Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 17.10.2019

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INHALT

HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE
HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES
HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK
HAUS & GRUND: BONNER BAUPERSPEKTIVEN
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Verstärkung für Team der Vertrauensanwälte: Lukas Laska ist Spezialist für Verwaltungsrecht







Einer von 14 H&G-Vertrauensanwälten: Rechtsanwalt Lukas Laska. Foto: Privat


Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg hat mit Rechtsanwalt Lukas Laska sein seit Jahren wachsendes Team der Vertrauensanwälte weiter verstärkt. Der 38jährige Fachanwalt für Verwaltungsrecht und für Miet- und WEG-Recht steht den Mitgliedern der Eigentümergemeinschaft ab sofort für das Verwaltungsrecht als Ansprechpartner zur Verfügung. Es gibt nun elf Vertrauensanwälte, die nach regionalen Gesichtspunkten ausgewählt wurden und drei für die Spezialgebiete Erbrecht-, Bau- , Architektenrecht und Verwaltungsrecht. Der Vorschlag, Lukas Laskas juristischen Sachverstand und Erfahrungsschatz für die Serviceleistungen von Haus & Grund zu erschließen, kam vom Siegburger Vertrauensanwalt Benno Grunwald.

Der neue Anwalt wuchs in Siegburg auf und lebt dort mit seiner Familie. Nach Studium und Referendariat in Bonn, arbeitet er seit 2011 als Rechtsanwalt in der Siegburger Kanzlei Dr. Zimmermann, Stremmel, Fischer. Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht ist er seit 2015, und für Verwaltungsrecht seit 2018.

„Ich stehe Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, verwaltungsrechtliche Maßnahmen zu überprüfen und rechtswidrige staatliche Forderungen abzuwehren“, sichert der neue Vertrauensanwalt den fast 6600 H&G-Mitgliedern zu.

Um was geht’s?

„Kaum ein anderes Rechtsgebiet ist so umfangreich und vielschichtig wie das Verwaltungsrecht. Es geht dabei in der Regel um Auseinandersetzungen zwischen dem Staat (handelnd durch Behörden) und seinen Bürgern bzw. zwischen staatlichen Stellen untereinander“ so Lukas Laska.  Grundstückseigentümer und Vermieter kämen in besonderem Maße mit verwaltungsrechtlichen Vorgaben und staatlichen Forderungen in Berührung. Das Spektrum ist breit. Es reicht von baurechtlichen Fragen (Baugenehmigungen, bauordnungsrechtliche Verfügungen), über die Erhebung von Straßenbaubeiträgen oder Erschließungskosten. Speziell ist auch das Rechtspaket für Eigentümer oder Vermieter von Gewerbebauten aller Art. Auch Vorschriften des Ordnungsrechtes kann Anlass zu Konflikten geben.

Laska: „Die aus Art. 14 des Grundgesetzes folgende „Sozialbindung des Eigentums“ wird von Politik und Rechtsprechung seit Jahren immer stärker betont. Privateigentum wird zum politischen Spielball, wenn Wohnraum jedem zugänglich sein soll oder Gebäude immer neuen baulichen und energetischen Anforderungen entsprechen müssen. Allzu oft bleibt dabei unberücksichtigt, dass die Eigentumsfreiheit des Art. 14 GG ein elementares Grundrecht und nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eine „Wertentscheidung von besonderer Bedeutung“ darstellt.“

 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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80 Mitglieder besuchten das Freilichtmuseum Kommern


Ein von 75 historischen Gebäuden fand das Interesse der Haus & Grund-Besucher.
Fotos: Manfred Knopp





Wie in allen Jahrhunderten: Essen und Trinken gehören zur Reise.

Run auf die Vergangenheit. 80 Mitglieder von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg besuchten das Freilichtmuseum Kommern. Auf dem 100 ha großen Gelände stehen  derzeit 75 historische Gebäude aus der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, Werkstätten, Gemeinschaftsbauten wie Schul- und Backhaus, Tanzsaal und Kapelle. Die Gebäude zeigen beispielhaft wie die Landbevölkerung seit Ende des 15. Jahrhunderts gelebt und gewohnt, gearbeitet und gewirtschaftet hat und wie in den vergangenen Jahrhunderten gebaut wurde.  Die Baudenkmale sind eingebettet in eine Museumslandschaft mit Äckern, Bauerngärten und Obstwiesen. Das Freilichtmuseum ist ein Projekt des Landschaftsverbandes Rheinland. Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten begleitete die Bonner Gruppe bei der Eifel-Tour.

 
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HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE

 

Gefahren durch Kohlenmonoxid: Feuerwehr Bonn informiert - Regelmäßig Heizung warten lassen


Oftmals sind es Unwissen und Unachtsamkeit, die zu tödlichen Unfällen mit Kohlenmonoxid führen. Das giftige Gas bildet sich durch Fehler bei der Verbrennung, etwa in Gasthermen. Besonders tückisch ist die Geruchs- und Geschmackslosigkeit. Den Start der Heizsaison nutzt die Bonner Feuerwehr, um über die Gefahren durch Kohlenmonoxid aufzuklären und Empfehlungen für präventive Maßnahmen sowie richtiges Verhalten im Verdachtsfall zu geben.

Eine häufige Unfallursache mit Kohlenmonoxid ist eine fehlerhafte Verbrennung in Gasthermen. Das Gas mit der chemischen Formel CO bindet sich im Blut an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und verdrängt dabei den Sauerstoff. Nach wenigen Atemzügen kann dies bereits zu schweren Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen. Technische Vorsorge kann dazu beitragen, Unfälle zu verhindern. Ein wichtiger Beitrag zur Prävention ist deshalb die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage durch einen Fachbetrieb. Die Prüfung der Heizung und des Abzuges durch den Schornsteinfeger ist je nach Art und Alter der Anlage alle ein bis drei Jahre Pflicht. Hausbesitzer finden die festgelegten Überwachungs- und Wartungsintervalle für ihre Heizung im Feuerstättenbescheid. Den Bescheid erstellt der Schornsteinfeger bei der Feuerstättenschau, in der er die Betriebs- und Brandsicherheit der Heizungsanlage prüft.

Bei der Prüfung kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Lüftungskanal blockiert wird und die Heizgase oder Abgase daher nicht einwandfrei abziehen. Außerdem sollte man darauf achten, die Anlagen sachgemäß zu verwenden. Bei Etagenheizungen muss man die Lüftungsschlitze der jeweiligen Türen zu Räumen, in denen sich Gasthermen befinden, unbedingt frei halten und nicht verstellen, sonst erhält die Anlage zu wenig Sauerstoff.

Kohlenmonoxid-Melder schützen: Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmeldern gibt es mittlerweile auch Gasmelder, die vor der Freisetzung von Kohlenmonoxid warnen. Diese CO-Melder kann man im Fachhandel kaufen. Ein solches Gerät in der Nähe einer Gastherme zu installieren, ist sinnvoll. Auch die Bonner Feuerwehr hat neben den immer schon auf Lösch- und Sonderfahrzeugen vorhandenen Kohlenmonoxid-Messgeräten seit einigen Jahren einfache Warngeräte für die Besatzungen der Rettungs- und Notarztwagen im Einsatz. Denn gerade die Besatzungen dieser Fahrzeuge könnten sonst unbemerkt in gefährliche Situationen kommen.

Keine Gasstrahler in geschlossenen Räumen betreiben. Das ist eine Gefahrenquelle. Die Strahler nur im Freien verwenden.

Auch Verbrennungsmotoren setzen das Gas frei: Benzin-Rasenmäher oder Benzin-Kettensägen sollten deshalb niemals in der geschlossenen Garage repariert und dann ausprobiert werden. Auch beim Grillen mit dem Holzkohlegrill entstehen mit dem Rauch gefährliche Mengen Kohlenmonoxid. Daher ist die Verwendung von Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen nicht nur leichtsinnig, sondern auch lebensgefährlich.

Weitere Informationen unter www.bonn.de/feuerwehr im Menüpunkt „Damit Sie sicher sind"

 
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HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE

 

2. Bonner Reisemesse - veranstaltet von General-Anzeiger Bonn





Reiselustige Haus & Grund-Mitglieder können sich am Samstag, 9. November ab 11 Uhr in der Bad Godesberger Stadthalle, Koblenzer Straße 80, bei freiem Eintritt auf der zweiten Bonner Reisemesse umfassend über aktuelle Reisetrends und Angebote informieren.

Rund 80 Aussteller präsentieren sich bis 17.30 Uhr auf der Messe. Abgerundet wird das Programm durch ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm und ein attraktives Gewinnspiel.

Weitere Infos unter www.ga-bonn.de/reisemesse

 
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HAUS & GRUND: KOMMUNAL/REGIONAL

 

Gegen Hitzestress in Städten: Planungshinweiskarte für Bonn liegt vor


Eine neue Planungshinweiskarte für Bonn soll Kommunalpolitik, Hauseigentümern, Investoren, Architekten und Planen helfen, klimafreundliche Entwürfe zu erstellen und Standortentscheidungen zu treffen.  Die Karte, die jedoch keinen rechtssetzenden Charakter hat, ist eine Planungshilfe. Sie wurde im Auftrag der Stadt von GEO-NET Umweltconsulting erstellt.

Die Untersuchung stellt für das gesamte Bonner Stadtgebiet die bioklimatische Situation in Siedlungsbereichen, die bioklimatische Bedeutung von Freiflächen sowie Kaltluftleitbahnen und Kaltlufteinwirkbereiche dar. Damit ermöglicht sie qualifizierte Aussagen zur Wärmebelastung während sommerlicher Hochdruckwetterlagen in bebauten Siedlungsbereichen und zur ausgleichenden Wirkung von Grünflächen. Sämtliche Flächen wurden zur Erstellung der Planungshinweiskarte über ein genormtes Schema bewertet und in insgesamt neun verschiedene Kategorien eingeteilt, die mit entsprechenden Planungshinweisen als Empfehlung zur weiteren Entwicklung versehen wurden. Für Siedlungsbereiche mit sehr ungünstiger bioklimatischer Situation schlägt die Planungshinweiskarte beispielsweise Maßnahmen zur verbesserten Durchlüftung, zur Entsiegelung und mehr Bepflanzung vor. Für Grünflächen enthält sie differenzierte Empfehlungen zu baulichen Entwicklungen.  

Die Planungshinweiskarte ermöglicht, qualifizierte und bessere Entscheidungen zu treffen. Man sollte bei der Gestaltung von Gebäuden zum Beispiel durch Dach- und Fassadenbegrünung aber auch durch die Berücksichtigung einer optimierten Ausrichtung dazu beitragen, dass die Aufheizung der Stadt nicht weiter begünstigt wird. Dank der vorliegenden hochaufgelösten Klima-Analyse und der Planungshinweiskarte ist es der Verwaltung nun möglich, eine deutlich qualifiziertere Ersteinschätzung zu einzelnen Planungsräumen und Bauvorhaben abzugeben und in Planungsprozesse einfließen zu lassen. Diese Ersteinschätzung wird im Rahmen der Abwägung berücksichtigt und ist somit ein Bestandteil der fachlichen und politischen Entscheidungsfindung. 

Die Planungshinweiskarte ist im städtischen Internet unter www.bonn.de/zures einsehbar.  
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Über ZURES

Seit September 2016 beteiligte sich die Stadt Bonn am Verbundvorhaben ZURES (Zukunftsorientierte Vulnerabilitäts- und Risikoanalysen als Instrument zur Förderung der Resilienz von Städten und urbanen Infrastrukturen). Nach einer Laufzeit von drei Jahren wurde der Projektpart der Stadt Bonn im August abgeschlossen. Geleitet wurde das Verbundvorhaben von der Universität Stuttgart. Weitere Partner waren die TU Dortmund, die United Nations University, GEO-NET Umweltconsulting, Agl, Hartz und Saad sowie die Stadt Ludwigsburg als weiterer Praxispartner neben Bonn. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
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HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK

 

Amtlich: Grundsteuer-Reform führt zu höheren Steuerlasten - Haus & Grund fordert auch NRW auf, das Flächenmodell zu nutzen


Die von der Bundesregierung geplante Reform der Grundsteuer wird vor allem bei Gebäuden, die vor 1950 gebaut wurden, und bei Einfamilienhäusern zu deutlich höheren Steuerbelastungen führen. Auf dieses Ergebnis von Modellrechnungen der Hamburger Finanzbehörde weist der Eigentümerverband Haus & Grund hin. „Der Hamburger Finanzsenator hat nicht mit Blick auf die kommunalen Kassen rechnen lassen. Er hat neutral ermittelt, was eine Reform für die Bürger bedeutet. Das ist mehr als lobenswert, denn schließlich ist jeder Bürger betroffen“, betonte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Finanzsenator Andreas Dressel habe mit diesen Berechnungen noch einmal aufgezeigt, wie fatal sich die Einbeziehung des Immobilienwerts vielfach auswirken wird. Diese Ergebnisse sind nach Angaben der Finanzbehörde auch nicht durch niedrigere Hebesätze zu korrigieren.

Haus & Grund ruft auch das Land NRW auf, die Chance für alternative, rein flächenbasierte Grundsteuermodelle zu nutzen. Die Hamburger Berechnungen nach dem einfachen Flächenmodell führen zu gleichmäßigeren Ergebnissen mit einer geringeren Schwankungsbreite. Es ist zudem am einfachsten umzusetzen.

 
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HAUS & GRUND: BONNER BAUPERSPEKTIVEN

 

2020 wird der "Deutsche Herold" abgerissen - "Schlösschen" bleibt - Zurich sitzt auf gepackten Koffern


Wenn die Zurich-Versicherung bis Ende dieses Jahres mit 1500 Beschäftigten in einen Neubau nach Köln-Deutz umgezogen ist, ziehen ins Quartier zwischen Poppelsdorfer Allee und Heinrich-von-Kleist-Straße zunächst die Abrissbagger ein. Bevor dort 345 neue Wohnungen – auch öffentlich geförderte – und sowie Büro- und Gewerbeflächen entstehen, werden die in den 70er Jahren errichtete Gebäude abgerissen. Nur was unter Denkmalschutz steht bleibt erhalten, darunter die Villa, auch „Schlösschen“ genannt und der Nachkriegsbau an der Ecke Poppelsdorfer Allee/Bonner Talweg. Optimistisch schätzt der neue Eigentümer, bis Ende 2023/Anfang 2024 mit dem Bezug des neuen citynahen Stadtquartiers beginnen zu können. Im zweiten Schritt werden die Büroflächen saniert. Sie liegen vor allem in den denkmalgeschützten Häusern.

Mit dem Umzug und Abriss geht eine 70jährige Firmengeschichte zu Ende. 1947 siedelte sich auf einem Filetstück der Innenstadt die Versicherungsgesellschaft Deutscher Herold an. Vor einigen Jahren verschmolz der „Herold“ mit der „Zurich“. Mit der Aufgabe des Standortes verschwinden im Zementstaub auch Gebäude, die einmal Anlass von bis dahin in Bonn eher ungewohnt heftigen Bürgerprotestes waren. Die Bürogebäude aus den 70er Jahren trugen dazu bei, den Kampf um den Erhalt der Gründerzeithäuser vor allem in der Südstadt in der Öffentlichkeit auszutragen. Bürgerinitiativen gegen Stadtplanung. Das war eine neue Erfahrung. Auch dort, wo das Hotel Bristol steht, für das der Bonner Bürgerverein, der Ball- und Theatersaal weichen musste, würde heute gewiss anders entschieden. Bis 2029 ist das Bristol noch verpachtet. Ob es danach bleibt, saniert, abgerissen und neugebaut wird, ist offen.

Die Gebäude für künftiges Wohnen sollen eine Höhe von drei bis sechs Geschossen erhalten und mit zwei bis fünf Zimmern (Größen zwischen 40 und 180 Quadratmetern), einschließlich Wohnungen im Maisonette-Stil, ausgestattet werden. Von der Single-Wohnung bis zu Angeboten für Familien mit Kindern ist eine breitgefächerte Palette vorgesehen.

Der General-Anzeiger widmete dem Umzug von Zurich und der künftigen Entwicklung des Quartiers eine vierseitige Sonderbeilage.

 
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