Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 11.06.19

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: VOR ORT
HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK
HAUS & GRUND: BONNER BAUJUWELEN
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

 

Abfallgebühren in Bonn im Städtevergleich günstig - Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg begrüßt Verbesserung auf Rang 8 - "Richtung ist richtig"


Die Abfallgebühren in Bonn sind im Preis-/Leistungsverhältnis günstig. Das ergab ein Städtevergleich von Haus & Grund Deutschland. Noch bei der vorletzten Umfrage, 2016, landete Bonn auf Platz 27 unter 100 Städten. In der neuesten Umfrage konnte sie auf Platz 8 vorrücken. Besser als Bonn sind nur Flensburg, Nürnberg, Magdeburg, Mainz, Chemnitz, Schwerin und Augsburg. In Flensburg, dem Spitzenreiter, zahlt die Musterfamilie pro Jahr 130,20 Euro, in Bonn sind 170,16 Euro, beim Letztplatzierten Leverkusen 562 Euro – bei geringerem Service.

Helmut Hergarten, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, begrüßt das Ergebnis. Bonn-Orange bewege sich in die richtige Richtung. Dies sei darum von Bedeutung, weil die Wohnnebenkosten zu einer immer größeren Belastung für Hauseigentümer und Mieterinnen und Mietern würden. Hergarten ermuntert die Stadt, ihre Anstrengungen zu verstärken und noch günstiger zu werden. Städte und Gemeinden sollten mit dafür Sorge tragen, damit  Wohnen in Deutschland bezahlbar bleibt. Einige ihrer Hebel lägen bei den Grundsteuern und den Gebühren.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln hat die Untersuchung im Auftrag der Eigentümergemeinschaft Haus & Grund angestellt. Das Ranking zeigt, die Kosten für die Müllabfuhr müssten nicht so hoch sein, sind es aber in vielen Städten. Mit der Studie wird den Verbrauchern, aber auch den Kommunalverwaltungen und den politisch Verantwortlichen ein Instrument gegeben, um ihre aktuelle Positionierung unter den Städten im Wettbewerb um attraktive Standortbedingungen besser einschätzen zu können. Die Studie sollte Grundlage für weitere Diskussionen und Untersuchungen in den Städten sein. Gründe für zu hohe Kosten müssten untersucht, Wege zu einer gebührenfreundlichen und kostengünstigen Entsorgung entwickelt werden. Politisch soll die erhöhte Preis- und Gebührentransparenz dazu beitragen, dass die Gebühren sinken.

In der Studie werden die Kosten der Müllabfuhr für eine vierköpfige Familie verglichen und dabei Serviceumfang und Abholrhythmen bewertet.

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

 

Mietspiegel 2020: Stadt Bonn beginnt mit Umfrage


Die Stadt Bonn beginnt mit den Vorbereitungen für den Mietspiegel 2020. Verwaltungsintern sucht sie für die Befragung von Mieterinnen und Mietern im Stadtgebiet Interviewer und Interviewerinnen. Interessierte Beschäftigte der Stadtverwaltung werden nach einer Schulung per Tablet die notwendigen Daten in Hausbesuchen erheben. Die Interviews dauern nach Einschätzung des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation etwa 60 Minuten Der Befragungszeitraum erstreckt sich von Juli bis September 2019.

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg ist an der Entwicklung des neuen Mietspiegels beteiligt.

 
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HAUS & GRUND: VOR ORT

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Meckenheim: Land fördert Altstadtentwicklung




Bürgermeister Bert Spilles hält die Förderzusage des Landes in den Händen. Rechts. Stadtplanerin Waltraud Leersch, links Beigeordneter Heinz-Peter Witt.
Foto: Stadt Meckenheim




Das Land NRW fördert drei Meckenheimer Zentrumsprojekte zur Altstadtentwicklung. Die Förderung ist besonderer Art: Sie drückt sich nicht in Geld, sondern in Personal aus. Das Land stellt der Stadtverwaltung Personal zur Verfügung und finanziert es, um die Kommunikation und Moderation zwischen Stadt und Eigentümern zu organisieren und voranzutreiben.

Es handelt sich um drei Potenzialflächen in den Bereichen Bahnhofstraße, Bonner/Merler Straße sowie Marktplatz. Hier ist eine weitere Bebauung möglich. Wegen der vorhandenen Baustruktur geht dies nur in enger Abstimmung mit vorhandenen Hauseigentümerinnen und –eigentümern. Die Förderung kommt aus dem „Flächenpool NRW“. Kommunalministerin Ina Scharrenbach hat den Vertretern Meckenheims die Zusage auf der Baumesse „polis Convention 2019“ überreicht.

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg begrüßt die Landesförderung für Meckenheim und die Initiative der Baumschul- und Rosenstadt, bei der intensiveren Nutzung von freien Flächen von vornherein auch die Haus- und Grundbesitzer einzubeziehen. Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten sieht darin die Chance für eine kooperative Stadtentwicklung und eine sachgerechte Abwägung zwischen alt und neu.

 
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HAUS & GRUND: VOR ORT

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Rheinbach: Pallotiareal wird neue Top-Wohnlage in der Innenstadt



Bürgermeister Stefan Raetz (Hintergrund) und Architekt Peter Brenner präsentieren die Planung für das künftige Pallottiareal.




Ein Blick in die Pallottistraße der Zukunft. Das Gebäude der Kirche (links) bleibt erhalten. Dahinter erstrecken sich bis zu viergeschossige Wohngebäude.
Fotos: Meike Böschemeyer


2021 sollen die ersten von insgesamt 260 Wohnungen auf dem neuen Pallottiareal in der Rheinbacher Innenstadt bezogen werden können. Diese optimistische, aber einlösbare Prognose, stellte Bürgermeister Stefan Raetz bei der Eröffnung der Ausstellung über den Architekturwettbewerb im Rathaus. Gewonnen haben ihn unter sieben teilnehmenden Büros die Architekten des Büros ASTOC aus Köln. Nach den Sommerferien beginnen die politischen Beratungen und das Bebauungsplanverfahren. Der Wettbewerbssieger gibt eine überzeugende Antwort auf die Leitidee, einen generationsübergreifenden Wohnungsmix bei guter Verkehrserschließung zu ermöglichen. Auch das Freiraumkonzept mit drei grünen Innenhöfen, Kirche, Kapelle, dem grünen Bachlauf und dem Stadtpark wurden von der Jury gewürdigt. Hinzukommt, das Schützengelände der St. Sebastianus-/St. Hubertusbruderschaft bleibt erhalten.

Für Raetz ist dieser starke Schub für citynahen Wohnungsbau auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender  des Beirates von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg ein erfreuliches Ergebnis des Strukturwandels zwischen Voigtstor, Schützenstraße, Gräbbach und Stadtpark. Auch die Eigentümergemeinschaft freut sich über diesen, so Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten, „Entwicklungssprung“ im Stadtkern. Damit gebe die Stadt eine richtige Antwort auf eine der derzeit wichtigsten Fragen der Politik, genügend Wohnraum zu schaffen.

Das ehemalige Pallottigymnasium wird vermutlich 2021 abgerissen. Die alten Internatsgebäude sind bereits abgeräumt. Auch der Teil zwischen dem historischen, unter Denkmalschutz stehenden Hermann-Josef-Kolleg am Voigtstor und der Kirche wird vermutlich, zumindest teilweise, fallen. An die Ära der Pallottiner erinnern dann nur noch das Denkmal und die Schönstattkapelle. Nach neuestem Stand wird die in den 60er Jahren nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils errichtete Pallottikirche zumindest als Gebäude erhalten bleiben. Solange Pallottiner in Rheinbach leben, wird in dem beliebten Gotteshaus auch die Liturgie gefeiert, mindestens bis in das Jahr 2020 hinein.  Inzwischen ist die Kirche in ein Programm des Landes (dritter Ort) aufgenommen worden, mit 16 weiteren kleineren Kommunen und ausgewählt aus 250 Projektbewerbungen. Mit Unterstützung des Landes soll eine neue Funktion für die Kirche erarbeitet werden, die Rheinbach kulturell bereichert, aber die auch finanziert werden kann. Als Gebäude wird der Kirchenbau aufgewertet. Die Pläne sehen vor, das Gebäude auch an der Rückseite freizustellen. Die Fläche für einen Kindergarten ist reserviert. Die Stadt geht von einer starken Nachfrage junger Familien aus.  Das Gelände liegt in Nachbarschaft der Grundschule St. Martin und des Erzbischöflichen Gymnasiums am Stadtpark.

Im Wettbewerb wurde ein neues Gesicht für die Stadt erarbeitet, formulierte Raetz. Die Wohngebäude sind bis zu vier Geschosse hoch, einschließlich Staffelgeschoss. Die Architekten sprechen von einer „homogenen Höhenentwicklung.“ Die Gebäude entsprechen technisch und energetisch neuesten Ansprüchen. Neue Trends für modernes Bauen werden aufgenommen. Die Architektur ist nicht bis ins letzte Detail festgelegt, sondern variabel. Damit wollen die neuen Eigentümer der 30.000 Quadratmeter großen Fläche, das ist der holländische Gebietsentwickler BPD (Bouwfonds Property Development), auf Käuferverhalten und Nachfrage reagieren können. Eine der größten Herausforderung war die Lösung der Verkehrsprobleme. Die Antworten der Planer sind diskutabel. Von der Schützenstraße ist die Einfahrt zu einer großen Tiefgarage vorgesehen. Die Pallottistraße wird abgebunden. Durchfahrtsverkehr findet nicht mehr statt.

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Denkmalschutz: Land will stärker unterstützen


Eigentümerinnen und Eigentümer sollen beim Erhalt und der Nutzung von Denkmälern stärker unterstützt werden. Dies sieht ein Antrag der Landtagsmehrheit von NRW, CDU und FDP vor, der inzwischen vom Plenum verabschiedet wurde. In NRW gibt es 85.000 Bau- und Bodendenkmäler. Mehr als 64.000 befinden sich im privaten, mehr als 7000 im kirchlichen Eigentum. Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu überprüfen und zu verbessern, so dass „insbesondere die Barrierefreiheit, der Umweltschutz, die Nutzung regenerativer Energien, die energetische Sanierung, der Brandschutz und die Nutzung des geschützten Gebäudes besser in Einklang mit dem Denkmalschutz gebracht werden können. Die Zustimmung zu dem Antrag ist noch kein geltendes Recht.
 
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HAUS & GRUND: BONNER BAUJUWELEN

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25 Jahre Haus der Geschichte - Bisher 19 Mio. Besucherinnen und Besucher - Geschichtssuche statt "Rheinlust"


Innenansicht des Hauses der Geschichte (von 2014)













Der erste Trabi, der nach dem Fall der Mauer Westberlin erreichte.
Fotos: Haus der Geschichte.





















Das moderne Gebäude prägt seit 25 Jahren den Eingangsbereich der B 9, nahe dem Bundeskanzlerplatz.

Das Baujubiläum fällt zusammen mit dem großen Geburtstag des 70 Jahre alten Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Die Dauerausstellung erinnert an die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und die Entstehung der beständigsten Demokratie der deutschen Geschichte. Die letzten geförderten Kohlestücke erinnern an die Geschichte der Steinkohle im deutschen Bergbau. Und das jüngste Exponat ist der „Klimahammer“ der Pariser Klimakonferenz, mit dem das Abkommen optisch und auch ein wenig akustisch besiegelt wurde.

Umgeben ist das Haus von den „Ereignisstätten“ der Bundesrepublik, dem Museum Alexander Koenig (Parlamentarischer Rat), Villa Hammerschmidt, Palais Schaumburg, altes Kanzleramt, Bundesrats- und Bundestagsgebäude, aber auch von den baulichen Zeugen des Strukturwandels, der Vereinen Nationen und des World Conferenz Centers Bonn.

Das Ausstellungshaus, architektonisch nicht unumstritten, wurde 1985, in der Hochphase des Ausbaus Bonns als Bundeshauptstadt von dem Architektenehepaar Ingeborg und Hartmut Rüdiger aus Braunschweig in einem bundesweiten Architekturwettbewerbs des Bundes entworfen und später errichtet.  Auf dem Baugrundstück befanden sich zuvor das Ausflugslokal Rheinlust und ein Autohaus. Erster Spatenstich war 1989.  1991, wenige Tage nach dem Umzugsbeschluss des Deutschen Bundestages nach Berlin,  wurde Richtfest gefeiert und der Neubau schließlich ein Jahr vor der Eröffnung des Museums im Juni 1993 fertiggestellt. Die Baukosten betrugen 115 Millionen DM zuzüglich 15 Millionen DM für die Inneneinrichtung. Der Museumsbau hat eine Gesamtnutzfläche von rund 22.000 m². Für die Dauerausstellung stehen über 4.000 m², für Wechselausstellungen mehr als 800 m² zur Verfügung.

Zu Städtebau, Architektur und Lage: Zitate: „Das Haus der Geschichte versteht sich als Teil des öffentlichen Raumes. Es ist als Weg konzipiert, als Gang durch die Zeitgeschichte. Dieses Konzept setzt die Architektur konsequent um. (…) Im Gegensatz zu den Kultstätten Kunstmuseum und Bundeskunsthalle (…) ist das Haus der Geschichte ein einladender Ort. Seine Architektur wirkt ungewöhnlich genug, um interessant zu sein. Sie wirkt aber wiederum nicht so fremdartig, dass sich der »Alltagsmensch« von einem Besuch abbringen ließe.“ (Prof. Ingeborg Flagge (1994). „Das Museum reflektiert transparentes Denken, demokratische Vielfalt, es öffnet sich den Besuchern. Es vermittelt das Gefühl wagender Modernität, strenger Linienführung und Formgebung. Metall und Glas, Beton und Naturstein vereinigen sich zu harmonischer Einheit, geben dem Ganzen Spannkraft, Weite und den Anflug einer kühnen Konstruktion. Das Haus an der Adenauerallee, eingebunden in die Bonner Museumsmeile, setzt einen urbanen Akzent.“ (Bundesbauminister Oscar Schneider (1994).  „Ein Bau, dessen architektonische Gestaltung vom heutigen kunsthistorischen Standpunkt aus noch nicht abschließend eingeordnet werden kann, deren charakteristische, zeittypische Merkmale sich aber gut benennen lassen.“ (Martin Bredenbeck)

Das Haus der Geschichte erwies sich von Anfang an als ein Publikumsmagnet. Am 14. Juni wird 1994 wurde es von Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet. Der Berlinfreund war eine der treibenden Kräfte für das Geschichtshaus der Bonner Republik. Am 14. Juni 2019 wird der 25. Geburtstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gefeiert. Die Stiftung Haus der Geschichte ist inzwischen auf vier Museen an den Standorten Bonn, Leipzig und Berlin angewachsen. Präsident ist Prof. Dr. Hans Walter Hütter.

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