Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 30.11.2017

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HAUS & GRUND: KOMMUNALES
HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE
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HAUS & GRUND: KOMMUNALES

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Klimaschutz: Stadt Bonn lehnt Verbote für Dieselahrzeuge ab – Oberbürgermeister Sridharan  für Klima-Koalition mit dem Rhein-Sieg-Kreis – Bürgerschaft soll eigenes Handeln auf den Prüfstand stellen



Fragen zum Klimaschutz in Bonn beantwortete OB Ashok Sridharan.
Foto: Stadt Bonn/Presseamt


Auf die Bedeutung der Städte im Kampf gegen den Klimawandel hat Oberbürgermeister Ashok Sridharan in einem Interview mit Haus & Grund Aktuell hingewiesen. Ohne die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger werde Klimawandel nicht funktionieren. Sridharan appelliert in der Novemberausgabe der Aktuell an die Bürgerschaft, ihr eigenes Handeln immer wieder zu prüfen, was in kleinen Schritten zu einem besseren Klima beitragen kann.

Hauptproblem sei die Reduzierung des Umweltgiftes CO2. Dabei lehnt der Oberbürgermeister derzeit eine Sperrung der Innenstadt für Dieselfahrzeuge ab, wie er Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg erklärte. Es gebe andere Maßnahmen, den Grenzwert zu unterschreiten. Fahrverbote müssten für den Worst Case vorgesehen bleiben. Gleichzeitig setzt sich der OB für die weitere Entwicklung der bestehenden Klima-Koalition mit dem Rhein-Sieg-Kreis ein. In zwei Handlungsfeldern wird sich die Stadt verstärkt engagieren. Der öffentliche Nahverkehr müsse  umweltfreundlicher werden und ältere Wohngebäude – das sind 40 % aller Häuser in Bonn – energieeffizient saniert werden. So sollen bis 2030 nach Möglichkeiten alle Buslinien elektrisch betrieben werden. In der laufenden Gebäudesanierungsoffensive biete die Bonner Energie-Agentur vielfältige Beratungsaktivitäten an.

Haus & Grund Bonn Rhein-Sieg begrüßt die Umweltaktivitäten von Stadt und Kreis. Die mit über 6400 Mitgliedern größte Eigentümergemeinschaft der Region gehört zu den Trägerinnen der Energie-Agentur. Der Verein unterstützt seit Jahren alle Aktivitäten, Wohngebäude umweltfreundlich zu errichten ohne dabei die Bezahlbarkeit und Sinnhaftigkeit von Sanierungsmaßnahmen aus dem Auge zu verlieren, wie Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten betonte. Letzteres richtet sich gegen die Gesetzes- und Verordnungsflut von Bund und Land in den vergangenen Jahren: „Wir brauchen eine effektive Sanierung, aber keine Luxussanierung. Und dafür benötigen Hauseigentümer rechtliche Erleichterungen und finanzielle Unterstützung von Bund, Ländern und Gemeinden.“

Das Interview mit dem OB führten Werner P. D’hein und Friedel Frechen.

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Erfolgreich "vor Ort" in acht Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises


In Niederkassel: v.l. Bürgermeister Stephan Vehreschild, Vertrauensanwalt Kai Schmidt, Vorstandsmitglied Tomas Meyer-Eppler als Sitzungsleiter. Fotos: Bildagentur Knopp/Loutfi





Wie immer in Niederkassel gab es erneut großes Interesse unter den Mitgliedern auf der Veranstaltung im Clostermanns Hof





Seit über 10 Jahren gibt es bei Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg die feste Tradition: Im November sind wir "vor Ort", konkret in die Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises, um den dortigen über 2000 Mitgliedern ein jährlich wechselndes Programm zu bieten. Es geht um umfassende Beratung rund ums Eigentum. In diesem Jahr war Haus & Grund Bonn an acht Stellen präsent.

Regelmäßig folgten etwa 40 Mitglieder den Vorträgen. Im Mittelpunkt stand dieses Jahr die Einbruchsprävention. Überall stand ein Fachmann der Polizei zur Verfügung, der nicht nur theoretisch, sondern auch mit konkretem Anschauungsmaterial die Schwächen von Türen, Fenstern usw. darstellte und auch kompetente Vorschläge hatte, wie man seine Immobilie sicherer machen könne. Es gilt nach wie vor die alte Weisheit: Wenn der Einbrecher auf nennenswerten Widerstand stößt, lässt er von der Immobilie ab und sucht sich ein anderes Ziel. 

Die Begegnungen begannen überall mit dem Grußwort des jeweiligen Bürgermeisters oder seines Vertreters, in dem man interessante Neuigkeiten über die jeweilige Kommunalsituation erfuhr. Dem Einbruchsreferat folgte ein Vortrag eines Fachmannes der BBBank über die Versicherungen, die ein Immobilieneigentümer unbedingt abgeschlossen haben sollte. Schlusspunkt war ein Kurzvortrag des jeweiligen Haus & Grund Vertrauensanwaltes vor Ort. Hier wurden Erfahrungen bei der juristischen Abwicklung von Versicherungsangelegenheiten dargestellt.

Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten: "Die Veranstaltungsreihe vor Ort war diesmal wieder ein großer Erfolg. Es ist dem Verein ein Herzensanliegen, mindestens einmal im Jahr im Rhein-Sieg-Kreis präsent zu sein. An dieser Tradition werden wir festhalten."

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Delegierten-Tag Nordrhein und Westfalen in Bonn – Debatten und Besichtigung politischer Ereignisorte







v.l.: Schatzmeister Jochen Schütz, H&G-Vorsitzender von Bonn/Rhein-Sieg Prof. Hans-Rudolf Sangenstedt, Hauptgeschäftsführer Bonn Helmut Hergarten, Landesvorsitzender Walter Derwald, Landes-Hauptgeschäftsführer Michael Mönig




Tagung für die Hauptamtlichen: Aus Bonn dabei Geschäftsführer Marcus Gelderblom (1. Reihe, 2. v.r.) und Büroleiterin Elke Düzgün (2. Reihe r. ) Fotos: Bildagentur Knopp/Loutfi




Der Haus & Grund-Tag in Nordrhein und Westfalen führte 2017 nach Bonn. Das zweitägige Treffen der hauptamtlichen Kräfte fand letzte Woche im Marriott World Conference Hotel statt. Neben den Regularien der Delegiertenversammlung tauchten die Gäste auch in Bonns Vergangenheit ein. Der frühere Bonner Bundestagsabgeordnete Dr. Stephan Eisel sprach über "Bonn und sein Regierungsviertel". Danach wurden der alte Kanzlerbungalow, das ehemalige Kanzleramtsgebäude mit den Arbeitsräumen der Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl und die Ausstellung "Unser Grundgesetz" im ehemaligen Bundesratsgebäude besichtigt. Der Reiz lag darin, politische Ereignisorte der Bonner Republik "im Original" zu sehen. Auch ein Besuch ins Haus der Geschichte ist geplant.
Dort wartet eine besonders aktuelle Ausstellung; "Geliebt.Gebraucht.Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos." FF

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE

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Eigentümer dürfen ihre Immobilie Feriengästen oder Dienstreisenden prinzipiell anbieten – Auch in Bonn



Helmut Hergarten: Wohnungs-Sharing vom BGH
grundsätzlich erlaubt. Foto: Frommann


Kürzlich berichtete der GA über ein BGH-Urteil, nachdem Eigentümer ihre Immobilien auch Feriengästen anbieten dürfen. Das Blatt ergänzt: Das gelte auch für Bonn. Hier müsse aber  ein Antrag auf Entbindung von der Zweckentfremdungsverordnung gestellt werden. In dem Artikel hat Redakteur Axel Vogel auch den Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, Helmut Hergarten, um Stellung gebeten.

Streitig war in dem BGH-Verfahren, ob die Überlassung der Wohnung an häufig wechselnde Feriengäste noch zur ordnungsgemäßen Nutzung eines Wohnungseigentums gehöre. Dazu Hergarten: „Zu dieser Frage wurden bislang in Rechtsprechung und juristischer Literatur unterschiedliche Meinungen vertreten. Der BGH hat sich mit dem vorliegenden Urteil nun der Auffassung angeschlossen, wonach der Begriff des Wohnens weit auszulegen sei.“ Generell dürfe eine Wohnung auch zu anderen Zwecken genutzt werden, sofern eine solche anderweitige Nutzung die übrigen Wohnungseigentümer nicht über das zulässige Maß hinaus beeinträchtige.

„Veränderungen der Nutzungsformen können damit nur wirksam verhindert werden“, so wird unser Hauptgeschäftsführer im GA zitiert,  „wenn die Wohnungseigentümer die von ihnen nicht gewünschte Form in der Teilungsklärung oder durch Vereinbarung ausschließen oder zumindest unter Genehmigungsvorbehalt stellen.“

In Deutschland wurden erstmals in über 100.000 Fällen Wohnungen z.B. über Airbnb vermietet. Tendenz: Steigend.

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE

Adventsdekoration sicher befestigen -Auf Stolperfallen und Hitzeentwicklung achten


Wer weihnachtliche Dekoration am oder im Gebäude anbringt, haftet für dadurch entstandene Schäden. Darauf weist Haus & Grund zum Beginn der Adventszeit hin. Leuchtsterne über dem Hauseingang, der Deko-Weihnachtsmann auf dem Balkon oder Lichterketten vor dem Fenster müssen so sicher angebracht sein, dass sie auch bei starkem Wind nicht heruntergeweht werden. Gleichzeitig darf das Gebäude durch die Befestigung nicht beschädigt werden. Andernfalls können Vermieter oder andere Eigentümer verlangen, dass der Schmuck entfernt und der Schaden behoben wird.

Darüber hinaus darf der Adventsschmuck die Fluchtwege nicht behindern und keine Brandgefahr darstellen. Besondere Vorsicht ist bei leuchtender Dekoration angebracht: Kabel können im Treppenhaus zur Stolperfalle werden. Ältere Glühlämpchen verbrauchen enorm viel Energie. Sie werden mit bis zu 70 Grad gefährlich heiß und können den Stroh- oder Papierstern in Flammen setzen. Modelle mit Leuchtdioden sind daher die bessere Wahl. Wichtige Kaufkriterien sind dabei das CE-Zeichen und – besser noch – das GS-Zeichen.

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HAUS & GRUND: RAT & TAT, SERVICE

Kafkaeske Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums - Handy von Freunden aufladen kann künftig teuer werden


Wer einen Freund bei sich zuhause ein Handy aufladen lässt, muss künftig mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. So will es eine vom Bundeswirtschaftsministerium erlassene Verordnung mit dem Titel Marktstammdatenregisterverordnung, auf die Haus & Grund Deutschland hinweist. „Das ist eine kafkaeske Situation, die vielleicht so nicht gewollt war, aber nun Tatsache ist“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. „Wir fordern das Wirtschaftsministerium auf, die Verordnung schnell zu korrigieren und klarzustellen, dass Bagatellfälle im privaten Bereich nicht erfasst sind.“

Nach dem Wortlaut der Verordnung müssen sich Stromlieferanten in einer Datenbank bei der Bundesnetzagentur registrieren und dort die Stromlieferung anzeigen. Stromlieferant ist hierbei jede natürliche oder juristische Person, die Strom an andere liefert. Da das Ministerium hier schwammig bleibt, wird nicht zwischen Energiekonzernen und Privathaushalten unterschieden. So besteht die Registrierungspflicht zum Beispiel auch, wenn ein Handwerker im Hause tätig ist, seine Geräte an eine Steckdose anschließt und den Strom des Kunden nutzt. Auch wer Bekannte in seinem Haus ein Handy aufladen oder den mitgebrachten Föhn nutzen lässt, stellt diesen Strom zur Verfügung. Wer der Pflicht zur Registrierung nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen.

Die Verordnung ist am 1. Juli 2017 in Kraft getreten. Die Pflicht zur Registrierung soll ab dem 1. Januar 2018 gelten. Da die Bundesnetzagentur das hierfür notwendige Webportal bis dahin nicht fertiggestellt haben wird, soll die Registrierung vermutlich erst ab Sommer 2018 möglich sein.

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