Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 07.11.19

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INHALT

HAUS & GRUND: TOPP-THEMA
HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE, TERMINE
HAUS & GRUND: KOMMUNAL / REGIONAL
HAUS & GRUND: BONNER BAUPERSPEKTIVEN
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HAUS & GRUND: TOPP-THEMA

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Haus & Grund Expertenabend 2019 über Schimmel und Baufeuchtigkeit, technische Ursachen und rechtliche Folgen – Spontan-Beitritt von sieben Neumitgliedern




Rechtsexperten (v.l.) Markus Gelderblom und Lars Christian Nerbel
Fotos: Bildagentur Knopp/Loutfi



Technischer Sachverständiger:
Dipl.-Ing. Robert Füllmann


Zum Servicekatalog von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg gehören Expertenabende. Dieses Mal widmeten sich Spezialisten der Eigentümergemeinschaft unangenehmen Themen. Es ging um Schimmel und Baufeuchtigkeit, deren Ursachen und die daraus resultierenden juristischen Folgen.

Mit ihrem Wissen standen Dipl.-Ing. Robert Füllmann von der Firma Rothicon in Bad Neuenahr/Ahrweiler, Rechtsanwalt Lars Christian Nerbel, Partner in der überregionalen Anwaltskanzlei caspers & mock in Bonn und Rechtsanwalt Markus Gelderblom, Geschäftsführer von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, einer interessierten Teilnehmerschar zur Verfügung. Sie beleuchteten das Thema unter technischen und rechtlichen Aspekten.

Zunächst erläuterte Füllmann, Sachverständiger in der Bauschadenbewertung, was man unter Schimmel versteht und ab wann Handlungsbedarf besteht. Anhand sehr eindrücklicher Fotografien zeigte er die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Schimmel und wies darauf hin, dass wir immer und überall von Schimmelpilzen umgeben sind, es aber meist nicht merken. Feuchte und Schimmelbefall in Innenräumen seien jedoch mit einem erhöhten Risiko für Atemwegserkrankungen sowie für eine Entwicklung und Verschlimmerung von Asthmasymptomen bei den Raumnutzern verbunden. Allerdings könne man gesundheitliche Wirkungen oft nicht ursächlich auf den Schimmelbefall in einem bestimmten Innenraum zurückführen, da es prinzipiell eine Vielzahl von Ursachen für die Erkrankung und die Sensibilisierung gebe.

Wie kommt es zu Schimmelbefall? Für die Ausbildung von Schimmel sei regelmäßig ausreichende Feuchtigkeit die entscheidende Voraussetzung, so dass die Ursache der erhöhte Feuchte ermittelt werden müsse. Erst dann könne dem Schimmel wirksam begegnet werden. Durch richtiges und ausreichendes Lüften und Heizen werde Schimmelbefall zudem vorgebeugt.
Zu rechtlichen Aspekten nahm Rechtsanwalt Lars Christian Nerbel, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Stellung. Er behandelte das  hochkomplexe Thema der bau- und werkvertraglichen Gewährleistungsansprüche. Beginnend mit der Frage, ab wann überhaupt ein Mangel vorliegt, der entsprechende Ansprüche auslöst, über die entscheidende Weichenstellung der Abnahme bis hin zu den verschiedenen Mangelrechten wie Nacherfüllung, Ersatzvornahme, Rücktritt und Schadenersatz gegenüber einem Handwerker bzw. Bauunternehmer reichte sein trotz der schwierigen Materie sehr lebhafter Vortrag. Es zeigte sich in der anschließenden Fragerunde, dass viele Mitglieder vor allem auch an weiteren Informationen zu den Gewährleistungsansprüchen beim Kauf einer Eigentumswohnung vom Bauträger interessiert waren. Die damit verbundenen äußerst schwierigen Rechtsfragen konnten jedoch nur kurz angerissen werden, weisen aber auf entsprechenden Beratungsbedarf der Mitglieder hin. Da sowohl Füllmann als auch Nerbel als Haus & Grund-Experten den Mitgliedern jederzeit zur Verfügung stellen, konnten die betroffenen Mitglieder auf eine entsprechende persönliche Beratung verwiesen werden.

Über die Bedeutung des Schimmelbefalls für das Mietverhältnis ging Geschäftsführer Markus Gelderblom ein, ebenfalls Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Die "Mutter aller Fragen" lautet, woher kommt der Schimmel. Dafür gibt es verschiedene Ursachen: Falsches Lüftungs- und Heizverhalten des Mieters oder doch ein Baumangel? Hier kommt es insbesondere auf die wechselnde Beweislastverteilung zwischen Vermieter und Mieter an: Nachdem der Mieter den Schimmelbefall als solchen bewiesen hat, muss der Vermieter beweisen, dass dieser Schimmelbefall nicht auf einen Baumangel des Hauses zurückzuführen ist. Gelingt dieser Nachweis, muss der Mieter wieder beweisen, dass er in einem ausreichenden und zumutbaren Umfang geheizt und gelüftet hat. Auch auf die Berechnung einer Mietminderung und auf Schadenersatzansprüche wegen einer Substanzverletzung der Wohnung ging Gelderblom ausführlich sein.

Geschäftsführer Markus Gelderblom, ab Januar neuer Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, war nach gut drei Stunden geballter Informationen ebenso zufrieden wie die Zuhörer. Für die Qualität der Ausführungen spricht, dass spontan sieben neue Vereinsmitglieder gewonnen werden, die den Abend nutzten, um dem Verein ohne Aufnahmegebühr beizutreten. Die bei den Vorträgen gezeigten Powerpoint-Folien finden Interessierte übrigens auch auf der Homepage unter www.haus-und-grund-bonn.de.

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE, TERMINE

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25. November: Einbruchsprävention - Beratung bei der Bonner Polizei


 
Luftbild Polizeipräsidium Bonn




Riegel-vor. Fotos: Polizei




Dunkle Jahreszeit ist Einbruchszeit. Die Polizei Bonn berät interessierte Haus- und Wohnungseigentümer, wie man sich wirksam sichern kann. Am Montag, 25. November, gibt es um 18.30 Uhr wieder einen Überblick über die Möglichkeiten, um sich vor unliebsamen "Besuchen" zu schützen. Die Beratung findet statt im Polizeipräsidium Bonn-Ramersdorf, Königswinterer Straße 500, direkt an der Konrad Adenauer Brücke und am Stadtbahn-Haltepunkt Ramersdorf.  Um Anmeldung bittet das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz unter Telefon 0228 15-7676 oder per E-Mail an den Einbruchschutz unter Bonn@polizei.nrw.de.

Auch eine Einzelberatung zum Thema Einbruchschutz für Haus, Wohnung, Gewerbebetrieb, Dienstgebäude oder für die frühzeitige Planung bei einem Neubau oder einer Sanierung wird angeboten. Dazu weitere Informationen ebenfalls unter Telefon: 0228 – 157676.

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg empfiehlt den Themenabend im Polizeipräsidium. Seit Jahren arbeiten die Eigentümergemeinschaft mit der Polizei eng für einen verbesserten Einbruchsschutz zusammen. Mit Erfolg. Die Einbruchzahlen sind zurückgegangen. Dabei hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, je länger Einbrecher brauchen, um in ein Objekt einzudringen umso eher lassen sie davon ab. Schnelligkeit ist auch für Straftäter ein Maßstab. Wenn die nicht mehr gewährleistet ist, ziehen sie weiter – zu ungesicherten Objekten, von denen es noch zu viele gibt.

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HAUS & GRUND: KOMMUNAL / REGIONAL

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Universität weiter interessiert am Viktoriakarree – Neue Gasse in der City



Luftaufnahme des Karrees – Die Ansicht wird sich nach Bau der "Viktoriagasse" ändern.
Foto Michael Sondermann/Presseamt Stadt Bonn


Die Universität Bonn ist weiterhin an Räumen im Bereich des Viktoriakarrees interessiert. Sie führt darüber Gespräche mit der Stadt Bonn. Das seit fünf Jahren brachliegende Stadtviertel  soll nach den Ergebnissen einer Bürgerwerkstatt gestaltet werden. Wann ist ebenso offen wie die Frage, wer was finanziert. In der ursprünglichen Planung mit dem Hauptinvestor Signa waren für die Universität Räume an der Franziskanerstraße vorgesehen. Wie wiederhol berichtet, wurde das Signa-Projekt Opfer eines Bürgerbegehrens bzw. eines Ratsentscheides. Damit war zunächst auch die Universitätsplanung gescheitert. Welche Chancen die Wünsche der Uni im zweiten Anlauf hat, ist offen. Ebenso unklar ist, wie Signa als einer der neben der Stadt großen Eigentümer sich in das neue Projekt einbringt.

Ein modifiziertes Strukturkonzept für ein lebendiges Viktoriakarree mit Einzelhandel, Büros und Wohnen hat der Rat der Stadt Bonn in diesem Mai beschlossen. Die Überlegungen sehen zwei Blockrandbebauungen und eine Teilung des Quartiers durch eine autofreie Viktoriagasse vor.

Es sieht Veränderungen auf den Flächen vor, die sich im Eigentum der Stadt als größte Immobilien-Inhaberin im Viertel befinden. Zum Belderberg hin soll es eine öffentliche oder kulturelle Nutzung geben. Das ehemalige Viktoriabad soll künftig umgenutzt werden. Denkbar sind dort spezifische Angebote für Studierende, z.B. Kultur/Gastronomie/Lounge. Der Umfang der Investitionen in den Erhalt des ehemaligen Schwimmbades wird von der künftigen Nutzung abhängen; das denkmalgeschützte Kunstharzfenster soll nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Durch die Schaffung der Viktoriagasse zwischen Rathausgasse und Franziskanerstraße können beiderseits dieser Gasse in Neubauten Einzelhandel, Büros (untere Geschosse) und Wohnungen (obere Geschosse) geschaffen werden. Im westlichen Teil im Bereich der Stockenstraße werden keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen. Das Quartier soll auch eine Tiefgarage erhalten, Zufahrt und Anordnung müssen aber noch geprüft werden.

Ein Gespräch mit den Eigentümerinnen und Eigentümer hatte deutlich gemacht, dass diesen die Bestandssicherung der Gebäude und der Nutzungen wichtig ist. Eingriffe in die Baustrukturen und in die Nutzungen waren mit großer Mehrheit abgelehnt worden, das modifizierte Strukturkonzept wurde als Gewinn für das Viertel gesehen.

Für das Viktoriakarree gibt es bereits einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Das nun beschlossene Strukturkonzept wird die Grundlage des weiteren Bebauungsplanverfahrens und der weiteren Schritte zur Beteiligung der Öffentlichkeit und der Betroffenen sein.

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HAUS & GRUND: BONNER BAUPERSPEKTIVEN

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Abgebranntes Spielhaus im Rheinauenpark – Zukunft steht in den Sternen


 
Verbranntes Gebäude. Die Reste der Trümmer
ragen in den Himmel. Fotos: Friedel Frechen







Die Zukunft steht in den Sternen. Perspektiven für das abgebrannte Spielhaus im Rheinauenpark gibt es bislang noch nicht. Bisher steht nur fest: Das Gebäude wurde durch vorsätzliche Brandstiftung in Schutt und Asche gelegt. Die Ermittlungen der Polizei halten an. Eine heiße Spur gibt es bisher nicht.

Bisher gibt es auch noch keine Zukunftspläne. Das allerdings hängt nicht mit mangelndem Einsatz der Stadtverwaltung zusammen. Nach dem Totalschaden ist es Aufgabe der Expertinnen und Experten zu prüfen, ob ein Neubau den städtischen Konzepten und der bisherigen Nachfrage entspricht. Udo Stein, langjähriger Leiter des Amtes für Kinder, Jugend, Familie, berichtete von Rückgängen der Besucherfrequenzen in der Rheinaue. Das ist vor allem in den dunklen Jahreszeiten normal. Dafür gebe es an anderen Stellen in der Stadt, z.B. am Weckhasen in Friesdorf, wachsenden Bedarf und unzureichende Räumlichkeiten. Der Rat wird zu entscheiden haben, wie er die Mittel einsetzt. Bis dahin dürfte das Projekt in der Fachverwaltung, den Ausschüssen, Bezirksvertretung und im Stadtrat heftig diskutiert werden.

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