Newsletter 12/19

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INHALT

HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: KOMMUNAL / REGIONAL
HAUS & GRUND: RAT & TAT, TERMINE, SERVICE
HAUS & GRUND: REAKTIONEN
HAUS & GRUND: BAUEN, WOHNEN, POLITIK
HAUS & GRUND: RECHT
HAUS & GRUND: BONNER BAUJUWELEN
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Neuer Dienstleister: Noch mehr Bausachverstand für Haus & Grund-Mitglieder




Unsere neuen Dienstleister, die Bausachverständigen Robert Füllmann (r.) und Thilo Schemmann. Foto: Rothicon



Die Serie von Serviceerweiterungen für Haus & Grundmitglieder in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hält an. Ab sofort steht unseren Haus- und Grundeigentümern noch mehr baulicher Sachverstand zur Verfügung.

Mit dem Bausachverständigenbüro ROTHICON gewann die größte regionale Eigentümergemeinschaft zwei erfahrene Diplom-Bauingenieure: Robert Füllmann und Thilo Schemmann. Das Sachverständigenbüro bietet unseren Mitgliedern eine breite Palette an Ingenieurdienstleistungen zu fest vereinbarten, günstigen Sonderkonditionen an. Vorsitzender Dirk Vianden: „Damit ist es möglich, den für die Mitglieder gewohnt guten Service durch unseren Architekten und stv. Vorsitzenden Helmut Görgen in der Bau- und Wohnschadenberatung für die Zukunft zu sichern und weiter auszubauen“. Markus Gelderblom, Geschäftsführer der H&G Service GmbH: „ Der Beratungsumfang reicht hierbei vom Sondereigentum über Ein- und Mehrfamilienhäuser bis hin zur Industrie- oder Gewerbeimmobilie“.

Die Leistungspallette

Dazu gehört die Begutachtung von Baugrundstücken, der Begleitung von Wohnungsabnahmen, der Wohnflächenberechnung oder der Erstellung von Energieausweisen. Außerdem bietet ROTHICON weitere, für die Mitglieder interessante Leistungen an, u. a.

Technische Hauskaufberatung: Vermeidung von Risiken, Früherkennung von Mängeln und Schäden vor dem Erwerb der Immobilie.

Schadengutachten: Bauschäden können den Wert einer Immobilie erheblich mindern. Unser erweiterter Servicedienst begutachtet die Situation vor Ort und stellt mögliche Baumängel oder Bauschäden fest.

Statik und Tragwerksplanung: Für Neubau- und Umbauplanungen unter Berücksichtigung der Architektur, Gebäudetechnik, Bauphysik und weiterer Teildisziplinen des Bauens.

Bauwerksprüfung/Bauwerksbegehung (VDI RL 6200): Häufig ist den Eigentümern, Bauherren und Betreibern von Bauwerken nicht bewusst, dass sie die Verantwortung für Bauwerkssicherheit und Verkehrssicherheit tragen. Besonderes Augenmerk gilt hierbei dem Gebäudebestand, denn Bauwerke und Stoffe unterliegen einem stetigen Alterungsprozess wodurch beispielsweise die Verkehrssicherheit eines Gebäudes nachhaltig beeinträchtigt werden kann. Unsere neuen Bausachverständigen begehen und inspizieren regelmäßig und fachkundig ihre Immobilie.

Schimmelbegutachtung: Der Schimmelpilzbefall in Wohnräumen nimmt bei modernen Bauwerken zu. Eine frühe Erkennung von Schimmelbefall ist sowohl für die Gesundheit der Bewohner als auch für die Kosten der Instandsetzung von elementarer Bedeutung.

Leistungsübersicht: Eine ausführliche Übersicht der Leistungen des Sachverständigenbüros ROTHICON finden an Beratung interessierte Mitglieder im Internet unter
www.rothicon.de.
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Kontakte: Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen bitte wie gewohnt an unsere Hauptgeschäftsstelle oder ggf. direkt an Herrn Diplom-Ingenieur Robert Füllmann, Mobil: 0175 8037671; Email:
rf@rothicon.de.

Die Gebühren für die Arbeit der Sachverständigen können derzeit in der Hauptgeschäftsstelle von H&G erfragt werden. Die neue Gebührenordnung wird im Juni beschlossen.

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HAUS & GRUND: KOMMUNAL / REGIONAL

Grundstücksmarktbericht: Häuser und Wohnungen auch im Rhein-Sieg-Kreis erneut teurer – Neuer Rekord: 6900 Immobilien für 1,7 Milliarden Euro verkauft


Wie in Bonn so boomt auch der Immobilienmarkt im Rhein-Sieg-Kreis. Das ist ein Ergebnis des Grundstücksmarktberichtes des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Troisdorf für 2018. Demnach sind im vergangenen Jahr kreisweit rund 6.900 Immobilien im Wert von insgesamt etwa 1,7 Mrd. Euro verkauft worden. Damit ist die Rekordmarke aus dem Jahr 2017 (damals etwa 1,4 Milliarden Euro) noch einmal deutlich übertroffen worden. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ermittelte auch den mittleren Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser beziehungsweise für Eigentumswohnungen. Er liegt für ein freistehendes Einfamilienhaus bei  rund 310.000 Euro. Dabei lagen Immobilien im ländlichen Raum bei 140.000 Euro aufwärts, Häuser im urbanen Raum bei rund 400.000 Euro. Für einen Quadratmeter Wohnfläche einer Eigentumswohnung ab Baujahr 2010 mussten im Rhein-Sieg-Kreis durchschnittlich 3.000 Euro bezahlt werden. Bis zu 5.000 Euro pro Quadratmeter waren es in Siegburg, dem Spitzenreiter.

Deutliche Preissteigerungen gab es im Rhein-Sieg-Kreis. Der Grund: Die Nähe zu den Ballungsräumen und die drastischen Preissteigerungen in den umliegenden Großstädten führen dazu, dass sich die Menschen in der näheren Umgebung ansiedeln. Vor allem in Rheinnähe steigen die Einwohnerzahlen.

Unterschiede gibt es in den 19 kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Am günstigsten kommt man in Windeck an Grundbesitz, am tiefsten müssen die Menschen rechtsrheinisch in Bad Honnef, Siegburg, Sankt Augustin und Niederkassel in die Tasche greifen. Linksrheinisch ist Grund und Boden in Alfter und Bornheim am teuersten. Bodenpreise jenseits der 400 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche sind in guten Wohnlagen der Städte keine Seltenheit mehr. Die Bevölkerungsentwicklung einerseits und das knappe Angebot andererseits haben den Effekt, dass die Preise auch im ländlichen Raum steigen.

Auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken gab es teilweise deutliche Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr. Dies betrifft vor allem das linksrheinische Kreisgebiet. Landwirtschaftliche Flächen sind in Niederkassel und Troisdorf sowie im gesamten linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis am teuersten.

Der Grundstücksmarktbericht und die aktuellen Bodenrichtwerte sind auf
www.boris.nrw.de abrufbar. Über eine App gibt es die Informationen auf optimiert für mobile Endgeräte. Die Bodenrichtwertkarten liegen auch in den Rathäusern der Städte und Gemeinden aus.

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, TERMINE, SERVICE

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Überflutungsgefahren: www.bonn.de zeigt die Auswirkungen von Sturzfluten und Starkregen - Neuer Service im städtischen Internet informiert über Überflutungsgefahren nach Unwettern in Bonn



 
Hochwasserpegelwarnanlage der Stadt Bonn am Mehlemer Bach






Sturzfluten über Bonn.
Fotos: Stadt Bonn



Sintflutartige Regenfälle und damit einhergehende Sturzfluten haben in den letzten Jahren auch in Bonn an Häufigkeit und Intensität zugenommen und auch abseits von Bach- und Flussläufen erhebliche Schäden verursacht. Bürgerinnen und Bürger, die wissen möchten, ob sie in gefährdeten Bereichen wohnen, können sich ab sofort mit einem neuen Service des Tiefbauamtes und des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation im neu gestalteten städtischen Internetauftritt www.bonn.de informieren. Denn dort sind die Starkregen-Gefahrenkarten verfügbar, die darstellen, wo im Stadtgebiet erhöhte durch Sturzfluten und Starkregen bestehen. Zunächst ist die Gefahrenkarte für den Stadtbezirk Beuel online, die Gefahrenkarten für die Stadtbezirke Bonn, Bad Godesberg und Hardtberg folgen voraussichtlich im Verlauf des Monats April. Wichtiger Hinweis: Die Karten zeigen nicht die Folgen von Bach- und Rheinhochwasser, sondern ausschließlich die Auswirkungen von Starkregen im urbanen Umfeld. Das Überflutungsrisiko durch die Bäche selbst ist in andern Kartenwerken, den Hochwassergefahrenkarten, dargestellt (Hochwassergefahrenkarten). Ein Eigentümer muss also beide Ursachen für eine Überschwemmung seines Grundstückes prüfen.

Die sich bei Starkregen einstellende Wassertiefe wurde durch Computersimulationen berechnet und wird in den Karten durch unterschiedliche Blautöne dargestellt. Dabei wird unterschieden zwischen den Wassertiefen bei einem seltenen (statistisch alle 50 Jahre), außergewöhnlichen (statistisch alle 100 Jahre) und extremen Starkregen. Auf dieser Grundlage werden Anwohner, Eigentümer, Planer und auch öffentliche Institutionen in die Lage versetzt, die Gefährdung ihres Grundstücks zu bewerten und daraus noch rechtzeitig vor der erfahrungsgemäß im Frühling/Frühsommer einsetzenden Starkregensaison  Schutzmaßnahmen abzuleiten, um Schäden vorzubeugen.

Kartenerstellung: Methode und Datengrundlage
Die Starkregen-Gefahrenkarten wurden durch eine Berechnung der Regenwasserabflüsse an der Oberfläche erstellt. Wichtig sind hierfür vor allem die Geländeoberfläche und die Regenstärken. Zusätzlich können in das Modell Einschätzungen zu Regenverdunstung, Versickerung und Fließgeschwindigkeit an der Oberfläche eingehen. Als Grundlage für den Niederschlag wurde je einstündiger Regen für ein seltenes, ein außergewöhnliches und ein extremes Starkregenereignis definiert. Bei den angenommenen Niederschlagsmengen handelt es sich um vom Deutschen Wetterdienst ermittelte statistische Werte. Zur Erstellung der Geländeoberfläche wurden Höhendaten einer Geländebefliegung verwendet. Im Schnitt wurden hier pro Quadratmeter vier Höhenangaben ermittelt. Gebäude aus dem Amtlichen Liegenschaftskataster wurden ebenfalls eingefügt. Unterirdische Infrastrukturen wie Unterführungen wurden berücksichtigt, sofern sie für die Regenabflüsse an der Oberfläche relevant waren. Kleinere Tiefpunkte wie U-Bahnabgänge, Tiefgarageneinfahrten, Kellertreppen etc. konnten nur berücksichtigt werden, wenn sie in den Höhendaten aus der Geländebefliegung enthalten waren. Auch Fließgewässer (z. B. Bäche) wurden nur über die Topographie berücksichtigt.

Die Starkregen-Gefahrenkarten stellt die maximale Gefahrenabschätzung dar. Berechnet wurden maximale Wasserstände, die sich bei Starkregen durch die Oberflächenabflüsse ergeben können. Bei der Berechnung wurde daher angenommen, dass keine Verdunstung oder Versickerung erfolgt. Im Sinne dieser äußerst ungünstigen Betrachtung wurde im Modell auch kein Regenabfluss über die Kanalisation einbezogen. Außerdem wurde für jeden Geländepunkt die höchste Wassertiefe während des Regens angegeben. Die so ermittelten Wassertiefen ermöglichen eine Einschätzung der Gefährdung. Auch wenn einige Annahmen und Ungenauigkeiten in der Betrachtung enthalten sind, werden doch die wesentlichen Fließwege und Tiefpunkte erfasst.  Die Gebäude in überflutungsgefährdeten Gebieten sollten einzeln analysiert werden. Eventuell gibt es Bordsteinkanten oder Mäuerchen, die im Geländemodell nicht erfasst wurden und das Gebäude schützen. Oder es gibt eindeutige Eintrittspunkte wie Kellerfenster oder ebenerdige Türen, an denen das Wasser leicht in Gebäude eindringen kann. Grundsätzlich gilt: auch wenn keine Wassertiefe ermittelt worden ist, besteht bei Starkregen immer ein Überflutungsrisiko.

Stadt sorgt vor:
Die Stadt Bonn ergreift überall da, wo es möglich und wirtschaftlich darstellbar ist, bauliche Schutzmaßnahmen, erinnert gleichzeitig aber auch die Bürgerinnen und Bürger an ihre Pflicht zur Eigenvorsorge. Die Stadt Bonn hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte zur Schadensvermeidung bzw. –begrenzung realisiert. Dazu gehören: Der Bau des Entlastungskanals für den Mehlemer Bach. Der Bypass ist betriebsbereit, einige Arbeiten im Bereich des Einlaufbauwerks stehen vor der Fertigstellung. Bautechnisch optimierte Treibgutrechen an Einlaufbauwerken wurden in verrohrten Bachabschnitten montiert. Hochwasseralarmpegeln an bestimmten gefährdeten Bachläufen sind zur kurzfristigen Warnung vor der Hochwasserwelle installiert. Außerdem können sich Eigentümer von Gebäuden in überflutungsgefährdeten Bereichen umfassend informieren: Auf der Homepage der Stadt Bonn, aber auch durch Broschüren, Faltblätter, Animationsfilme.

Eigenvorsorge von Eigentümern unverzichtbar.
Darin gibt es zahlreiche Tipps zur Eigenvorsorge. Denn, so das Tiefbauamt der Stadt Bonn: Niederschläge mit statistisch erwartbaren Wiederkehrzeiten von 100 oder mehr Jahren sind Naturereignisse, vor denen es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann. Weitere Infos gibt es unter
www.bonn.de/starkregen.

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HAUS & GRUND: REAKTIONEN

Beethovenhalle: Entwurf fehlte – Ehrenvorsitzender kritisiert mangelnde Beschlussgrundlage für den Stadtrat


In einer Reaktion auf das GA-Interview mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Gilles macht der Ehrenvorsitzende von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, Prof. Dr. Hans Rudolf Sangenstedt, dem Rat und der Verwaltungsführung Vorwürfe. Der Stadtrat habe eine Bauentscheidung für die Sanierung der Beethovenhalle getroffen, ohne dafür belastbare Vorplanungen zu kennen. In einem Leserbrief zum Gilles-Interview, das am Osterdienstag im GA erschien, hatte Sangenstedt den fehlenden Entwurf für das Sanierungsprojekt bemängelt. Wörtlich: „Am Entwurf sind alle Planer beteiligt, Architekten, Tragwerksplaner, Planer der Technikgewerke. Deshalb wäre es richtig gewesen, über einen Stufenvertrag die Planer zwar einseitig zu binden, aber erst einmal den Entwurf liefern zu lassen und dann weiter frei zu entscheiden, ob und wie ausgeschrieben und vergeben wird.“ Wer dies nicht tue und sich in selbst geschaffener Zeitnot bringe, handele falsch. Er könne nicht übersehen, wohin das Bauvorhaben laufe. Außerdem, so Sangenstedt, sei es unfair, wie sich der Bauherr Stadt öffentlich über seine Planer mokiere, ihnen aber gleichzeitig untersage, sich zu äußern.

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HAUS & GRUND: REAKTIONEN

Wirtschaftsteil des General-Anzeigers berichtet über geplante Hausverwaltung von H&G


Pläne von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, das Leistungsspektrum für Mitglieder um eine professionelle Hausverwaltung zu erweitern, haben auch in den Medien Beachtung gefunden. So berichtete kürzlich der General-Anzeiger ausführlich in seinem Wirtschaftsteil über das Projekt und den Stand der Überlegungen. In der Berichterstattung über den Haus & Grund-Tag 2019 fand das Thema seinen Niederschlag.

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HAUS & GRUND: REAKTIONEN

"Keine geldgierigen Vermieter"


Zu dem Thema erschien im GA ein Leserbrief von H&G Bonn/Rhein-Sieg. Es geht darum, dass in öffentlichen Darstellungen, Zeitungsartikeln oder TV-Berichten – nicht immer aber zu oft – die Mär vom geldgierigen Vermieter beschrieben und private Kleinvermieter pauschal oder mit falschen Zahlen diffamiert werden. Geschäftsführer Markus Gelderblom wies nach, dass private Vermieter, die 66 Prozent aller Wohnungen zur Verfügung stellen, auf dem Mietmarkt eine preisdämpfende Funktion haben.

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HAUS & GRUND: BAUEN, WOHNEN, POLITIK

31% privater Haushalte besitzen Einfamilienhäuser


31% der privaten Haushalte in Deutschland besaßen Anfang 2018 Einfamilienhäuser. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand der Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) weiter mitteilt, war das Einfamilienhaus damit weiterhin die häufigste Form des Immobilienbesitzes, gefolgt von Eigentumswohnungen (14%) und Zweifamilienhäusern (5%). Unbebaute Grundstücke (4%), sonstige Gebäude (4%) und Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen (2%) gehörten zu den selteneren Formen des Immobilieneigentums bei den Privathaushalten. Insgesamt konnte Anfang 2018 fast jeder zweite Haushalt (48%) mindestens eine Immobilie sein Eigen nennen. Mit zunehmender Haushaltsgröße steigt der Anteil der Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer. So hatten knapp 31% der Einpersonenhaushalte Haus- und Grundbesitz. Bei Haushalten mit 2 Personen und solchen mit 3 Personen betrugen die Quoten 55% beziehungsweise 60%. Von den Haushalten mit 4 sowie 5 und mehr Personen besaßen 71% beziehungsweise 70% Häuser oder Grundstücke.

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HAUS & GRUND:  RECHT

Gerichtsentscheidungen zu Eigenbedarf sind Einzelfallentscheidungen - Haus & Grund warnt vor Verallgemeinerungen


„Wenn eine Eigenbedarfskündigung vor Gericht verhandelt wird, müssen die Richter die Interessen von Vermieter und Mieter sorgsam gegeneinander abwägen. Das hat das Bundesverfassungsgericht vor einigen Jahren klargestellt. Damit verbieten sich einseitige Verallgemeinerungen zugunsten der Mieter. Jedes Urteil ist eine Einzelfallentscheidung und nicht übertragbar“, betont Haus & Grund Deutschland, mit Blick auf die Urteilsverkündungen des Bundesgerichtshofs in zwei Eigenbedarfsfällen. Aus Sicht des Eigentümerverbandes ist die bisherige Gesetzeslage für beide Seiten fair. „Gerechter geht es kaum.“

Aktuell scheinen vermehrt Fälle die Gerichte zu beschäftigen, in denen sich Mieter unter Berufung auf unzumutbare Härte aufgrund ihres Alters oder einer Krankheit gegen eine Eigenbedarfskündigung wehren. Das spiegelt die demografische Entwicklung. In Zukunft wird es vermehrt solche Fälle geben.  Auch seitens der Eigentümer sind Alter, Pflegebedarf oder Krankheit häufig der Grund für eine Eigenbedarfskündigung. Dass Menschen irgendwann im Laufe ihres Erwerbslebens eine barrierefreie, zentral gelegene Wohnimmobilie kaufen, um darin im Alter leben zu können, ist gang und gäbe und politisch gewollt, so Haus & Grund. Ihr berechtigtes Interesse, diese Immobilie irgendwann selbst nutzen zu wollen, müsse in Gerichtsverfahren genauso berücksichtigt werden wie ein ähnlich gelagertes Anliegen von Mietern.

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HAUS & GRUND: BONNER BAUJUWELEN

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Klinikkirche Venusberg - Sanierte Glocke läutet seit Ostern wieder – 24 Stunden geöffnet



Das bescheidene Türmchen mit Glocke auf dem Dach der Bonner Klinikkirche.
Foto: Universitätsklinikum




Mitten im Universitätsklinikum auf dem Bonner Venusberg steht eine kleine Kirche Bonns mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Die letzte Neuigkeit macht sich auf etwa 15 m Höhe bemerkbar.  Seit Ostern schwingt und klingt, nach monatelanger Schweigezeit, die sie in einer Werkstatt verbrachte, die sanierte Glocke wieder im kleinen Glockenstuhl eines Gebäudes aus den 30er Jahren, das auf dem Gelände der ehemaligen Göring-Kaserne als Tordurchfahrt zu den Boxen der Flakgeschütze entstand.

Geschichtsreich wie das Gebäude, so geschichtslos ist die Glocke. Kein Archiv hat je gesammelt, wo die Glocke herstammt, wer sie in das Türmchen setzte und seit wann sie läutete. Ihr viel zu großer Klöppel rief in den vergangenen Jahren eher Misstöne hervor. Also wurde der Klöppel für die aus Bronze gegossene, etwa 40 cm hohe und 40 kg schwere Glocke neu hergestellt und das Seil durch ein elektrisches Läutwerk abgelöst. Nun gibt die Glocke alle 30 Minuten die Zeit an, läutet um 8, 12 und 18 Uhr zum Angelus und vor den Gottesdiensten der katholischen, wie auch der evangelischen Krankenhausseelsorge. Kirche, Altar, Orgel und Glocke werden in ökumenischer Gemeinschaft genutzt. Die Glocke trägt keinen Heiligennamen. Sie ist auch namenlos.

Die Klinikkirche ist das einzige Gotteshaus in Bonn, das 24 Stunden lang geöffnet bleibt, eine Kraftquelle für Patienten, für Angehörige, aber auch für die Beschäftigten des Klinikums, die eine Atempause benötigen. Tag und Nacht brennen die Kerzen vor der Schutzmantelmadonna, die 2006 von Peter Klein geschnitzt wurde.

Das Gebäude der Klinikkirche hat eine wechselhafte Geschichte.

Sie entstand in der Architektursprache der früheren Kaserne. Durch sie hindurch wurden Flakgeschütze transportiert, die Bomberverbände im Zweiten Weltkrieg  bekämpften. Nach Kriegsende wurde die Kaserne aufgelöst.  Die Universität verlegte Teile ihres Klinikums auf den Venusberg. Zahlreiche Klinikgebäude, die sich damals noch im Bereich der 1959 eröffneten Beethovenhalle befanden, waren bei den Bombenangriffen auf die alte Rheinbrücke zerstört worden.

Es entstand zunächst eine "Leichenkapelle" für die Verstorbenen des Klinikums. Im heutigen Kirchenraum arbeiteten die Pathologen. Dazu wurde die östliche Durchfahrt mit einer Wand zugemauert und der Rundbogen durch eine Rosette künstlerisch gestaltet. Entworfen wurde das Glasfenster von der Künstlerin Ursula Fitges. Ihre Motive leuchten in vielen Farben.

Nach dem Umzug der Pathologie in ein neues Gebäude auf dem Gelände, erhielt der Raum als Taufkapelle der Frauenklinik eine neue Funktion. Das war in den 50er Jahren. Ursprüngliche Pläne aus dieser Zeit sahen den Bau einer ganz neuen Klinikkirche an der Stelle des heutigen Technischen Funktionszentrums vor. Die Pläne wurden nie verwirklicht.

Schließlich wurde aus der Leichen-, Aufbahrungs- und Taufkapelle die "Kirche" des Klinikums, in der beide Konfessionen Gottesdienste abhalten.

Die Kirche besticht durch ihre Schlichtheit. Darin wiederum liegt ihre Schönheit. Zu den besonderen Einrichtungen der Klinikkirche gehört der holzgeschnitzte Altar nach Motiven aus dem 11. Kapitel des Buches Jesaja. (Altarweihe: 2. Juni 1999). Dazu passend entstand der Ambo für die Schriftlesungen. Auch das Kruzifix ist eine Besonderheit. Es wurde von zwei Künstlern entworfen. Den Corpus gestaltete Matthias Heiermann, das Kreuz Bernd Scheuvens. Einen modernen gestalterischen Ausdruck hat auch der Kreuzweg.

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