Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 16.12.2019

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KOMMUNAL / REGIONAL
BAUEN, WOHNEN, POLITIK
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Zäsur bei Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg:  Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten tritt nach 32 Dienstjahren in den Ruhestand – Beispiellose Erfolgsbilanz - Mitgliederzahl auf über 6600, mehr als verdoppelt


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  Einpacken: 32 Jahre an der 
  operativen Spitze von H&G
  müssen verstaut werden













  Rückgabe: Helmut Hergarten
  gibt seine "Schlüsselgewalt"
  auf. Rückgabe an
  Vorsitzenden Dirk Vianden









  Stabwechsel: Vor der H&G-
  Hauptgeschäftsstelle: (r.) der
  scheidende Hauptgeschäftsführer
  Helmut Hergarten, (l.) der
  künftige Hauptgeschäftsführer
  Markus Gelderblom.
  Fotos: Meike Böschemeyer

 



Kanzler kommen und gehen, Helmut Hergarten war schon immer da und blieb. Bis zum 20. Dezember 2019. Dann tritt der 68jährige Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg nach 32jähriger Tätigkeit für die Eigentümergemeinschaft und nach 250 Gremiensitzungen mit  Vorständen und Beiräten in den Ruhestand.

Vorsitzender Dirk Vianden spricht von einer Zäsur und davon,   dass Hergarten einen sehr gut aufgestellt Verein zurücklasse: In drei Jahrzehnten, in denen der Rechtsanwalt mit drei Vorsitzenden eng zusammenarbeitete, verdoppelte sich die Zahl der Mitglieder auf inzwischen über 6600. Die Finanzen seien solide, die  Geschäftsstelle professionell besetzt. Es gebe keine andere Eigentümer-Organisation in der Region, so Dirk Vianden, die „auch nur annähernd so viele und so qualifizierte Dienstleistungen anbietet“.

Für diese Entwicklung war Helmut Hergarten maßgeblicher Steuermann.

Vor wenigen Tagen wurde der gebürtige Bonner und überzeugte Südstädter, der dort in seinem Elternhaus lebt,  aus dem  Führungsteam des Landesverbandes Haus & Grund Nordrhein und Westfalen auf dem Petersberg verabschiedet. Über viele Jahre brachte er seine Erfahrungen als stellvertretender Landesgeschäftsführer ein. Mehr als 18 Jahre lang wirkt und wirkte Hergarten in den Gremien von H&G Deutschland, der seinen Sitz in Berlin hat: Im Ausschuss für Großstadtvereine, im Rechtsausschuss und seit 2011 im Ausschuss für Wohnungspolitik.

Helmut Hergarten wurde schulisch in der Münsterschule und auf dem Beethoven-Gymnasium modelliert, studierte Chemie und danach Jura. Nach dem zweiten Staatsexamen wurde der Rechtsanwalt zunächst für drei Jahre Bundesgeschäftsführer der Helfervereinigung des Technischen Hilfswerks. Am 1. Juli 1987 übernahm Hergarten die Geschäftsführung von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg. Von 1979 bis 1994 und von 1999 bis 2004 gehörte er 20 Jahre lang dem Rat der Stadt Bonn an. Von 1998 bis 2003 führte er die Bonner CDU als Kreisvorsitzender. Helmut Hergarten war fast 30 Jahre lang - seit 1975 – Mitglied politischer oder gesellschaftsrechtlicher Gremien der Stadtwerke Bonn: Als sachkundiger Bürger und Stadtverordneter im Stadtwerkeausschuss und nach der Privatisierung der Stadtwerke in den Aufsichtsräten. Zuletzt war er Aufsichtsratsvorsitzender der Holding von SWB Energie und Wasser und SWB Verkehr.

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VEREINSNACHRICHTEN

EDITORIAL Vianden: Durchmischte politische Bilanz – Wenig Freude beim Blick aufs Rathaus


Eine durchmischte politische Bilanz zieht Haus & Grund-Vorsitzender Dirk Vianden in der Dezemberausgabe von H&G aktuell.

Wenn Dirk Vianden dabei aufs Rathaus blickt, komme kaum Freude auf. Zwar zollte er dem Oberbürgermeister und den Dezernentinnen und Dezernenten Respekt, wie die Verwaltungsführung „teils mit, teils gegen den in Gruppen und Grüppchen ausgefransten Stadtrat regieret habe“. Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen (2020) registriert der H&G-Chef vor allem eines: „Statt einer unsere Stadt entwickelnden Vision nehme ich größtenteils ein Herumdoktern im kommunalen Klein-Klein wahr, wie schade.“ H&G, so sichert Vianden den Stadtoberen zu, werde auch im kommenden Jahr die städtischen Themen nicht loslassen.

Als „eher unauffällig“ bezeichnete Vianden die Tätigkeit der schwarz-gelben Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen. Allerdings könne auch diese Regierung keine Wunder vollbringen und den täglichen Stau-Gau nicht beseitigen, der durch jahrzehntelange Versäumnisse vor allem in den Ballungsräumen entstanden sei. Dafür werde in Düsseldorf dem Thema Sicherheit wieder eine angemessene Bedeutung beigemessen. Landesinnenminister Herbert Reul sei ein Aktivposten in der Landesregierung.

Bei aller Kritik an den wohnungspolitischen Entscheidungen der Großen Koalition in Berlin, habe die Bundesregierung so manches auf den Weg gebracht. Die Halbzeit-Bilanz könne sich sehen lassen, vor allem im sozialen Bereich.

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VEREINSNACHRICHTEN

STANDPUNKT Frechen: Kommunale Demokratie hat ihren Preis


Mit der Diskussion über die Kosten von Bürgerbegehren und Bürgerentscheidungen beschäftigt sich H&G-Vorstandsmitglied Friedel Frechen im STANDPUNKT derselben Ausgabe. Demokratie habe ihren Preis. Nicht nur basisdemokratische Verfahren erforderten viel Geld, auch die Tätigkeit von Stadträten, Bezirksvertretungen oder Ausschüssen seien nicht zum Nulltarif zu haben. Sie kosteten der Stadt in einer Arbeitsperiode des Rates viele Millionen Euro. Bürgerentscheide bzw. ihre Ergebnisse könnten zu erheblichen Ausgaben aus öffentlichen Mitteln führen, was für die einen ein Ärgernis sei, für die anderen aber ein Glücksfall, auch Fehlentscheidungen des Stadtrates forderten immer wieder zu Ausgaben in bis zu dreistellige Millionenhöhe (Beethovenhalle) hinein, weil sorgfältige Planung fehlte oder weil umstrittene Projekte nach einer Kommunalwahl wieder "eingepackt" würden, wie die ehemalige Hardtbergbahn-Planung.

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VEREINSNACHRICHTEN

ZUGESPITZT D’hein: "Im Orkus. Bravo!"


In seiner Monatsglosse "zugespitzt" beschäftigt sich Chefredakteur Werner P. D’hein mit dem „Bürgergutachten“ zum Schwimmbadkonzept. „Das Ergebnis war zu erwarten: Die per Zufallsprinzip ausgewählte Hundertschaft Bürger teilte sich in Planungszellen und entschied unter professioneller Begleitung: Alle Bäder müssen bleiben, nur besser, schöner, größer, sprich aufwändiger sollen sie werden, koste es wen auch im was es wolle. 200.000 Euro gingen bei der unsinnigen Aktion in den Orkus. Bravo!“

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KOMMUNAL / REGIONAL

Gebühren: Stadt Bonn greift Hauseigentümern und Mietern in die Taschen - Abwassergebühren, Abfallentsorgungsgebühren (Müllgebühren) und die Straßenreinigungsgebühren werden für das Jahr 2020 steigen


Neujahrsgrüße von der Stadt Bonn, Abwasser-, Straßenreinigungs- und Abfallentsorgungsgebühren steigen zum 1. Januar 2020 wieder an. Die Gebührensatzungen hat der Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 12. Dezember 2019 beschlossen.

Schmutzwasser

Die Schmutzwassergebühren bleiben trotz Erhöhung noch unter dem Niveau von 2018, und die Niederschlagswassergebühren erreichen nach einer Gebührenminderung im vergangenen Jahr nun wieder die Höhe von 2018. Die Schmutzwassergebühren steigen um 2,38 Prozent (= 0,11 Euro je Kubikmeter) und die Niederschlagswassergebühren um 3,99 Prozent (= um 0,03 Euro je Quadratmeter) gegenüber 2019.

Abfallentsorgung und Straßenreinigung

Bei den Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgebühren fällt die Tariferhöhung leider deutlicher aus. Dabei sind die Kosten in den meisten Sparten gar nicht so erheblich gestiegen. Allerdings standen der Stadtverwaltung in der Vergangenheit jeweils noch Rücklagen/Überdeckungen aus Vorjahren zur Verfügung, die in die entsprechenden Gebührenkalkulationen eingestellt werden konnten. Hierdurch verringerte sich der Gebührenbedarf, der aus dem jeweiligen Gebührenaufkommen gedeckt werden muss.

Für das Jahr 2020 stehen derartige Rücklagen kaum noch zur Verfügung, so dass die prognostizierten Kosten zu einem deutlich höheren Teil direkt von den Gebührenzahlern gedeckt werden müssen.

So steigen die Abfallentsorgungsgebühren um 5,88 Prozent gegenüber 2019, so erhöht sich z.B. die Jahresgebühr für eine 120-Liter-Restmülltonne bei 14-täglicher Leerung um 9,92 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Die Straßenreinigungsgebühren steigen je nach Straßenart zwischen 15,12 und 15,32 Prozent gegenüber 2019. Für eine Anliegerstraße mit einmal wöchentlicher Reinigung bedeutet dies eine Gebührensteigerung gegenüber 2019 um 0,60 Euro je Jahr und Frontmeter. Bei einem Eigentümer eines Einfamilienhauses mit 15 Metern Frontlänge, Anliegerstraße, wöchentliche Reinigung wird die Jahresgebühr somit um 9 Euro teurer.

Kommentar von H&G:

Vor der Ratssitzung hatte H&G an den OB und den Rat appelliert, die städtische Gebührenstrategie zu überdenken. Der Brief ist noch nicht beantwortet. Dabei wies die Eigentümergemeinschaft auch darauf hin, dass die öffentlich-rechtlichen Gebühren Preistreiber bei den Wohnungskosten seien.

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KOMMUNAL / REGIONAL

Preissturz bei Friedhofsgebühren in Bonn – und leichte Erhöhungen bei Nutzungsrechten

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Rauf und runter; Neue Gebührenordnung für Bonner Friedhöfe. Foto: Fiegel

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. Dezember 2019, eine neue Gebührenordnung für das Friedhofs- und Begräbniswesen beschlossen. Sie tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.

Die Gebühren für Bestattungsleistungen werden wie schon im Vorjahr fast ausnahmslos sinken. So fallen die Kosten für eine Sargbestattung in Tieflage von 735 Euro auf 680 Euro, bei einer Sargbestattung im Reihengrab von 618 Euro auf 566 Euro. Der Preis für eine Sargbestattung in einer Grabkammer sinkt ebenfalls von 414 Euro auf 361 Euro. Bei Urnenwahlgräbern verhält es sich ähnlich: Die Beisetzungskosten verringern sich von 162 Euro auf 126 Euro. Eine anonyme Beisetzung von Urnen kostet nach der neuen Gebührenordnung nicht mehr 126 Euro, sondern nur noch 92 Euro. 

Bei den Nutzungsrechten steigen die Gebühren dagegen leicht an. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Intervalle für die Abfallsammlung erhöht wurden. Die Kosten eines Wahlgrabes steigen von 74 Euro auf 84 Euro pro Jahr, bei Urnenwahlgräbern von 55 Euro auf 58 Euro. Die Kosten für ein pflegefreies Urnenreihengrab steigen leicht und betragen nach der neuen Gebührenordnung nicht mehr 70 Euro, sondern nun 73 Euro pro Jahr – inklusive Grabpflege durch die Friedhofsgärtner der Stadt Bonn.

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BAUEN, WOHNEN, POLITIK

Umfrage: Überdurchschnittliche Zufriedenheit in privaten Mietverhältnissen - Haus & Grund: Private Vermieter sind vor allem an guten Mietverhältnissen interessiert


Mieterinnen und Mieter bei privaten Kleinvermietern sind mit ihren Mietverhältnissen überdurchschnittlich zufrieden. Das belegt eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag von Haus & Grund Deutschland durchgeführt hat. „Dieses Bild stimmt mit den Ergebnissen unserer jährlichen Vermieterbefragung überein“, betont Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. „Die Umfragen zeigen, dass private Vermieter vor allem an guten Mietverhältnissen interessiert sind und ihnen dies weitestgehend auch gelingt. Die persönliche Beziehung zwischen Vermieter und Mieter ist eine völlig andere als bei großen Wohnungsunternehmen. Das zahlt sich bei der Zufriedenheit der Mieter aus.“

In der aktuellen Civey-Umfrage gaben 36,7 Prozent aller Befragten an, mit ihrem Vermieter sehr zufrieden zu sein. Weitere 37 Prozent sind eher zufrieden. In der Gruppe der Mieter, die in Wohnungen von privaten Kleinvermietern leben – 60 Prozent der Befragten – ist die Zufriedenheit noch höher: 47,5 Prozent dieser Mieter sind sehr zufrieden, 27,8 Prozent eher zufrieden. Die repräsentative Umfrage wurde zwischen dem 31.Oktober und dem 1. November 2019 unter 2.500 Mietern in Deutschland durchgeführt.

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BAUEN, WOHNEN, POLITIK

Weiterer Eingriff in das Mietrecht verschärft Wohnraumknappheit - Haus & Grund: Private Eigentümer besonders betroffen


„Die Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete beschleunigt eine fatale Fehlentwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt: Die Wohnungsnachfrage wird weiter angekurbelt, die Wohnraumknappheit in den Ballungszentren also weiter verschärft.“ Mit diesen Worten kommentierte Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund Deutschland, den Gesetzentwurf der Großen Koalition.

Das Gesetz ist aus Sicht des Eigentümerverbandes die Fortsetzung einer Reihe vergeblicher Versuche, Wohnraummangel mit Mietenregulierungen statt mit Wohnungsbau zu bekämpfen. „Noch nie wurde das Mietrecht innerhalb kurzer Zeit so oft geändert. Völlig inakzeptabel und ganz offensichtlich planlos ist dabei, dass gar nicht abgewartet und evaluiert wird, ob und wie sich die einzelnen Regelungen auf die Wohnungsmärkte auswirken“, so Warnecke.

Private Eigentümer sind durch die geplante Ausweitung des Betrachtungszeitraums in besonderem Maße betroffen: Sie müssen mit der Miete sämtliche laufende Kosten – Instandhaltung, Bewirtschaftung, gesetzlich verpflichtende Modernisierungen und Kreditfinanzierung – tragen, profitieren dabei jedoch nicht von den Preisvorteilen, die große Wohnungsunternehmen aushandeln können. Kleinvermieter sind damit darauf angewiesen, die Mieten regelmäßig mit Hilfe der Mietspiegel anzupassen. „Wenn der Staat nun durch dieses Gesetz die Mietspiegel manipuliert, steigt die Gefahr, dass langfristig immer mehr private Vermieter die Vermietung aufgeben müssen“, warnte Verbandspräsident Warnecke.

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BAUEN, WOHNEN, POLITIK

Beim Windenergieausbau nicht mit dem Kopf durch die Wand - Haus & Grund unterstützt Wirtschaftsminister Altmaier bei Mindestabständen


H&G unterstützt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei seinen Plänen für einen 1000-Meter-Mindestabstand von Windrädern zu Wohnhäusern. Die meisten Hauseigentümer unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energie. Gleichzeitig fühlen sich viele durch Windräder in der unmittelbaren Umgebung ihrer Häuser gestört. Dass Herr Altmaier diese Sorgen ernst nimmt, begrüßt die Eigentümergemeinschaft.

Sie plädiert dafür, die Energiewende gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten. Die geplante Abstandsregelung sei ein richtiger Schritt, um den Ausbau der Windenergie voranzubringen, aber auch beim Erzeugen und Nutzen von Solarstrom in vermieteten Wohngebäuden sei das Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Bundesregierung müsse endlich die Regelungen zum Mieterstrom so gestalten, dass es sich für private Vermieter lohnt, ihren Mietern auf dem Dach erzeugten Strom zu verkaufen.

Über  90 Prozent aller Wohngebäude und 66 Prozent der vermieteten Wohnungen gehören privaten Einzeleigentümern.

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