Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 20.09.2019

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INHALT

HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE
HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES
HAUS & GRUND: BONNER BAUPERSPEKTIVEN
HAUS & GRUND: RECHT/URTEILE
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg auf der 8. Bonner Immobilienmesse - 11 neue Mitglieder


Das H&G-Team am eigenen Messestand: Rat und Tat. Fotos: Bildagentur Knopp/Loutfi.










 
Vorstand trifft Geschäftsführung: Vorstandsmitglied Hermann Tengler (l.) und Geschäftsführer Markus Gelderblom



Das Team um den designierten neuen Hauptgeschäftsführer Markus Gelderblom war auch dieses Jahr wieder auf der Bonner Immobilienmesse vertreten. Nachdem Martin Busch vom Bonner Generalanzeiger zusammen mit Dr. Hermann Tengler, Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises und Vorstandsmitglied von Haus & Grund, die Messe um 10.00 Uhr eröffnet hatten, informierten sich viele Interessierte über die vielfältigen Dienstleistungsangebote unseres Vereins. Elke Düzgün und Karin Hüls von der Bonner Hauptgeschäftsstelle konnten im Laufe des Tages 11 neue Mitglieder gewinnen, während Rechtsanwalt Gelderblom Rechtsberatungen rund um die Immobilie gab. Deutlich nachgefragt waren Auskünfte rund um die Eigentumswohnung, etwa zur Frage, wer den Austausch der Fenster in einer Wohnungseigentümergemeinschaft bezahlen müsse (grundsätzlich die Gemeinschaft, es sei denn, die Teilungserklärung sieht etwas anderes vor) und mit welcher Mehrheit die Eigentümerversammlung eine Modernisierung beschließen könne (sog. "doppelt qualifizierte Mehrheit": ¾ Mehrheit nach Köpfen gerechnet, die gleichzeitig mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile repräsentieren müssen). Nachmittags kam sogar Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten für gut zwei Stunden extra vorzeitig aus seinem Urlaub zum Messestand, während Gelderblom dann in einem gut 30-minütigen Fachvortrag erläuterte, worauf ein Erwerber einer vermieteten Immobilie achten muss, um nicht die Katze im Sack zu kaufen. Nicht umsonst heißt es bekanntlich: "Kauf bricht nicht Miete". Die Zuhörer fühlten sich hier gut informiert, wie aus dem anschließenden Feedback am Haus & Grund-Messestand erkennbar war."

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

 

Termin 6. Mai bis 10. Mai 2020: "So baut Deutschland" - Haus & Grund schreibt neue Reise aus - diesmal geht´s nach Frankfurt, in die Region Augsburg, Ingolstadt und Ulm


Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg setzt auch 2020 die beliebten Mitgliederreisen fort, die unter dem Motto „So baut Deutschland“ stehen. Von Mittwoch, 6. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, führt die Busreise in die Region Augsburg, u.a. zur Fuggerei, der ältesten Sozialsiedlung der Welt, aber auch nach Frankfurt, Ingolstadt und Ulm. Vorstandsmitglied Werner P. D’hein, Chefredakteur von H&G aktuell, hat auch diese Fahrt wie immer inhaltlich konzipiert. Organisiert wird die Tour in den Süden des Landes von oneworldtours. Eine ausführliche Ausschreibung finden Interessierte in der Septemberausgabe von Haus & Grund aktuell (Seiten 26 und 27). Anmeldung bei oneworldtours, Tel.: 0228 25901559. Email: info@oneworldtours.de.
 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Standpunkt I:

Berlin-Bonn: "Keine kluge Verhandlungsstrategie"





Vorsitzender Dirk Vianden.

Im Editorial der Septemberausgabe von „Haus & Grund aktuell“ hinterfragt Vorsitzender Dirk Vianden die geplante Verhandlungsstrategie für den neuen Bonn-Vertrag. Vianden warnt vor dem Klammern an Ministerien und meint: „Für uns muss zählen, was unter dem Strich auf Dauer am Rhein bleibt oder dort neu eingerichtet wird.“ Ein Vertrag sei besser als ein neues Berlin-Bonn-Gesetz, weil jedes Gesetz mit einfacher Mehrheit verändert werden könne. Ein solcher Vertrag müsse auch Unterstützungsleistungen für die Infrastruktur garantieren, die für die bestehenden und neuen Bundeseinrichtungen notwendig sein und „auch für die uns hoch geschätzten UN-Einrichtungen“. Dirk Viandens Position basiert auf seiner positiven Beurteilung der Region, die sich gut entwickelt habe. „Ich meine, jetzt sind wir so stark, wir könnten als damals beschlossenes ‚Verwaltungszentrum des Bundes‘ durchaus auch ohne Ministerien, aber mit neu definierten Aufgabenstellungen und Aufgabenschwerpunkten wie Umweltschutz, digitale Welt, Sicherheit und Internationales ganz gut funktionieren.“
 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Standpunkt 2:
Neuer Konflikt: Wohnungsbau gegen altes Grün



Friedel Frechen

Im „Standpunkt“ der Septemberausgabe von Haus & Grund aktuell kommentiert H&G Pressesprecher Friedel Frechen einen aktuellen Konflikt in der Stadtentwicklung: „Neues Wohnen gegen altes Grün“. Am Beispiel eines geplanten Wohnprojektes oberhalb des Melbbades an der Trierer Straße präsentierte er kein Rezept, aber einen Lösungsweg: Miteinander reden und rechtzeitig informieren. Dazu müsste man, zumindest bei größeren Maßnahmen, eingefahrene Projektverfahren verändern um auszuprobieren, ob „zwischen Bauen, Architektur und Grün Versöhnung möglich ist“. Außerdem setzt der Autor sich für eine Forderung des Münchener Professors für terrestrische Ökologie, Wolfgang Weisser, ein. Der verlangt von den Städten, angesichts der tatsächlichen Wohnungsnot nicht wild zuzubetonieren, sondern die Umweltbedeutung des Stadtgrüns in Parks, Anlagen oder Gärten anzuerkennen und nicht als nette Dekoration zu betrachten.

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HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE

 

Termin 23. Oktober - Hausverwaltung mit dem PC leicht gemacht


Auch private Vermieter können sich die Hausverwaltung mit PC-Einsatz erleichtern. Auf welche Weise, das verrät Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg mit einem kostenlosen Seminarangebot. Seit zehn Jahren wird für die pc-gestützte Hausverwaltung auch Privathaushalten Software angeboten. Haus & Grund stellt die Möglichkeiten vor und zwar am Mittwoch, 23. Oktober, 15 bis 17 Uhr, in der Geschäftsstelle, Oxfordstraße 2. Referent ist Thomas Wagemann, Betriebswirt der Wohnungswirtschaft. Er kommt von der WAREHaus GmbH –Software für private Vermieter“.

Wagemann präsentiert die „easy-Software“. Sie ist nicht von Profi-Programmen abgeleitet, sondern eigens für den privaten Anwender konzipiert. Die Software ist in den Bereichen Hausverwaltung, Nebenkosten, Heizkosten und Vermietungen einsetzbar.

Haus & Grund bittet bis eine Woche vor dem Termin um Anmeldung zum Seminar. Rufnummer: 0228 9692670, Fax-Nummer: 0228 9692699 oder per Email: bonn@hug-bonn.de.

 
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HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE

 

29. Oktober - Haus & Grund Expertenabend gegen Schimmel und Baufeuchtigkeit


Wie man einem ungebetenen und auch noch gesundheitsgefährdenden Gast erfolgreich zu Leibe rücken kann verrät der Haus & Grund Expertenabend 2019  gegen Schimmel und Baufeuchtigkeit. Die Veranstaltung ist Dienstag, 29. Oktober, 18 bis 21.30 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Erste Fährgasse. Sie ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierte. Drei Referenten erläutern die technischen und rechtlichen Aspekte, die sich aus einem Schimmelbefall oder bei Baufeuchtigkeit ergeben können. Es referieren: Dipl.-Ing. Robert Füllmann, Sachverständiger für Bauschadenbewertung, Mitinhaber der Firma Rothicon, der Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, H&G Vertrauensanwalt Lars Christian Nerbel, Partner der Kanzlei caspers & mock sowie H&G-Geschäftsführer Markus Gelderblom, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht.

Woher kommen Schimmel und Feuchtigkeit, wie kann man beide nachhaltig bekämpfen, welche rechtlichen Gewährleistungsansprüche gibt es, welche Konsequenzen sind zwischen Vermieter und Mieter zu erwarten?

Die Teilnahme ist kostenlos. Wer an diesem Abend Mitglied von Haus & Grund wird, spart die sonst übliche Aufnahmegebühr von 72 Euro.

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http://bonner-energieeffizienz-preis.de

HAUS & GRUND: RAT TAT SERVICE TERMINE

 

Stadtwerke Bonn schreiben Energieeffizienzpreis 2019 aus


Erneut schreiben die Stadtwerke ihren Energieeffizienz-Preis aus. Damit sollen Privatpersonen, Organisationen, Firmen sowie Bildungseinrichtungen für ihr Engagement und ihre vorbildlichen Projekte ausgezeichnet werden.

Alle Informationen finden Interessierte unter www.bonner-energieeffizienz-preis.de. Dazu gehören auch die Bewerbungsunterlagen und – als Anregung – Informationen über bisher prämierte Maßnahmen. Der Preis ist die logische Ergänzung in der Umweltarbeit der Stadtwerke Bonn. Der Energieversorger will die Kundschaft unterstützen, Energie und Ressourcen zu sparen, erneuerbare Energien zu nutzen und damit den Schutz des Klimas aktiv zu fördern.

Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober. Wer fragen hat kann diese telefonisch unter Rufnummer 0228 711-3232 stellen.

Kriterien für die Auswahl der Preisträger: Einsparung der Primärenergie, persönliches Engagement, Innovationsgrad, Gesamtkonzept, Nachahmbarkeit. Was gibt’s zu gewinnen? Preise im Gesamtwert von 20.000 Euro. Der erste Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg unterstützt das Projekt. Ein Vertreter der Geschäftsführung ist Mitglied der Jury.

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HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES

 

Verkehrsprobleme in Bonn: Südtangente wird nicht geplant - Verkehrsinfarkt selbst vermeiden - Nahverkehr mit 74 Mio. Euro gefördert - Wirtschaftsverbände enttäuscht


Das Land NRW wird die Südtangente in Bonn/Rhein-Sieg nicht planen. Rosiger sieht es  bei der Modernisierung des Nahverkehrs auf Schiene und Straße aus.  Das teilt das NRW Verkehrsministerium mit. Die Antwort wird von den Bonner Wirtschaftsverbänden mit Enttäuschung aufgenommen. Im März hatten sie in einem Brief an Ministerpräsident Armin Laschet gefordert,  eine grundlegende Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in die Wege zu leiten. Kern der Forderung war,  für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis die Südtangente zu planen. 

Das wird nicht geschehen. Das Land wird die Südtangente nicht planen, obwohl es der Meinung ist, sie sei „ein nachhaltiger Schritt zu einer Verbesserung des Straßennetzes in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis.“  Der Grund ist lokal gemacht, wie Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte formuliert: „Vor dem Hintergrund der nachrangigen Einstufung des Projektes im Bundesverkehrswegeplan und der breiten Ablehnung der Maßnahme vor Ort kann die Straßenbauverwaltung des Landes dieses Vorhaben zur Zeit nicht angehen“.

Die Südtangente ist die Verbindung zwischen der A3 und der Bonn-Meckenheimer Autobahn mit Ennertaufstieg und Venusbergtunnel. Sie hat leidenschaftliche Gegner und starke Befürworter. Einigung zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie weiteren betroffenen Gemeinden sind nicht in Sicht.  Auch Bürgerinitiativen fordern oder  bekämpfen die Südtangente. Durch den Verzicht auf perspektivische Infrastrukturinvestitionen fehle nun, so analysiert die IHK, ein entscheidender Befreiungsschlag zur Lösung des täglichen Stau-Gaus in Bonn. Zum  Schreiben aus Düsseldorf sagt sie: „In der Konsequenz müssen wir uns darauf einstellen, den Verkehrsinfarkt in unserer Region selbst weiter aktiv durch Verkehrsvermeidung zu verhindern.“

Allenfalls bei der Modernisierung des Nahverkehrs auf Schiene und Straße gibt es – langfristige – Perspektiven. Das Landesverkehrsministerium hält es für möglich,  die „angedachte Stadtbahnverbindung zwischen Bonn und Köln über Niederkassel“ in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes aufzunehmen, einschränkend „wenn dies von den Aufgabenträgern (den Kommunen) so gewünscht ist“. Gefördert werde auch ein „Systemupgrade auf den neuesten Stand der Technik“, damit das Schienennetz leistungsfähig bleibe. Die Landesregierung sei bereit, die Erneuerung der kommunalen Schienen finanziell zu fördern, „auch wenn es sich dabei eigentlich um eine kommunale Aufgabe handelt.“ Knapp 74 Mio. Euro sind aus dem Milliardenpaket für die Region Bonn/Rhein-Sieg vorgesehen.

 
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HAUS & GRUND: BONNER BAUPERSPEKTIVEN

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Neues Hotel an der Beethovenhalle hat Verspätung - Grundstein wurde gelegt - Pfahlgründungen erfolgt
 


Grundsteinlegung. v.r.n.l.: OB Ashok Sridharan, Hotel-Geschäftsführer Connor Ryterski, Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling, stv. Bezirksbürgermeister Wolfgang Maiwaldt, Architekt Gerd Wittfeld, Projektleiterin Frederike Stark. Foto: Landmarken AG/Tobias Vollmer

Das neue Hotel neben der Bonner Beethovenhalle hat „Verspätung“. Es wird nicht im Beethovenjubiläumsjahr, sondern vermutlich erst Mitte 2021 eröffnet. Die Gründe sind betonhart. Teile des Kriegsbunkers auf dem Gelände, die abgerissen werden mussten, widersetzten sich den Abrissbaggern. Außerdem mussten mit den Stadtwerken Sicherheitsfragen wegen einer benachbarten Gasverteilungsstation geklärt werden. Nun aber ist die Fläche für den Beginn des Hochbaus bereitet. Die für die Statik des Neubaus notwendigen Pfahlgründungen waren bereits im August erfolgt. Im September wurde der Grundstein gelegt. Der Investor, die Landmarken AG in Aachen, hofft auf einen zügigen Bau für eine „Landmarke am Rhein“. Investor und Hotelier wollen nicht nur ein modernes Hotel für Gäste errichten. Das Gebäude mit Lobby-Lounge und Skybar soll auch ein Loge am Rhein für die Bonnerinnen und Bonner werden.

Ausführlicher Bericht in der Oktoberausgabe unseres Magazins Haus & Grund aktuell. 

 
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HAUS & GRUND: RECHT/URTEILE

 

Bundesgerichtshof: Kein Anspruch auf Beseitigung von Birken auf dem Nachbargrundstück bei Einhaltung des Grenzabstandes


„Weiß glänzt die Birke im Erlenbruch, jung, rein und seidig die Haut….“, diese lyrischen Beschreibungen, hier aus einem Gedicht von Wilfried Flach, werden die Streitparteien nicht im Sinn gehabt haben, als sie bis zum Bundesgerichtshof zogen. Und dort wurde im BGH-Urteil auch weniger lyrisch, sondern juristisch eindeutig getextet.

Das Urteil vom 20. September 2019 – V ZR 218/18

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass ein Grundstückseigentümer von seinem Nachbarn in aller Regel nicht die Beseitigung von Bäumen wegen der von ihnen ausgehenden natürlichen Immissionen auf sein Grundstück verlangen kann, wenn die für die Anpflanzung bestehenden landesrechtlichen Abstandsregelungen eingehalten sind.

Der Fall:

Die Parteien sind Eigentümer benachbarter Grundstücke, die mit Wohnhäusern bebaut sind. Auf dem Grundstück des Beklagten stehen in einem Abstand von mindestens zwei Meter zu der Grenze drei ca. 18 Meter hohe, gesunde Birken. Wegen der von den Birken ausgehenden Immissionen (Pollenflug, Herausfallen der Samen und Früchte, Herabfallen der leeren Zapfen sowie der Blätter und Birkenreiser) verlangt der Kläger mit dem Hauptantrag deren Entfernung und hilfsweise eine monatliche Zahlung von jeweils 230 € in den Monaten Juni bis November eines jeden Jahres.

Entscheidung des Bundesgerichtshofs:

Ein Beseitigungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 BGB setzt voraus, dass der Beklagte Störer im Sinne dieser Vorschrift ist. Hierfür genügt nicht bereits das Eigentum an dem Grundstück, von dem die Einwirkung ausgeht. Vielmehr ist die Feststellung erforderlich, ob es jeweils Sachgründe gibt, dem Grundstückseigentümer die Verantwortung für das Geschehen aufzuerlegen. Wenn es um durch Naturereignisse ausgelöste Störungen geht, ist entscheidend, ob sich die Nutzung des Grundstücks, von dem die Beeinträchtigungen ausgehen, im Rahmen ordnungsgemäßer Bewirtschaftung hält. So hat der Senat die Störereigenschaft beispielsweise verneint bei Umstürzen nicht erkennbar kranker Bäume infolge von Naturgewalten. In aller Regel ist von einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung auszugehen, wenn die für die Anpflanzung bestehenden landesrechtlichen Abstandsregelungen eingehalten sind. Kommt es trotz Einhaltung der Abstandsgrenzen zu natürlichen Immissionen auf dem Nachbargrundstück, ist der Eigentümer des Grundstücks hierfür nach der von dem Gesetzgeber vorgenommenen Wertung regelmäßig nicht verantwortlich. Der mit dem Hilfsantrag geltend gemachte Anspruch auf eine Entschädigung von monatlich 230 € in den Monaten Juni bis November besteht nicht.

 
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