Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 04.12.19

Druck
 
mail
mail

INHALT

TOP-THEMA
VEREINSNACHRICHTEN
RAT & TAT, SERVICE, TERMINE

TOP-THEMA

15-Prozent-Gebührenschock: Haus & Grund Vereine kritisieren geplante Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren – Überprüfung der städtischen Gebührenstrategie gefordert – "Zweite Miete" ein Kostentreiber



Kehrmaschinen: Rinnsteine meist zugeparkt. Fotos: bonnorange









 
Die Fußtruppe mit Besen und Kehrschaufel unterwegs





Auf die Ankündigung der Stadt Bonn, die Straßenreinigungsgebühren im Stadtgebiet um über 15 Prozent zu erhöhen, haben die Haus & Grund Vereine Bonn/Rhein-Sieg und Bad Godesberg mit Kritik reagiert. In einem Brief an Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der auch den Ratsfraktionen zugestellt wurde, erwartet die Eigentümergemeinschaft, dass die Stadt ihre Gebührenstrategie überprüft. Der massive Gebührensprung könne mit der allgemeinen Preissteigerung nicht erklärt werden. Er werfe aber die Frage nach einer vorausschauenden Kostenkalkulation bei bonnorange auf.

Straßenreinigung unzureichend
Außerdem setzen die Haus & Grund-Vereine ein Fragezeichen an die Qualität der Straßenreinigung in Bonn. Ob die erwarteten Verbesserungen einträten bliebe abzuwarten. Sie müssten Praxistest erst noch bestehen. Immer häufiger klagten Mitglieder über unzureichende Straßenreinigung. Die Kehrmaschinen führen durch die Straßen. Blätter, Schutz und Unrat lägen jedoch im Rinnstein, wo Kehrmaschinen wegen parkender Fahrzeuge sehr häufig nicht hinkommen.  Der Bonner H&G-Vorsitzende Rechtsanwalt Dirk Vianden, Kanzler der Alanus Hochschule, dazu wörtlich: „Das ganze Verfahren muss überprüft und nicht durch plumpe und überraschende Gebührenerhöhung in dieser Dimension noch weiter auf den Kopf gestellt werden“.

Öffentliche Abgaben treiben "zweite Miete"
Aber auch die anderen wohnungsrelevanten Gebühren der Stadt müssten unter die Lupe genommen werden. Jede Gebührenerhöhung treffen Hauseigentümer und Mieter. Öffentliche Abgaben, die sogenannte „zweite Miete“, leisteten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verteuerung der Wohnkosten. Der öffentlich-rechtliche Kostenbereich hat sich in den vergangenen Jahren gravierender erhöht als die privatrechtlich vereinbarten Mieten. Architekt Nikolaus Decker, Vorsitzender von H&G Bad Godesberg: „Darum muss die gesamte Gebührenstrategie der Stadt bewertet werden, nicht nur isoliert ein einziger Leistungsbereich“ Decker forderte das gesamte Thema kommunale Abgaben zu prüfen und die geplante Erhöhung kritisch zu hinterfragen.

Zur Inhaltsübersicht
---

VEREINSNACHRICHTEN

Bonner Verantwortung im Landesverband Nordrhein und Westfalen: Vianden und Gelderblom rücken nach



 
Dirk Vianden, neuer stv. Landesvorsitzender
Fotos: Frommann





Markus Gelderblom, neuer stv.
Landesgeschäftsführer






Spitzenpersonal von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg übernimmt Verantwortung in den Leitungsgremien von Haus & Grund Nordrhein und Westfalen. Der Wechsel wurde im November auf dem Petersberg in Königswinter beschlossen. Rechtsanwalt Dirk Vianden, Kanzler der Alanus Hochschule, wurde als Vorsitzender von H&G Bonn/Rhein-Sieg zum stv. Landesvorsitzenden gewählt. Er übernimmt diese Aufgabe von seinem Bonner Vorgänger, Prof. Dr. Hans-Rudolf Sangenstedt, der im April sein Amt in Bonn/Rhein-Sieg nach langjähriger Vorstandstätigkeit aufgab. Auch in der Geschäftsführung gab es einen Wechsel. Rechtsanwalt Helmut Hergarten, der nach 32jährigern Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer der Bonner Eigentümergemeinschaft, in den Ruhestand tritt, gab sein Amt in der Landesgeschäftsführung auf. Sein Bonner Nachfolger, Rechtsanwalt Markus Gelderblom,  rückt auch im Landesverband auf die Position von Hergarten und wurde neuer stv. Landesgeschäftsführer. Damit sind Ideen und Erfahrung einer der größten lokalen Vereine auf Landesebene weiterhin gesichert.

Vorsitzender des Landesverbandes ist Diplom Kaufmann Walter Derwald (Dortmund), Hauptgeschäftsführer Rechtsanwalt Michael W. Mönig.

Dem Landesverband gehören 14 Vereine an, darunter, Dortmund und Bonn/Rhein-Sieg.

Zur Inhaltsübersicht
---

VEREINSNACHRICHTEN

H&G wächst weiter: Zum Jahresende über 6600 Mitglieder



Beratungen am Messestand überzeugen
immer wieder interessierte Hauseigentümer. Hier Markus Gelderblom im "Kundengespräch". Foto: Bildagentur Knopp/Loutfi



Bei Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg setzt sich das kontinuierliche Mitgliederwachstum fort. Zum Jahresende erwartet die Geschäftsführung über 6600 Mitglieder und nimmt damit Kurs auf das nächste Zwischenziel: 6700. Im ablaufenden Jahr hat die Eigentümergemeinschaft ihre Serviceleistungen deutlich ausgeweitet.

Zur Inhaltsübersicht
---

VEREINSNACHRICHTEN

TERMIN: 28. MÄRZ 2020: Haus & Grund-Tag 2020 mit Vorstandswahlen, Expertengespräche, Informationen und Fachausstellung




 
Mitgliederversammlungen von H&G finden
jeweils großes Interesse. Hier ein Blick in den Saal beim H&G-Tag 2019. Foto: Bildagentur Knopp/Loutfi

 
Bitte notieren:
Der 17. Bonner Haus & Grund-Tag mit Jahreshauptversammlung, Vorstandswahlen, Expertengesprächen, Informationen und Fachausstellung findet am Samstag, 28. März, im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, statt.

Im Mittelpunkt der um 9.30 Uhr beginnenden öffentlichen Jahreshauptversammlung steht die Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden und Beisitzer. In jedem Fall wird im Tagesverlauf auch der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens eine Rolle spielen. Ein ganz anderes Thema: H&G-Mitglieder werden exklusiv darüber informiert, welche Verkehrsbauten rund um den Tausendfüßler auf Bonn in den kommenden Jahren zukommt. Dafür reist Friederike Schaffrath, Projektleiterin von Straßen.NRW nach Bonn. Mit Spannung erwartet werden die Vorträge unseres neuen Rechtsberaters, Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Lang, und des Steuerberaters Christoph Juhn. Beim Steuerthema geht es um die richtige Vorbereitung auf den Erbfall oder eine Schenkung von Immobilienvermögen. Weitere Fachreferate sind geplant.

Zur Inhaltsübersicht
---

RAT & TAT, SERVICE, TERMINE

Energiewende im Heizungskeller: Brennstoffzelle & Co. - Klimapaket der Bundesregierung und neues EU-Energielabel



Modern heizen, Klima schonen, Kosten
sparen. Foto: Bonner Energie Agentur


Der Austausch alter Öl- oder Gasheizungen gegen klimafreundliche, energieeffiziente Heizsysteme soll durch das Klimapaket der Bundesregierung stärker gefördert werden. Zeitgleich ist das verschärfte EU-Energielabel für Heizungen in Kraft getreten. Worauf Hauseigentümer- und eigentümerinnen beim Heizungstausch jetzt achten sollten, erklärt die Bonner Energie Agentur (BEA) in ihren Beratungen und auch in dem Vortrag „Energiewende im Heizungskeller!“ am Montag, dem 9. Dezember 2019, um 19 Uhr, im Saal des Best Western Hotels Domicil (Thomas-Mann-Straße 24-26, 53111 Bonn) statt.

Stephan Herpertz, Energieberater Verbraucherzentrale NRW & Energieeffizienz-Partner, spricht über klimafreundliche Heiztechnik durch Solarenergie, Wärmepumpe, Brennstoffzelle & Co. Der Eintritt ist frei. E-Mail:
anmeldung@bea.bonn.de

Kostenloses Beratungsangebot der BEA nutzen
Wer nächsten Montag keine Zeit hat – kein Problem. Sie können die kostenlose Beratung der BEA nutzen. Fachleute erklären Eigentümerinnen und Eigentümern von Häusern oder Wohnungen, wie man zu einem klimafreundlichen Heizsystem wechseln kann und was sie einer energetischen Sanierung eines Hauses sonst noch beachten sollten. Beratungszeiten sind montags und donnerstags (8.30 - 12.30 Uhr und 13.30 - 17.30 Uhr) im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung in der Geschäftsstelle in der Stadthaus Loggia (Thomas-Mann-Straße 2-4, 53111 Bonn). Telefonische Fragen beantwortet das Team montags bis freitags zwischen 8.30 und 12.30 Uhr sowie während der Öffnungszeiten.

Zur Inhaltsübersicht
---

RAT & TAT, SERVICE, TERMINE

Denkmalschutz und Energetische Modernisierung passen zusammen - Entscheidend sind Beratung und Fachexpertise




Katrin Bisping, Stadtkonservatorin und
Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bonn erläutert die notwendigen Schritte einer Denkmalsanierung, Quelle: Frommann


Wie passen Denkmalschutz und Energetische Modernisierung zusammen? Dieser Frage ging die Bonner Energie Agentur (BEA) im Verlauf ihres letzten Infoabends im Haus der Bildung nach. In drei Vorträgen und an sechs Beratungsinseln griff sie gemeinsam mit kompetenten Partnern ein spannendes Thema auf, das in Bonn mehr als 4.000 Baudenkmäler betrifft.

Während vieler dieser Gebäude mit stoischer Ruhe auf die Jahrzehnte und Jahrhunderte zurückblicken, stellen sich immer mehr Eigentümer und Eigentümerinnen die Frage,  wie man hinter historischen Mauern die Energiebilanz verbessern kann, um das Klima zu schützen? Welche zukunftsfähigen Heizsysteme eignen sich? Was ist generell machbar, um den Wohnkomfort zu erhöhen?

Was machbar ist, beantwortete Katrin Bisping, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bonn: „Machbar ist das, was im Einklang mit dem Denkmalschutzgesetz in NRW steht. Seit 1980 legt es fest, dass jegliche Veränderung genehmigungspflichtig ist, und sei es nur ein Neuanstrich im gleichen Farbton.“ Die Stadtkonservatorin bot sich und ihr Team als aufgeschlossene, einfach erreichbare Ansprechpartnerinnen an, die außerhalb der Sprechzeiten im Stadthaus auch Hausbesuche machen. „Da die Erhaltung Ihres Hauses im öffentlichen Interesse steht, wollen wir gemeinsam mit Ihnen alle Belange übereinander bringen und gemeinsam mit Ihnen zur individuell bestmöglichen Lösung finden.“

Einen praxisbezogenen Eindruck solcher Lösungen präsentierte Paul Martini als Vertreter des Bund Deutscher Architekten (BDA). Seine Modernisierungsbeispiele zeigten leicht nachvollziehbar, wie der moderne Denkmalschutz nicht nur Werte erhält, sondern auch neue Werte schafft. Das reichte vom Kastenfenster über ertüchtigte historische Heizkörper bis hin zu einem ausgebauten Dachgeschoss. Das Beispielhafte band der Architekt abschließend in die Botschaft ein: „Für alles gibt es eine Lösung, allerdings braucht es einen abgestimmten Denkmalsanierungsfahrplan, um dem Gebäude und allen Anforderungen gerecht zu werden.“

Dass jegliche Modernisierungsmaßnahmen in einer Wechselwirkung zu einander stehen, betonte auch Bauphysiker Lars Klitzke: „Wir müssen immer über Maßnahmen sprechen, die auf das Gesamtsystem abgestimmt sind.“ Klitzke, der selbst ein Haus aus dem Jahr 1630 bewohnt, das heute als Plus-Energie-Haus allen Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht wird, sprach auch von der Faszination eines Baudenkmals. Seine Eigentümer würden eben nicht nur unter der Gesetzespflicht zur Nutzung, zur Instandhaltung und Pflege des Denkmals stehen, sondern besäßen auch ein Gebäude mit einzigartigem Charakter und Charme.

Untere Denkmalbehörde der Bundesstadt Bonn:

www.bonn.de

Zur Inhaltsübersicht
---
Folgen Sie uns | facebook
--
Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bonn/Rhein-Sieg e. V.|
Vorsitzender: Dirk Vianden | Hauptgeschäftsführer: Rechtsanwalt Helmut Hergarten | Geschäftsführer: Rechtsanwalt Markus Gelderblom | Oxfordstr. 2, 53111 Bonn | Amtsgericht Bonn VR 1988 | Impressum | Copyright © Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bonn/Rhein-Sieg e. V.