Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 11.01.2018

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INHALT

HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: RAT, TAT, SERVICE
HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES
HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK
HAUS & GRUND: EIN BONNER BAUJUWEL
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Neue Heizung: Stadtwerke bieten Haus & Grund-Mitgliedern 250 Euro Bonus




Im Doppelpack von SWB und Fachhandwerk kommt die neue Heizung. Foto: Stadtwerke Bonn


Interessante Idee: Die Bonner Stadtwerke garantieren Mitgliedern von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg einen Bonus von 250 Euro, wenn Sie sich beim Baueineer neuen Heizung für das BonnPlus Wärme-Paket entscheiden. Grund-Idee des Projektes: „Wir finanzieren und betreiben Ihre neue Heizung“. Gleiches gilt auch im Zusammenhang mit dem Bau einer Solarthermie, die mit Sonnenkraft Warmwasser für Bad und Heizung aufbereitet.

Mit den ausgewählten Partnerbetrieben aus der Bonner Fachhandwerkerschaft sorgt SWB Energie und Wasser für Planung und Bau, Finanzierung, Brennstoff-Versorgung, Wartung, 24-Stunden-Service und Instandsetzung. Installiert und betrieben wird die neue Heizung mit modernster Technik. Verwendet werden hochwertige Heizungsanlagen von ausgewiesenen Markenherstellern. Die Kunden zahlen eine monatliche Pauschale und die verbrauchte Wärme. Alle Dienste und der Service werden aus einer Hand geleistet.

Wie es geht, in drei Schritten zur neuen Heizung zu kommen, erfahren Interessierte telefonisch unter 7118888 oder per Mail unter: neueheizung@stadtwerke-bonn.de. Im Internet kann alles unter www.stadtwerke-bonn.de/neueheizung nachgelesen werden.

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HAUS & GRUND: RAT, TAT, SERVICE


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Änderungen im Bau- und Werkvertragsrecht ab 1.1.2018: Das Wichtigste für betroffene Haus & Grund-Mitglieder




 
Geschäftsführer Markus Gelderblom.
Foto: Frommann


Haus & Grund-Mitglieder, die "Verbraucherverträge" abschließen, sind von den Änderungen im Bau- und Werkvertragsrecht betroffen, die im neuen Jahre gelten. Das Wichtigste hat Geschäftsführer Markus Gelderblom zusammengefasst.

Widerrufsrecht: Hausbauer können binnen 14 Tagen nach Vertragsschluss ihre Architekten- und Bauverträge widerrufen. So soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich von den meist ja sehr kostenträchtigen Verträgen noch einmal nach reiflicher Überlegung zu lösen. Diese Frist kann sich sogar noch verlängern, wenn der Unternehmer hierüber nicht ordnungsgemäß, d. h. insbesondere in Textform, aufklärt (in der Praxis wird das freilich dazu führen, dass sich die Bauzeit exakt um die 14-tägige Widerrufsfrist verlängern wird.). Zu beachten ist, dass sich diese neue Vorschrift (§ 650 l BGB) auf Verträge beschränkt, die die Errichtung eines kompletten neuen Gebäudes oder Substanzarbeiten am Bestand von gleichem Gewicht zum Gegenstand haben. Damit sind allenfalls Generalunternehmerverträge (GU-Verträge) und Fertighausverträge mit Verbrauchern von diesem besonderen Schutz betroffen.

Detaillierte Baubeschreibungen: Bauunternehmen sind ab sofort verpflichtet, einem privaten Bauherren beim Abschluss von Bauverträgen detaillierte Baubeschreibungen zu übergeben (§ 650 j BGB). Sie müssen gem. Art. 249 § 2 EGBGB u. a. Angaben zu Art und Umfang der Leistungen, zu Gebäudedaten und Raumplänen, ggf. auch zum Innenausbau und zu Sanitärobjekten und Armaturen sowie der Elektroanlage enthalten. Damit wird eine bessere Vergleichbarkeit von Angeboten verschiedener Unternehmer erreicht. Ganz wichtig ist, dass in der Baubeschreibung nun auch ein verbindliches Fertigstellungsdatum angegeben werden muss bzw. wenn ein Baubeginn noch nicht feststeht, wie lange der Bau dauert. Bei einem Verstoß gegen diese Frist besteht Anspruch auf Schadenersatz (z. B. wenn der Bauherr dann in seiner Wohnung noch länger Miete zahlen muss).

Herausgabe der Bauunterlagen: Private Besteller haben gegen den Unternehmer einen Anspruch auf Herstellung und Herausgabe von Unterlagen für ihr Bauprojekt, selbst wenn dazu nichts im Bauvertrag steht (§ 650 n BGB).

Abschlagszahlungen: Abweichend von einem "normalen" Bauvertrag darf bei einem Verbraucherbauvertrag der Gesamtbetrag der Abschlagszahlung 90 % der vereinbarten Gesamtvergütung nicht übersteigen. Da zusätzlich  noch wie bisher eine 5%ige Sicherheit verlangt werden darf, steht dem Verbraucher als Bauherrn im Ergebnis bei einem Bauvertrag eine Sicherheit von 15 % für die Vertragserfüllung zu, da von berechtigten Abschlagszahlungsansprüchen des Unternehmers lediglich 85 % effektiv vorauszubezahlen sind. Der Rest wird erst mit der Schlusszahlung fällig.

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HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES

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Bürgerwerkstatt Viktoriakarree: Rat nimmt Bericht der Empfehlungskommission nur zur Kenntnis


Das Viktoriakarree von oben wie es heute ausschaut.
Foto: Presseamt der Stadt Bonn, Sondermann

Die Bürgerwerkstatt Viktoriakarree ist abgeschlossen: Der Rat der Stadt Bonn hat den Bericht der Empfehlungskommission zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig hat er die Stadtverwaltung beauftragt, das Konzept der Empfehlungskommission mit den maßgeblichen Eigentümern des Areals zwischen Rathausgasse, Franziskanerstraße, Stockenstraße und Belderberg auf die Umsetzbarkeit hin zu erörtern. Die Kommentare zu den Entwürfen sind eher defensiv. Ob es überhaupt weitergeht, hängt von den Grundstückseigentümern ab. Die größten Eigentümer sind die Stadt Bonn und der frühere Investor Signa, der aufgrund einer Ratsentscheidung für ihn zunächst geplant hatte. Einigt man sich nicht, bleibt vermutlich zunächst mal alles so schön wie es heute ist. Bekannt wurde, dass die stärkste Fraktion im Rat, die CDU, die neuen städtebaulichen Ergebnisse eher zurückhaltend sieht.

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg war bereits vor drei Jahren skeptisch, ob die vom Rat nach dem Bürgerbegehren beschlossene Bürgerwerkstatt das Viertel voranbringt.

Die Empfehlungskommission empfahl mehrheitlich der Verwaltung und Politik die Arbeit „1004“ des Büros skt umbaukultur (Bonn) zur städtebaulichen Grundlage eines Bebauungsplans zu machen. In dieser Arbeit wird der Verlauf der historischen Franziskanergasse als eigenständiger Straßen- bzw. Gassenraum rekonstruiert. Hierdurch wird der Block „Viktoriakarree“ in zwei Einzelblöcke gegliedert.

Nicht in jeder Beziehung überzeugend fand die Empfehlungskommission in dieser Arbeit Teile der für den östlichen Bereich vorgeschlagenen Bebauung. Nicht zuletzt deswegen empfiehlt die Empfehlungskommission, die stärker bestands- und sozialorientierte Entwicklungslogik der Arbeit „1003“ des Büros scheuvens wachten plus (Dortmund) im östlichen Block der Arbeit „1004“ zu integrieren. Das bedeutet zum Beispiel, dass für Sanierungsmaßnahmen sozialverträgliche Lösungen und bei Neubauten auch nach Lösungen im sozialen Wohnungsbau gesucht werden sollte. Mit dem Verweis auf die Arbeit „1003“ von scheuvens wachten plus ist auch die Empfehlung verbunden, den Erhalt und die Umnutzung der Schwimmhalle des ehemaligen Viktoriabades für eine kulturelle Nutzung anzustreben.

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HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK


Prognose: Der Boom im Wohnungsneubau geht zu Ende


In den ersten Tagen des neuen Jahres prognostizierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Überraschendes: die Bauwirtschaft entwickelt sich weiter positiv. Der Boom beim Wohnungsneubau geht zu Ende. Modernisierung und Sanierung im Bestand rücken in den Vordergrund. Und: die Baupreise ziehen kräftig an.

Die Baukonjunktur bleibt stark. Aber die Projekte ändern sich. In den vergangenen Jahren boomte vor allem der Wohnungsneubau mit Zuwachsraten von jährlich teilweise deutlich mehr als zehn Prozent. Das DIW prophezeit ein Ende des Booms im Wohnungsneubau. In den gefragten Lagen der großen Städte ist das Bauland knapp und teuer. Und die Bauwirtschaft arbeitet an den Grenzen ihrer Kapazitäten. In diesem Jahr wird das Neubauvolumen noch einmal steigen, vermutlich um plus acht Prozent. Aber spätestens 2019 flacht die Kurve um die Hälfte ab.

Das Institut, das mit dem Bundesbauministerium zusammenarbeitet, rät der Politik vor dem Hintergrund anhaltend großer Nachfrage auf den städtischen Wohnungsmärkten zu einem Strategiewechsel, Wohnraum auf bereits bebauten Grundstücken zu schaffen. Z.B. durch Aufstockung von Gebäuden, Bauen in zweiter Reihe und das Schließen von Baulücken. In diesen Bereichen gäbe es großes Potential, Wohnraum zu schaffen. Das DIW kann sich für diese Maßnahmen zusätzliche Investitionszulagen vorstellen.

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HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK

 

NRW will "digitales Bauen" voranbringen - Wege von der Planung zum Bau schneller machen


Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung will digitales Bauen vorantreiben. Dazu unterstützt das Ministerium das Forschungsprojekt „Living Lab Gebäudeperformance“ der Bergischen Universität Wuppertal mit rund 500.000 Euro. Die Mittel werden durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ergänzt. Ziel des auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens ist es, durch Informationsvernetzung und Überprüfung von Gebäudequalitäten einen effektiven und nachhaltigen Gebäudebetrieb zu erreichen.
 
„Digital trifft immer noch zu oft auf analog: Das muss sich ändern. Wir müssen die Potentiale der Digitalisierung auch beim Bauen stärker nutzen. Dadurch können wir den Weg von der Planung bis zum Bau wesentlich schneller machen. Auch im Gebäudebestand hilft digitales Bauen, Prozesse zu optimieren, transparenter zu gestalten und Kosten zu senken. Aus diesem Grund unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung das Forschungsvorhaben der Bergischen Universität aus Überzeugung. Nordrhein-Westfalen soll auf diesem Feld zukünftig eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagte Ministerin Scharrenbach.
 
Die Forschungsarbeit der Bergischen Universität basiert zu einem großen Teil auf der Anwendung des Building Information Modeling, kurz BIM. Das BIM kann im Gebäudebestand äußerst effektiv eingesetzt werden. Dabei wird das digitale Gebäudemodell auf der Basis eines bereits vorhandenen Gebäudes erstellt. Mit diesen Daten ist es möglich, die Gebäudebewirtschaftung aber auch Modernisierungen und Instandsetzungen digital durchzuführen. Dies hilft dabei Klarheit über Umbau- oder Modernisierungskosten und die dafür notwendige Zeit zu schaffen.

 
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HAUS & GRUND: BAUEN WOHNEN POLITIK


Häuser aus dem 3-D-Drucker - Baugewerbe steht vor technologischer Revolution


Die Bautechnik steht vor einer Revolution. Der „Bau 2.0“ verspricht Gebäude aus dem 3-D-Drucker. Angeblich werden, in vielleicht nicht allzu ferner Zeit, Gebäude nur noch maschinell errichtet, auch durch den Einsatz von Robotern. Sterben die Fliesenleger aus, fragt die Süddeutsche Zeitung im Feuilleton am 4. Januar im Beitrag „Angst vorm Fliesen“. Prototypen gibt es bereits. So das französische „Pop-up“-Haus mit 150 m² Wohnfläche Passiv-Standard, ist in nur vier Tagen errichtet. Ein südengliches Unternehmen sowie Unternehmen in Moskau und San Francisco wollen es noch schneller schaffen. Überall dort wird die Zukunft bereits ausprobiert. All dies soll für den Bauherren einen weiteren Vorteil haben: Unschlagbar niedrige Kosten.

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HAUS & GRUND: EIN BONNER BAUJUWEL

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Archäologische Kostbarkeit: Römische Thermenanlage vom Bonner Vicus im Marriott World Conference Hotel zu besichtigen


Die Römische Therme aus verschiedenen Perspektiven.
Foto: Frechen



Während die Bonner Kommunalpolitik heftig über Sinn, Zweck und Kosten eines neuen Schwimmbades in Kessenich/Dottendorf streitet, ist nicht weit entfernt, jedoch ein wenig versteckt, eine archäologische Kostbarkeit zu besichtigen. Die römische Thermenanlage vom Bonner Vicus. Zu sehen im Sportpark Visiolife des Marriott World Conference Hotels im Internationalen Viertel.

Letztlich ist es dem Bau des Internationalen Konferenzzentrums zu verdanken, dass die Archäologen auf die „Badeanstalt“ stießen, sie ausgruben und als Denkmal sicherten und bewahren.  Wer hätte geahnt, dass diese Therme zu den drei wichtigen öffentlichen Bädern des Rheinlandes aus der Römerzeit gehört. Eines wurde in Zülpich, das andere in Xanten und das dritte in Bonn gefunden, wie D. Helmut Luley, Archäologe und langjähriger Abteilungsleiter im Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland erzählte.  Es war, salopp, eine öffentliche Badeanstalt für die Siedlung am Rhein, in der damals Handwerker und Kleinunternehmer lebten. Der „Ortsteil“ entstand drei Kilometer südlich des Bonner Römerlagers gleich an der heutigen B 9, früher eine römische Fernstraße „Via principalis“.

Zehn Jahre nach baulichen und restauratorischen Meisterleistungen erhält die Ruine als bedeutendes Boden-Denkmal die ihr gebührende Anerkennung durch eine angemessene, öffentlich zugängliche Präsentation. Luley: „Hier verschmelzen zwei großartige Elemente antiker und moderner Baukultur zu einem Gesamtkunstwerk. Zu dessen Verwirklichung gehörten Ideenreichtum und starke Partner.  Land, Stadt, Landschaftsverband, Bauherr und Eigentümer haben zusammengewirkt. Mit den ersten Baggern kamen 2006 die Grabungsspezialisten des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Sie gruben die originalen Hinterlassenschaften des römischen Bades aus, das heute in einer modernen Wellnessanlage im ehemaligen Bonner Regierungsviertel präsentiert wird. Wichtig für die Forscher ist auch, dass mit dem Bad die Römerzeit ein weiteres bauliches Gesicht bekommt. Obwohl die römische Geschichte Bonns über 400 Jahre dauerte, sind wenige sichtbare Relikte im Stadtbild erhalten. Das Denkmal hat die Ausmaße von 119 mal 9,5 Metern. Vor den  Hochbauarbeiten wurde es in fünf maximal 160 Tonnen schwere Segmente zerlegt und über eine Strecke von 56 Metern von der eigentlichen Ausgrabungsstätte in den heutigen Wellness-Sportparkbereich transloziert.

Besichtigung:
Gruppen werden gebeten, sich bei Visiolife telefonisch anzumelden. Rufnummer: 28050700. Einzelpersonen haben die Möglichkeit, die Therme während der Öffnungszeiten des Fitnessbereichs im Marriotthotel zu besuchen. Montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr, am Wochenende von 9 bis 23 Uhr.

Zum Projekt gibt es einen 15 Minuten  Film. Außerdem erschien eine bebilderte Broschüre, in der das Projekt auf 48 Seiten beschrieben wird. (Kosten: 6,50 Euro).

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