Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 23.05.19

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES
HAUS & GRUND: RAT TAT HILFE SERVICE
HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK
HAUS & GRUND: RECHT
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Ein "Goldjunge" für Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg - Eigentümergemeinschaft wurde Beethovenpatin


Ein Goldjunge für Haus & Grund. Beethoven als nichtlaufender Meter. Links: Dirk Vianden, rechts Helmut Hergarten.
Foto: Bildagentur Knopp/Loutfi.



Die Geschäftsstelle von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg bekommt Verstärkung. Ein „Goldjunge“ soll die Zentrale der Eigentümergemeinschaft bereichern, einer der besonderen Art. Jemand, der lächelt, aber nichts sagt, der durch seine Mimik spricht und optisch wirkt, auch als ein „nichtlaufender Meter“.  Vorsitzender Dirk Vianden und Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten haben ihn bereits besucht und für gut befunden.

In Kürze wird er in seiner goldenen Ausführung umziehen, vom Bonner Münsterplatz an die Oxfordstraße. Es ist eine Figur der vielbeachteten Beethovenaktion „Unser Ludwig“, entworfen vom Künstler Ottmar Hörl, der in der Vorwoche die ersten 700 in süddeutschen Unternehmen produzierten Skulpturen des lachenden Titanen, ausstellte. Im Rücken der grünen oder goldenen Beethoven-Figuren erhebt sich das echte Bonner Beethovendenkmal. Und wenn „Unser Ludwig“ überall dort zu sehen sein wird, wo er erworben wurde, steht der berühmteste Bonner, 1770 geboren, immer noch auf seinem 1948 enthüllten Sockel. Wie gewohnt schaut er grimmig.

Hörls Idee: Er wollte ein sympathischeres Beethoven-Bild von Bonn aus in die Welt bringen. „Für Musiker ist er ein Gott. Beethovens Kompositionen sind von grandioser Sensibilität und revolutionärer Wirkungskraft. Doch alle Welt kennt ihn nur missmutig. Höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel in der visuellen kollektiven Wahrnehmung.“

Die Beethoven-Statuen sind etwa einen Meter groß und leicht transportabel. Ottmar Hörl ist ein international renommierter Konzeptkünstler.  Er überreichte die beiden ersten Beethoven-Figuren (je eine in Grün und eine in Gold) den Veranstaltern der Bürgeraktion „Unser Ludwig“. Die Kooperation aus den beiden Vereinen city-marketing bonn e.V. und Bürger für Beethoven freute sich über den großen Zuspruch.

Noch bis zum 2. Juni 2019 soll Hörls Kunstinstallation „Ludwig van Beethoven – Ode an die Freude“ für eine volle City of Bonn sorgen.

 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

 

Haus & Grund eröffnet 133. Verbandstag in Berlin - Bonner Geschäftsführer sind dabei - Präsident Warnecke ruft zu sachlicher Debatte auf


Die Bonner Haus & Grund-Geschäftsführung, Helmut Hergarten und Markus Gelderblom, nehmen am 133. Haus & Grund Verbandstag teil, der heute in Berlin beginnt.
 
In seiner Eröffnungsrede kritisierte Verbandspräsident Kai Warnecke die emotionsgeladene Debatte über aktuelle wohnungsmarktpolitische Herausforderungen: „Wir sollten endlich zu den Fakten zurückkehren und das gesellschaftspolitisch äußerst schädliche Ausspielen von Mietern gegen Vermieter beenden.“ Explizit ging er auf die jüngsten Mietrechtsvorschläge von Justizministerin Barley sowie auf die Enteignungsdebatte ein. „Wer das Eigentum infrage stellt, stellt auch die demokratische Grundordnung dieses Landes und unsere Freiheitsrechte infrage!“, unterstrich Warnecke.

Warnecke appellierte an alle verantwortlichen Politiker, die von Haus & Grund vertretenen privaten Haus- und Wohnungseigentümer als Teil der Problemlösung zu sehen. Die privaten Eigentümer hätten einen persönlichen Bezug zu ihrer Wohnung, seien bekannter Ansprechpartner für die Mieter und packten selbst an. Sie vermieteten fair und nachgewiesenermaßen günstiger als andere Vermieter. Und sie seien in ihren Kommunen verwurzelt und übernähmen dort auch für ihre Mieter Verantwortung. „Zwei Drittel aller Mietwohnungen in Deutschland werden von Privatpersonen angeboten. Der Staat kann nicht und sollte auch nicht versuchen, an ihre Stelle zu treten“, unterstrich Warnecke.

Rund 500 Vertreter der Haus & Grund-Landesverbände und der 900 Vereine sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft sind nach Berlin gekommen. Als Ehrengäste begrüßt Haus & Grund die Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesbauminister, Marco Wanderwitz, sowie den CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Wegner.

 
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HAUS & GRUND: KOMMUNAL/REGIONAL

 

Stadt Bonn will Fassaden- und Dachbegrünung intensivieren - Haus & Grund nur begrenzt euphorisch: "Keine neuen Vorschriften"



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Grüne Fassade an der Poppelsdorfer Allee wurde wissenschaftlich untersucht. Deutliche Kühlungseffekte.
Foto: Frechen



Steigende Temperaturen in den Städten, Versiegelung von Grünflächen durch Baumaßnahmen für Wohnen und Gewerbe, Gärten aus Steinen, Klimaveränderungen – der Rat der Stadt Bonn hat grundsätzlich beschlossen, für mehr Grün an Fassaden und auf Dächern zu sorgen. Dabei soll die Stadt privaten Investoren ein gutes Beispiel geben.

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg reagiert auf den Grundsatzbeschluss des Stadtrates über Fassadenrenovierung nur begrenzt euphorisch. Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten rät zur Zurückhaltung. Man müsse auch auf die Kosten achten, damit diese nicht durch weitere Forderungen der Stadt an private Bauherren aus dem Ruder liefen. Steigende Baukosten beeinträchtigten bereits heute ganz erheblich die Finanzierungskräfte vor allem junger Familien. Es dürfe nicht noch teurer werden. Grundsätzlich kann man den erprobten Methoden, Städte zu kühlen, die Luft zu erfrischen und Sommerhitze zu bekämpfen nur befürworten. Haus & Grund lehnt aber verbindliche Vorschriften für Eigentümer oder Hausbauer ab. Auch gegen finanzielle Anreize durch die Stadt Bonn sei nichts einzuwenden. Hergarten spricht sich auch für eine fachliche  Beratung aus. Von Efeu wisse man, dass es die Bausubstanz angreife, so erklärte er im Bonner General-Anzeiger.

Auch die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen in Kiel hat in einer Studie, die aber bereits einige Jahre zurückliegt, festgestellt, pro Quadratmeter Grünfläche an Fassaden oder auf Dächern müssten wenigstens 41 Euro aufgewendet werden, wie das Institut dem General-Anzeiger mitteilte.

Der Stadtrat will sich der Begrünungsfrage grundsätzlich widmen. Die Verwaltung hat ein ganzes Hausaufgabenpaket erhalten. Die Kommunalpolitiker wollen die Vor- und Nachteile einer Fassaden- oder Dachbegrünung kennenlernen, einen Überblick um die bereits in Bonn realisierten Vorhaben bekommen und feststellen, wieviele Bauinteressierte die Stadtverwaltung bereits beraten hat. Ferner sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie Gebäudebegrünungen im Einzelfall oder für zusammenhängende Bebauungsplangebiete (auch für Gewerbegebiete) als Ausgleichsmaßnahme für die Versiegelung der Böden in einer städtischen Satzung festgesetzt werden können. Aber auch eine Analyse der städtischen Gebäude wird erwartet, die begrünt werden können. Dabei geht es auch im Investitionsgrößen und um den finanziellen und operativen Pflegeaufwand.

Grüne  Fassaden sind Hitzekiller – Efeu besonders effektiv

Am Bonner Beispiel auf der Poppelsdorfer Allee wurde dies in diesem Sommer erprobt: Begrünte Fassaden sind Hitzekiller. Das hat der Biologe Prof. Hans-Georg Edelmann, Institut für Biologie-didaktik der Universität Köln an zwei Gebäuden in Bonn studiert. Besonders Efeu erweist sich als effektive Fassadenkühlung. Untersucht wurden zwei Villen. Die Efeufassade wurde bei direkter Sonneneinstrahlung nur halb so heiß wie die freie Fassade. Wir  berichteten darüber im Newsletter 25/18 vom 15. Oktober 2018.

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HAUS & GRUND: KOMMUNAL/REGIONAL

 

Wohnungsmarkt in der Bonn-Region: In der Regel knapp und teurer


Die Grundstücksmarktberichte der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises werden von empirica Forscher Thomas Abraham bestätigt: die Lage ist knapp und teuer. Die Preissteigerungen für Eigentumswohnungen seien 2017 überdurchschnittlich gewesen. Im zentralen Bonn mangele es an Eigentumswohnungen. In der Weststadt übten viele Neubauprojekte einen Druck auf die Preise bei gebrauchen Wohnungen aus.  Im Umland waren die Preise hoch, aber günstiger als in Bonn selbst. Für neue Einfamilienhäuser mussten knapp 600.000 Euro auf den Tisch gelegt werden. Schwerpunkte des Einfamilienhausangebotes lagen an den linksrheinischen Stadträndern und in Bad Godesberg.

2017 zählte Bonn 328.000 Einwohner. Der Wachstumstrend der letzten Jahre setzte sich ohne Trendbruch fort. Der Bau von 6700 Wohnungen zwischen 2011 und 2016 reichte nicht aus, um die Miet- und Kaufpreisanstiege zu bremsen. Gelobt werden in dem Bericht größere Neubauprojekte. So z.B. auf dem Gelände der Gallwitzkaserne, wo 520 Wohnungen errichtet werden. Im Westen Endenichs, im Projekt West.Side, entstehen 250 Miet- und 250 Eigentumswohnungen. Im Gebiet am Vogelsang gibt es weiteres Gelände für 250 bis 350 Wohnungen und im Innenbereich des heutigen Zürich-Areals an der Poppelsdorfer Allee bietet die Fläche Potential für 200 citynahe Wohnungen.

Die teuersten Lagen 2017 waren Venusberg, Schweinheim, Muffendorf und Plittersdorf. Spürbar ist das Gefälle je nach geographischer Lage im Rhein-Sieg-Kreis.

 
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Offene Gartenpforte im Rheinland startete Mitte Mai - Nächster Termin 15./16. Juni




Im Grünen Idyll: (l.)  Bonns Gartenbaudirektor Dieter Fuchs, r. Gartenbesitzer Mathias von Oyen.
Foto: Stadt Bonn/Presseamt














 
Gartenbaukunst in Lannesdorf.
Foto: Stadt Bonn/Presseamt


 

Bei der Aktion „Offene Gartenpforte 2019“ können Gartenfreunde im Rheinland wieder zahlreiche verborgene Oasen entdecken: An jeweils einem Wochenende im Juni, Juli und September laden insgesamt 156 Gartenbesitzer zu sich ein - 27 davon in Bonn, 43 im Rhein-Sieg-Kreis, 18 im Rhein-Erft-Kreis und 68 weitere in der Region. Ob ländlicher Bauerngarten oder grüne Stadt-Oase, weitläufiger Privatpark oder kleiner Reihenhausgarten: Die „Offene Gartenpforte“ zeigt, wie vielfältig und ideenreich die private Gartenkultur im Rheinland ist.

Zum Auftakt besuchte Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün der Stadt Bonn, den Garten von Mathias van Ooyen in Bonn-Lannesdorf. Auf 1200 Quadratmetern eröffnet sich Besuchern hier ein grünes Idyll, welches auf drei verschiedenen Ebenen zur Entdeckungstour einlädt. Rustikale Natursteinmauern und Treppenstufen sowie ein architektonischer Bachlauf machen den individuellen Charme des Hanggartens aus. Eine dezente Mischbepflanzung aus immergrünen Sträuchern und Blütensträuchern, vereinzelten Bäumen sowie verschiedenen Gräsern, Farnen und Bodendeckern runden das Ambiente ab. 

„Ob wilder Kräutergarten oder gepflegter Privatpark – jeder Garten ist einzigartig und bietet Inspiration für die eigene Gartengestaltung. Bei der Offenen Gartenpforte haben Gartenfreunde die Möglichkeit, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen. Deswegen freue ich mich, dass jedes Jahr so viele Gartenbesitzer in der Region dazu bereit sind, ihre Pforte für Besucher zu öffnen“, so Fuchs bei seinem Besuch. 

Weitere Termine:  Am 15./16. Juni, 20./21. Juli und 14./15. September 2019 sind "Zaungäste" willkommen. Der Eintritt in die Gärten ist kostenlos. In der 13. Auflage der Broschüre zur Aktion sind zu allen Gärten kurze Beschreibungen sowie die dazugehörigen Adressen und Öffnungszeiten veröffentlicht. Das Heft steht unter www.bonn.de/offene-gartenpforte zum Download bereit. Gegen ein Rückporto von 1,45 Euro in Briefmarken kann die Broschüre auch zugesandt werden. Erforderlich ist dazu lediglich ein Schreiben mit dem Stichwort "Offene Gartenpforte" an das Amt für Stadtgrün (68-KS), z.Hd. Petra Luhmer, Berliner Platz 2, 53103 Bonn. Weitere Gartenbesitzer sind zudem im Internet unter www.offene-gartenpforte-rheinland.de vertreten.

Aktion wurzelt in einer Initiative aus England

Die Aktion "Offene Gartenpforte" wurde im Rheinland 2002 ins Leben gerufen und geht auf eine Initiative in England aus dem Jahre 1927 zurück. Das Amt für Stadtgrün der Stadt Bonn übernimmt seit 2006 die Koordination für das südliche Rheinland. Bei der Aktion „Offene Gartenpforte 2019“ können Gartenfreunde im Rheinland wieder zahlreiche verborgene Oasen entdecken: An jeweils einem Wochenende im Mai, Juni, Juli und September laden insgesamt 156 Gartenbesitzer zu sich ein. Zum Auftakt besuchte Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün, den Garten eines Bonner Teilnehmers.
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HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK

 

Aufkommensneutrale Grundsteuerreform? Bürgermeister sollen Farbe bekennen - Befragung von 1.650 Kommunen


Die Reform der Grundsteuer soll insgesamt nicht mehr Geld in die kommunalen Kassen spülen. Das ist das Versprechen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Der Eigentümerverband Haus & Grund ist skeptisch. Der Minister selbst könne sein Versprechen gar nicht einhalten. Haus & Grund will es genauer wissen. „Entscheidend ist am Ende, wie es die Gemeinden mit ihren Hebesätzen halten. Deshalb wollen wir von 1.650 Bürgermeistern in Deutschland wissen, ob sie im Falle von Mehreinnahmen nach der Grundsteuerreform wirklich ihre Hebesätze senken werden“, erläutert Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.

Inzwischen haben 1650 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister  einen Brief von Haus & Grund mit einem Fragebogen erhalten. Sie werden gefragt, ob die Gemeinde beabsichtigt, den Hebesatz der Grundsteuer nach einer Reform so anzupassen, dass das Grundsteueraufkommen innerhalb der Gemeinde nach einer Reform in etwa gleichbleibt. „Wir wissen um die teils schwierige Lage der kommunalen Finanzen. Kommunen mit angespannter Haushaltslage werden sich schwertun, auf Mehreinnahmen zu verzichten“, gibt Warnecke zu bedenken. Eine reformierte Grundsteuer werde von den Bürgern allerdings nur dann akzeptiert, wenn sie die Mieter und Eigentümer nicht höher belaste.

 
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HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK

 

Difu-Umfrage: Wohnraummangel ist derzeit die größte Herausforderung für die Städte


„OB-Barometer 2019“ des Deutschen Instituts für Urbanistik zeigt gegenüber dem Vorjahr deutliche Trendverschiebungen in kommunalen Handlungsfeldern

Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums steht derzeit ganz oben auf der Agenda der deutschen Städte. Mit deutlichem Abstand bei den derzeit wichtigsten Aufgaben folgen die Themen Mobilität und Digitalisierung auf Platz 2 und 3 der aktuellen Difu-Städteumfrage. Das in der Vorgängerbefragung noch auf Platz 1 gelistete Thema Integration belegt aktuell Platz 6. Das teilte der Deutsche Städtetag mit.

„Ein Existenzbedürfnis wie Wohnen sollte nicht Spitzenreiter unter den drängendsten Herausforderungen deutscher Städte sein. Die Städte benötigen dringend Unterstützung durch die Länder und den Bund, die für Mietrecht, Wohngeld und sozialen Wohnungsbau zuständig sind. Dass der Markt es nicht allein richtet, dürfte inzwischen allen klar sein.“, so Difu-Institutsleiter Prof. Dr. Carsten Kühl zu den Ergebnissen des OB-Barometer 2019. Entscheidend für die Zukunft sei die kommunale Bodenpolitik. Das Difu habe bereits 2017 in einer Studie deutlich gemacht, dass der Boden der Schlüssel für eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung ist.

Die Stadtspitzen erwarten laut OB-Barometer 2019 für die drei Top-Themen Wohnen, Mobilität und Digitalisierung – aber auch mit Blick auf die Finanzsituation – eine bessere Unterstützung durch Bund, Länder und EU. „Beim Thema Mobilität fordern 70 Prozent der Stadtspitzen bessere Rahmenbedingungen von Bund und Ländern. Die Städte stärken den ÖPNV, bauen Rad- und Fußwege aus, fördern die digitale Information der Fahrgäste und erproben vernetzte Verkehrsangebote. Aber wir brauchen ein Gesamtkonzept des Bundes für nachhaltige Mobilität. Dazu muss eine Investitionsoffensive von Bund und Ländern gehören“, sagt Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages.

Detaillierte Ergebnisse und Grafiken zum OB-Barometer 2019 sowie zu den Vorjahresauswertungen stehen auf der Difu-Website: www.difu.de/OB-Barometer bereit.

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HAUS & GRUND: RECHT

 

Eigenbedarfskündigung: Interessen müssen in jedem Einzelfall abgewogen werden - Haus & Grund begrüßt BGH-Urteile


Bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf müssen im Konfliktfall die Interessen von Mieter und Eigentümer individuell abgewogen werden. Dies betonte der Bundesgerichtshof heute mit zwei Urteilen (VIII ZR 180/18 und VIII ZR 167/17). Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland begrüßte die Entscheidungen. „Der Rechtsstaat gebietet diese Abwägung – und zwar immer auf den konkreten Fall bezogen“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Er betonte, dass niemals infrage gestellt werden dürfe, dass Eigentümer ihre vermietete Wohnung grundsätzlich eines Tages auch selbst nutzen können. Dies sei ein legitimes Recht, das der Staat schützen müsse. Nur dann würden überhaupt hinreichend Mietwohnungen angeboten und nur dann seien vermietete Immobilien als Teil der privaten Altersvorsorge in vielen Fällen überhaupt eine Option.

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