilnahme der Anfechtenden auf das jeweilige Beschlussergebnis ausgewirkt hat.
 
Die bewusste Einladung zur Unzeit kommt übrigens einer gezielten Nichtladung gleich, was sogar die Nichtigkeit gefasster Beschlüsse zur Folge hat.
 
Hinsichtlich des Gesagten ist weiter zu bedenken, dass durch die Einladung des Verwalters in Corona-Zeiten unnötige Kosten für die Wohnungseigentümer ausgelöst werden, dies insbesondere auch dann, wenn nicht nur für Raummiete und Anfahrten Geld der Kunden aufgewendet werden muss, sondern auch der Verwalter für entsprechende Leistungen vergütet wird. Weil dem Verwalter die skizzierte Rechtslage klar sein müsste, drohen ihm hier Schadensersatzansprüche. Im Falle erfolgreicher Beschlussanfechtungsklagen dürften zudem die Verfahrenskosten gemäß § 49 Abs. 2 WEG zu seinen Lasten gehen.

 

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Haus & Grund: CO2-Komponente im Wohngeld ist richtig - Umwelt- und Sozialpolitik sinnvoll miteinander verzahnt


Die CO2-Bepreisung bei Heizöl und Gas darf nicht zu Härten bei Wohngeldempfängern führen. Deshalb begrüßt H&G, dass der Bundestag nun eine zehnprozentige Erhöhung des Wohngeldvolumens beschlossen hat.  Die Eigentümergemeinschaft verweist auf die Bedeutung des Wohngeldes für Personen mit niedrigem Einkommen. Gerade jetzt in Krisenzeiten zeigt sich, wie wertvoll dieses Instrument ist, um beispielsweise von Kurzarbeit Betroffene bei den Wohnkosten zu entlasten. Wohngeld müsse insgesamt besser bekannt gemacht werden, gerade mit Blick auf die Corona-Krise. Vielen Mietern und selbstnutzenden Eigentümern sei das Wohngeld gar nicht bekannt, obwohl sie möglicherweise berechtigt wären.

Die CO2-Komponente im Wohngeld soll die Mehrkosten ausgleichen, die entstehen werden, wenn ab dem kommenden Jahr die Klimaschädlichkeit der Verbrennung von Öl und Gas einen Preis bekommen soll. Der Eigentümerverband Haus & Grund hatte sich im Grundsatz auch für eine CO2-Bepreisung ausgesprochen – allerdings in Form eines echten europäischen Zertifikatehandels. Mit dem Bundestagsbeschluss werden wichtige umwelt- und sozialpolitische Ziele sinnvoll miteinander verzahnt.

 

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Umfrage: Mietausfälle steigen in der Corona-Krise spürbar - Haus & Grund forder Unterstützung für private Vermieter


In der Corona-Krise steigen die Mietausfälle spürbar. Das ergab eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Eigentümerverbands Haus & Grund Deutschland unter 1.003 Mietern.  Danach geben 6,9 Prozent der Mieter an, wegen der Corona-Krise ihre Miete nicht mehr zahlen zu können. H&G geht davon aus, dass die Ausfälle im Verlauf der Krise weiter zunehmen werden. So konnten 17,6 Prozent der befragten Mieter noch nicht abschätzen, ob sie ihre Miete weiterhin zahlen können.

Die privaten Vermieter sind das Rückgrat des deutschen Mietwohnungsmarktes. 57 Prozent der privaten Vermieter hätten nur eine Mietwohnung. Wenn hier die Miete ausfalle, seien die Probleme groß – zumal wenn sie selbst als Gastronom, Handwerker oder Freiberufler von der Krise betroffen seien. Zahlreiche Vermieter gingen zudem davon aus, dass viele Mieter auch nach der Krise nicht in der Lage sein werden, die ausgebliebenen Mietzahlungen nachzuholen.

H&G: „Deutschland kann sich eine Destabilisierung an dieser Stelle nicht leisten. Deshalb brauchen auch Vermieter jetzt schnell Unterstützung, denn sie müssen ihren Verpflichtungen weiter nachkommen können. Viele Vermieter, denen dies möglich sei, verhielten sich in diesen Wochen ihren Mietern gegenüber äußerst solidarisch und böten individuelle Lösungen an – ganz ohne staatliche Unterstützung.

 

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Erschließungs- und Ausbaubeiträge großzügig stunden - Bürger in der Corona-Krise nicht zusätzlich belasten


Kommunen, die von ihren Bürgern noch Beiträge für den Bau und den Ausbau von Straßen verlangen, sollten diese großzügig stunden. Das schlug der Verband Haus & Grund Deutschland vor, der die Interessen der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer vertritt. „Die Corona-Krise trifft jeden Bürger. Viele können ihren Beruf nicht mehr ausüben und müssen mit finanziellen Einbußen kämpfen. In dieser Zeit dürfen die Kommunen nicht business as usual machen. Bei den oft hohen Erschließungs- und Ausbaubeiträgen sollten die Kommunen jetzt kulant sein und ihren Bürgern Luft zum Atmen lassen“, forderte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Gleiches gelte für Sanierungsausgleichsbeiträge, die Eigentümer in Sanierungsgebieten an ihre Gemeinde zahlen müssten.

Kommunen können – soweit dies landesrechtlich zulässig ist — Grundstücks- und Gebäudeeigentümer an den Kosten für die verkehrsmäßige Erschließung von Grundstücken sowie am Ausbau von Straßen beteiligen. Maßstab ist meist die Grundstücksgröße oder die Grundstücksbreite. Auf einzelne Eigentümer können dann schnell fünfstellige Eurobeträge zukommen, die viele Eigentümer selbst in normalen Zeiten finanziell überfordern. Wenn die Eigentümer nun in Kurzarbeit sind oder ihren Gastronomie- oder Handwerksbetrieb nicht wie gewohnt betreiben können, sind solche Beiträge nicht mehr zu stemmen.

 

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Bonner Bauperspektiven: Planung für den Neubau von Haus Elisabeth beschlossen

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Der Eingang des heutigen Hauses Elisabeth.
Foto: Friedel Frechen




Wichtiger Schritt für die Zukunft der Seniorenzentren der Stadt Bonn: Per Dringlichkeitsentscheidung wurden Genehmigungsplanung und Kostenberechnung für einen Neubau des Alten- und Pflegeheims Haus Elisabeth in Ippendorf beschlossen. Auf dem circa 26.000 Quadratmeter großen, sehr weitläufigen Grundstück des bisherigen Hauses Elisabeth wird im hinteren Bereich eine neue stationäre Pflegeeinrichtung für pflegebedürftige ältere Menschen mit 100 Pflegeplätzen, davon 10 für separate Kurzzeitpflege, entstehen. Der Neubau soll nach seiner Fertigstellung zunächst als Interimsunterkunft für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wilhelmine-Lübke-Hauses dienen, während dieses umgebaut wird. Nach Rückkehr der Seniorinnen und Senioren ins Wilhelmine-Lübke-Haus werden die Bewohnerinnen und Bewohner des bisherigen Hauses Elisabeth den Neubau beziehen.

Die Planung sieht ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss und eingeschossigem Anbau im Erdgeschoss vor. Jeder Gebäudeflügel umfasst im Pflegebereich eine Wohngruppe mit 10 bis 15 Bewohnerinnen und Bewohnern. Geplant sind je Etage zwei Wohngruppen für je 10 Seniorinnen und Senioren im Erdgeschoss und Staffelgeschoss sowie für je 15 Bewohnerinnen und Bewohner im ersten und zweiten Obergeschoss. Jede Gruppe verfügt über einen zentralen Gemeinschaftsraum. Die beiden Gruppenräume sind auf jeder Etage benachbart platziert mit einer gemeinsamen Wohngruppenküche und Balkon zum Garten.

Die Haupt-Gemeinschaftsräume sind nach Süden zum Innenhof orientiert. Haupteingang, Verwaltung und Funktionsbereiche befinden sich im eingeschossigen Anbau im Erdgeschoss. Der Haupteingang befindet sich gegenüber dem heutigen Zugang zur Kapelle und der Begegnungsstätte. Eine Windfanganlage mit automatischen Schiebetüren führt in ein Foyer mit halboffenem Empfang. An das Foyer angrenzend ist ein großer Mehrzwecksaal mit Terrasse nach Osten geplant. Der Mehrzwecksaal ist teilbar mit Cafeteria im vorderen Bereich und Raum für weitere Angebote im hinteren Bereich.

Die Kostenberechnung geht von einem Investitionsvolumen von knapp 12,7 Millionen Euro aus.

 

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