Newsletter 10/19

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE, TERMINE
HAUS & GRUND: REAKTIONEN
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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500 beim Haus & Grund-Tag 2019 - Eigentümergemeinschaft bleibt auf Wachstumskurs – Kritik an Kommunalpolitik



Über 100 Mitglieder nahmen an der Generalversammlung teil




Mitglieder von Vorstand, Beirat
und Geschäftsführung









Dirk Vianden bei seiner kämpferischen Rede





Dirk Vianden freute sich über einen erfolgreichen Haus & Grund-Tag 2019. Die vereinsinterne Bilanz seines ersten Geschäftsberichtes als Vorsitzender war positiv. Die mit über 6500 Mitgliedern größte regionale Eigentümergemeinschaft bleibt auf Wachstumskurs. 2018 gab es ein Plus von 102 Mitgliedern. Die finanzielle Lage sei erfreulich, die Aktivitäten konnten deutlich gesteigert werden, zukunftsweisende Personalentscheidungen seien getroffen worden. So saß Vianden, wie er sagte, erstmals zwischen zwei Hauptgeschäftsführern. Der eine, Helmut Hergarten, scheide Ende des Jahres nach 32jähriger Tätigkeit aus, der andere, Markus Gelderblom, sei bereits einstimmig gewählt worden und trete sein Amt am 1. Januar 2020 an. Kontinuität sei da Signum des Vereins. Vianden erwähnte, dass Hergartens Sachverstand auch von der Landesorganisation nachgefragt werde. Er ist dort stv. Landesvorsitzender.

Die Dienstleistungsangebote würden erweitert, die vorhandenen auf ihre Effizienz überprüft. Neu seien Beratungsanwälte für Baurecht, Erbrecht und die Zusammenarbeit mit einem zweiten Steuerberater. Haus & Grund verfüge bereits heute über ein flächendeckendes Netzwerk erstklassiger Juristinnen und Juristen, die den Mitgliedern zur Verfügung stehen. Eine Ausweitung der Vereinstätigkeit in die Wohnungsverwaltung steht bevor. Andererseits wurde eingestellt, was nicht mehr nachgefragt wird. Das ist die Reihe "Haus & Grund vor Ort", die bei hohem finanziellen und organisatorischen Aufwand nicht auf ausreichendes Interesse stieß.

H&G-Exkursionen bleiben dagegen auf der Agenda. Im Herbst gehe es nach Kommern, um in die „Häuser vergangener Jahrhunderte einzutauchen“. Vorstand und Beirat diskutierten aktuelle Themen mit Prominenten aus der Region. Als Mitglied im Quartett der Wirtschaftsverbände (IHK, Einzelhandelsverband, Haus & Grund, City-Marketing) positioniere sich H& G in zahlreichen politischen Fragen. Von Bedeutung sei auch die Zusammenarbeit mit H&G Vereinen in der Nachbarschaft, vor allem mit Bad Godesberg. Die Zusammenarbeit habe sich erheblich verbessert, das sei „ein gutes Zeichen“ für die künftige Entwicklung.

Kritik an der Stadtpolitik: „Verhindern einfacher als neues zu entwickeln“

Kritische Bemerkungen machte Dirk Vianden zur Stadtpolitik. Es sei schon immer etwas einfacher gewesen, in Bonn Projekte zu verhindern, als etwas Neues auf den Weg zu bringen. Das Unerfreulichste sei der Skandal um die Beethovenhalle. Das Festspielhaus sei der Stadtratsmehrheit zu teuer gewesen. Die Beethovenhalle würde teurer als das Festspielhaus. Bonn bleibe viele Jahre ohne Konzerthalle. Vianden sprach von „offensichtlichem Versagen“ der Stadt und die Bürgerschaft müsse hilflos zusehen. Das andere Thema ist der bereits eingetretene Stau-Gau in Bonn, der sich noch verschärfen und sowohl den Autoverkehr treffe, als auch Busse, Bahnen und Radfahrer. Wenn er an die bevorstehenden Großbaustellen denke, werde ihm „Angst und Bange“. Vor dem Hintergrund der Baumaßnahmen am Endenicher Ei, Tausendfüßler, Nordbrücke, Viktoriabrücke stelle er die Frage, wie der Verkehr in die City und aus ihr heraus funktionieren solle? Auch die Stadt habe darauf keine Antwort. Auch die geplante Erweiterung des City-Ringes sieht Dirk Vianden kritisch. Die Autofahrer seien keine „Versuchskaninchen“.

Nicht gerade pflegeleicht sei auch der Umgang in der Frage eines händelbaren Mietspiegels. Ein „wunderbares Thema“, so Vianden nicht ohne Ironie. Trotz inhaltlicher Konflikte bliebe H&G im Interesse unserer vermietenden Mitglieder „am Tisch“. Ein Fortschritt sei, dass nun ein unabhängiger Statistiker von der Stadt beauftragt worden sei, an der Entwicklung des nächsten Mietspiegels mitzuwirken. Der inzwischen erarbeitete Fragebogen „ist o.k.“. H&G wolle einen „Konsensmietspiegel“.
 
Minister Pinkwart bewundert Dynamik der Region Bonn/Rhein-Sieg – 70 Jahre Grundgesetz – Wiedervereinigung von Bonn aus organisiert


Vorsitzender Dirk Vianden (l.) begrüßt Landesminister Prof. Andreas Pinkwart zur politischen Rede im Haus der Evangelischen Kirche

Die Rede des NRW-Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie bildete den politischen Höhepunkt des 16. Haus & Grund-Tages in Bonn. Prof. Andreas Pinkwart startete mit einer Bewertung der politischen Rolle Bonns, vor allem aber des „Bonner Grundgesetzes“, das in diesem Jahr 70. Geburtstag feiert. Er erwähnte die politische und administrative Leistung von Parlament und Regierung in Bonn beim Vollzug der Deutschen Einheit in und nach den deutschen Wendejahren.

74 Jahre lebte Deutschland in Frieden und Freiheit. Dies sei keine Selbstverständlichkeit und werde nicht immer gewürdigt. Um den Frieden zu wahren müssen man sich „jeden Tag neu dafür einsetzen“. Auch für die vielgescholtene EU setzte Pinkwart sich wenige Wochen vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ein. Der Zusammenschlusses europäischer Ländergenieße trotz aller Probleme in der Welt große Bedeutung: „Die EU muss die großen Dinge lösen, die der einzelne Nationalstaat nicht leisten kann. Aber mit den kleinen Themen soll sie uns in Ruhe lassen.“

Die Wirtschafts- und Wissenschafts-Region Bonn/Rhein-Sieg gehöre zu den wachstumsstärksten in Deutschland und Europa. Die Wettbewerber hießen nicht mehr Köln oder Aachen sondern Oxford  und Harvard. Bei der dritten Excellenzrunde der Universitäten, nach Pinkwart war es die wichtigste und die mit der größten Nachhaltigkeit, wurde NRW mit 14 Excellenzclustern ausgezeichnet. Alleine die Bonner Universität habe mit sechs Excellenzclustern so viele errungen wie ganz Bayern: „Das ist ihre Universität.“ Der Raum Bonn/Rhein-Sieg sei in 30 Jahren durch Universität, Hochschulen und hochkarätigen wissenschaftlichen Forschungsinstitute in Deutschland und Europa ganz nach vorne gestoßen. „Dort, wo die klugen Köpfe sind, da entstehen die Arbeitsplätze, da ist Wohlstand und Wertschöpfung, da können Eigenheimbesitzer gesichert leben und investieren.“

Pinkwart wies auf den Faktor Zeit hin, auf Entwicklungsprozesse, die sich immer stärker beschleunigten. Er kam auf die Schattenseiten der Region zu sprechen. Die Infrastruktur sei „nicht optimal“. Er nannte Verkehrswege, digitale Ausstattung, Nachholnotwendigkeiten bei öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden. Auf den meisten Schuldächern fehlten die Photovoltaik-Anlagen. Ernst sei die Lage im Verkehr. Die „Trams in Leipzig sehen anders aus als die Linie 66“. Die Rumpelbahn vom Siegburger ICE-Bahnhof in die Deutsche Stadt der Vereinten Nationen sei keine Werbung für die Beethovenstadt.

Pinkwart rät, sich auf einige Projekte zu konzentrieren. Er appelliert an die politisch Verantwortlichen, den Venusbergtunnel und den Ennertaufstieg zu realisieren. Alle Chancen sind gegeben, man dürfe sie nicht liegenlassen.
 
Beiratsvorsitzender Raetz lobt: „Richtig gut aufgestellter Verein“


Bürgermeister Stefan Raetz ist
Vorsitzender des Beirates


Der Vorsitzende des H&G-Beirates, der Rheinbacher Bürgermeister Stefan Raetz, freute sich über die gute Bilanz der Arbeit: „Wir sind ein richtig gut aufgestellter Verein. Wir sind DAS Sprachrohr für die Interessen der Haus-Eigentümer und Vermieter. Der Kommunalpolitiker wies darauf hin, dass innerhalb und außerhalb der Haus & Grund-Konvente in Gespräche mit prominenten Partnern zahlreiche Themen von öffentlicher Bedeutung behandelt worden sind. Dabei ging es um Handel, Nahverkehr, Baustellen, Entwicklungen im Internationalen Viertel, um höheres und verdichtetes Bauen, die Öffnung zum Rhein oder um die 200 Jahre alte Universität Bonn mit ihren Excellenzclustern. All dies seien, so Raetz, wichtige Faktoren für den privaten Wohnungsbau, Vermietungen und den Arbeitsmarkt.
 
H&G-Beirat erhält prominenten Zuwachs – Oberbürgermeister a.D. Jürgen Nimptsch folgt Dr. Hermann Tengler


Jürgen Nimptsch stellt sich der Mitgliederversammlung vor.
Fotos: Bildagentur Knopp/Loutfi


Der Beirat von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg hat prominenten Zuwachs erhalten.


Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig den früheren Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch zum Nachfolger von Dr. Hermann Tengler. Der Wirtschaftsstratege des Rhein-Sieg-Kreises war vor einigen Monaten als Mitglied des Vorstandes kooptiert worden. Seine wirtschafts- und planungspolitischen Fähigkeiten und seine Verbindungen in die Kreis- und Kommunalpolitik sollen die operativen Aufgaben des H&G-Vorstandes noch schlagkräftiger machen. Auf die freie Stelle wechselte Jürgen Nimptsch, der als Oberbürgermeister von Bonn zwischen 2009 und 2015 unter anderem das World Conference Center Bonn fertigstellte. Jürgen Nimptsch zur Mitgliederversammlung: „Ich freue mich, dass ich Ihnen meine Erfahrungen, die der Eigentümergemeinschaft dienlich sein könnten, zur Verfügung stellen darf.“

Weitere Mitglieder des Beirates sind: Bürgermeister Stefan Raetz (Vorsitzender), Barbara Guckelsberger (stv. Vorsitzende), Rudolf Müller, Dr. Wolfgang Riedel, Dr. Thekla Schleifenbaum und Kristina Friske.
 
Stabile Finanzen – Überschuss 57.000 Euro


Schatzmeister Berthold Janssen
spricht zur Finanzlage


Schatzmeister Berthold Janssen konnte der Mitgliederversammlung einen erfreulichen Kassenbericht vorlegen. Das Jahr 2018 endete mit einem Überschuss von 57.000 Euro. Steigende Mitgliederzahlen erhöhen die Einnahmen, die Ausweitung des Service und die technische Modernisierung der Geschäftsstelle sorgen aber auch für steigende Ausgaben. Die Einnahmen aus Beiträgen von über 6500 Mitgliedern liegen bei rund 700.000 Euro. So wird eine neue EDV-Anlage fällig. Berthold Janssen: „Wir haben eine stabile Finanzlage. Aber auch Finanzreserven sind nötig.“ Wie sich die Ausweitung des Beratungsangebotes auswirken wird, kann derzeit noch nicht überblickt werden. Die Einstellung der Veranstaltungsserie H&G vor Ort führte zu einer spürbaren Kostenersparnis. Die Kassenprüfer waren mit der Arbeit des Schatzmeisters zufrieden. Für 2020 kündigte Vorsitzender Dirk Vianden eine maßvolle Erhöhung der Mitgliedsbeiträge an.
 
H&G plant Ausweitung des Geschäftes durch eine Hausverwaltung

Weitere Geschäftsfelder will Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg erschließen. Das kündigte der Vorsitzende, Dirk Vianden, auf der Mitgliederversammlung an. Die größte regionale Eigentümergemeinschaft will damit das strategische Ziel des Vereins fördern, den Service für Mitglieder und für interessierte Kundinnen und Kunden auszuweiten. Viele andere H&G-Vereine in Deutschland sind auf diesem Geschäftsfeld bereits aktiv. Noch ist die Bonner H&G-Service GmbH defizitär. Das soll sich durch den Einstieg in das Projekt Hausverwaltungen ändern. Unterstützung erhielt der Vorstand für seinen Vorschlag auf der Mitgliederversammlung von dem Bonner Unternehmer Bernd Werner. Er sagte, die Menschen seien gerade auf diesem Gebiet dankbar für seriöse Dienstleister. Zu den besonders Interessierten gehörten auch Seniorinnen und Senioren.

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE, TERMINE

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Kriminalstatistik: Wohnungseinbrüche gehen zurück - H&G fordert Ausweitung der Förderung für den privaten Einbruchschutz


 

Technische Widerstände verhindern Einbrüche – kosten aber.
Foto: Tack, Landesinnenministerium NRW

Jeder Wohnungseinbruchdiebstahl ist für die Betroffenen eine Katastrophe. Daran erinnert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland anlässlich der von Bundesinnenminister Seehofer vorgestellten polizeilichen Kriminalstatistik 2018. „Die rückläufigen Zahlen dürfen nicht über die hohen Sachschäden hinwegtäuschen. Und auch nicht darüber, dass die Opfer oft jahrelang unter den psychischen Folgen eines Einbruchs leiden. H&G fordert die Bundesregierung auf,  sich nicht auf der Statistik auszuruhen, sondern endlich die Versprechen des Koalitionsvertrages einzulösen und das erfolgreiche KfW-Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ zu verstetigen. Die KfW hat jüngst ihre Konditionen für das Programm verändert. Die geplante Förderung von privaten Kleinvermietern von Mehrfamilienhäusern mit zwei bis acht Wohneinheiten lässt weiter auf sich warten. Und auch die Ausweitung der Förderung auf den Neubau ist noch nicht in Sicht. Wie immer in der Berliner Regierung heißt es: Immer langsam voran.

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE, TERMINE

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Bau- und Sanierungstreff: Problemfall undichte Fenster – Was tun? Der Fenstertausch



Mehr "Durchreiche" statt Fenster.
Foto: EnergieAgentur




Fenstertausch spart Energie. Zumindest dann, wenn die vorhandenen Fenster undicht und veraltet sind. Rund um den Fenstertausch geht es auf einer Veranstaltung der Bonner Energie-Agentur am Donnerstag, 11.04.2019 um 19.00 Uhr, im Saal des Bonner Best Western Hotels Domicil, Thomas-Mann-Str. 24-26, direkt am Stadthaus. Es referieren Petra Grebing von der Verbraucherzentrale NRW und Josef Kolb von der Firma Fensterbau Kolb.

In manchem alten Gebäude sind sie auch heute noch anzutreffen: Einfachverglasungen, die die Wärme nahezu ungehindert über die Scheibe nach außen leiten. Zu hohen Wärmeverlusten führen ebenfalls Alu-Fensterrahmen, die nicht thermisch entkoppelt sind. Bei ihnen besteht quasi eine direkte Verbindung von innen nach außen. Beides muss und sollte heute nicht mehr sein, denn im Fensterbau hat sich so manches getan. Wer sich also dazu entschließt, seine alten Fenster gegen neue zu ersetzen, sollte dabei auf jeden Fall auf einen möglichst hohen Wärmeschutz bestehen.  Die Fenstersanierungskosten werden sich durch deutlich geringere Heizkosten schnell amortisieren.

Das referierende Team erläutert, wobei man bei Auswahl und Einbau neuer Fenster achten sollte und welche Vorteile für den Einbruchsschutz mit einer modernen Verglasung verbunden sind. Im Anschluss an die Referate haben die Zuhörer und Zuhörerinnen ausführlich Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. In der Beratungsstelle stehen außerdem Flyer, Broschüren  zum Thema zur Verfügung. Die Veranstaltung ist Teil des von der Sparkasse KölnBonn unterstützten "Bau- und Sanierungstreffs", der noch bis Juli 2019 jeweils jeden zweiten Donnerstag im Monat stattfinden wird.

Die einstündigen Vorträge sind kostenlos. Um Anmeldung unter
Tel. 0228 / 77 50 60 oder per Mail an
anmeldung@bea.bonn.de wird gebeten.

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HAUS & GRUND: REAKTIONEN

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Leserbrief an General-Anzeiger: Private Einzelvermieter sorgen für preisdämpfende Wirkung auf dem Wohnungsmarkt



Der künftige Hauptgeschäftsführer Markus Gelderblom stellt sich im Leserbrief vor die privaten Vermieter. Hier bei seinem Referat auf dem Haus & Grund-Tag Foto: Bildagentur Loutfi/Knopp

In einem Leserbrief von Geschäftsführer Markus Gelderblom stellt sich H&G vor die privaten Vermieter, die in einem Artikel des Generalanzeigers (8. April, Seite 2) in einen Umschlag mit den Mietentreibern gesteckt werden.

Unsere wörtliche Antwort:
„In dem GA-Artikel zur Wirtschaftsforscher-Studie vom 8.4.2019 (S. 2), wird behauptet, dass die Mieten von privaten Vermietern und den privaten Wohnungsunternehmen am stärksten gestiegen sein. Diese pauschale Aussage ist falsch. Die Mieten der von Haus & Grund vertretenen privaten Vermieter mit einer oder nur wenigen Mietwohnungen haben eine nachgewiesene preisdämpfende Wirkung auf dem Wohnungsmarkt.

So heißt es in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes, das sicherlich der einseitigen Parteinahme für die Einzelvermieter unverdächtig ist, vom 21.2.2019: "Bei Kleinvermietern haben sich die Mietpreise in den vergangenen Jahren jedoch unterdurchschnittlich entwickelt. Die höhere Gewichtung dieser Entwicklung dämpft folglich die Preisentwicklung der Mieten. Insgesamt gehen alle Vermietertypen nun entsprechend ihrem tatsächlichen Anteil an den gesamten Mietausgaben in den Mietpreisindex ein."

In NRW werden 66 % und bundesweit 60 % des gesamten Mietwohnungsbestandes von privaten Einzelvermietern zur Verfügung gestellt. Sechs von zehn Mieterinnen und Mietern leben in Wohnungen, die private Hauseigentümer unter dem eigenen Dach, in angebauten oder eigenen Gebäuden zur Verfügung zu stellen. Diese von Haus & Grund vertretenen Vermieter tragen damit in hohem Maße zum sozialen Frieden bei, indem bspw. 22,6 % von ihnen nur bei einem Mieterwechsel die Miete erhöhen. Die Mieten privater Kleinvermieter liegen durchschnittlich 0,7 % unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmieten. Wer vor diesem Hintergrund von "Enteignungen" spricht, sägt an dem Ast, auf dem fast 80 % aller Mieter sitzen, die mit ihrem privaten Einzelvermieter "sehr zufrieden" oder "eher zufrieden" sind. Diese Entwicklung beschädigt das Engagement mit privatem wirtschaftlichem Risiko auf dem Wohnungsmarkt und fördert es nicht.

In der Diskussion geht zudem eine weitere Wahrheit völlig unter: In den vergangenen Jahren ist die sogenannte "zweite Miete" - also die auf die Mieter umlegbaren Betriebskosten - aufgrund der maßgeblichen Preistreiber für Grundsteuer und weiterer öffentlich-rechtlicher Abgaben wie Müllentsorgung, Wasserversorgung und Abwasser sowie für Strom und Heizenergie erheblich gestiegen. Der Strompreis für private Haushalte hat sich in 20 Jahren nahezu verdoppelt, während die Nettokaltmiete nur moderat stieg; mehr als die Hälfte des Strompreises machen dabei Steuern, Abgaben und Umlagen aus und die deutschen Haushalte zahlen den zweithöchsten Strompreis in Europa. Die Einnahmen aus der Grundsteuer B sind von 1997 bis 2017 um 78,4 % gestiegen. Eine vierköpfige Familie zahlt in Bonn für Müll, Abwasser und Grundsteuer 1.509,- €; damit liegt Bonn auf einem unrühmlichen 84. Platz von 100 deutschen Städten. Für Abwasser werden jährlich durchschnittlich 705,71 € in Bonn fällig, womit die Stadt Bonn sogar nur auf dem 91. Platz liegt, d. h. in 90 anderen Städten geht es günstiger, usw.

Diese von der Politik in Bund, Stadt und Land verantworteten Bereiche drehen über die Grundsteuern und ihrer Gebührenpolitik an einer Spirale, die den Sonntagsreden von günstigem Wohnraum diametral entgegenstehen“.

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HAUS & GRUND: REAKTIONEN

Medien berichten über den 16. Haus & Grund-Tag in Bonn


Ausführlich und mit Fotos haben lokale und regionale Medien über den 16. Haus & Grund-Tag berichtet. Dabei hoben sie vor allem die Rede des Vorsitzenden, Dirk Vianden, und dessen Kritik an den kommunalpolitischen Vorgängen hervor. Artikel erschienen im GENERAL-ANZEIGER, der BONNER RUNDSCHAU, im RHEIN-SIEG/KÖLNER-STADTANZEIGER sowie im Bonner SCHAUFENSTER.

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HAUS & GRUND: REAKTIONEN

BONNER RUNDSCHAU thematisierte Grundsteuererhöhung in Meckenheim


Haus & Grund hatte gegen die geplante Grundsteuererhöhung in Meckenheim protestiert, die der Stadtrat inzwischen beschlossen hat. Bürgermeister Bert Spilles kritisierte die H&G-Kritik als überzogen. Die Anhebung sei nur maßvoll und vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage berechtigt.

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