Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 09.10.2017

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INHALT

HAUS & GRUND: TOPP-THEMA
HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
HAUS & GRUND: KOMMUNAL / REGIONAL
HAUS & GRUND: SERVICE, RAT & TAT
HAUS & GRUND: PLANEN - BAUEN - POLITIK
HAUS & GRUND: RECHTSPRECHUNG

HAUS & GRUND: TOPP-THEMA

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Stadt Bonn zahlt pro Jahr 120 Mio. Euro Miete für 40.000 Personen – Öffentlich rechtlicher Wohnungsbau darf nicht zu sozialen Brennpunkten führen



Beigeordnete Carolin Krause Foto: Stadt Bonn




100 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Universitätspoliklinik




Vermutlich ist die Stadt so etwas wie die größte Mieterin in Bonn. Sie zahlt pro Jahr über 120 Millionen Euro Miete, damit 40.000 Menschen, 12,5 Prozent der Bevölkerung, wohnen können. Diese Zahl nannte die städtische Beigeordnete Carolin Krause, die als Sozialdezernentin auch für das Wohnen zuständig ist  in einem Interview mit dem Bonner General-Anzeiger.  (Ausgabe: Freitag, 8. September). Hinzu kommen weitere 600.000 Euro für Wohngeldzuschüsse an knapp 3000 Personen.

In dem Gespräch mit GA-Redakteurin Lisa Innhoffen verriet die Juristin, dass fast jeder zweite Bonner einen Anspruch auf einen Wohnungsberechtigungsschein habe. Viele beantragten ihn erst gar nicht, weil  es auch in Bonn einen Mangel an öffentlich geförderten Wohnungen gebe.

Die Sozialdezernentin begrüßt die Entscheidung des Stadtrates, bei der künftigen Entwicklung von Baugebieten eine 30-Prozent-Quote für öffentliche geförderte Wohnungen durchzusetzen.  Wenn dies zeitnah geschehe, bessere sich die Lage auch in Bonn. Allerdings sei abzusehen, dass der tatsächliche Bedarf nicht gedeckt werden könne. Dazu fehlten in Bonn die Bauflächen.

Carolin Krause wird sich für eine gute soziale Durchmischung neuer Wohngebiete einsetzen, um neue soziale Brennpunkte zu verhindern. Fehler der 60er und 70er Jahre dürften sich nicht wiederholen. Die Mischung müsse für ein vernünftiges Miteinander passen, die Nachbarschaft sich aus Familien mit Kindern, Studenten, älteren Menschen und Menschen, die im geförderten Wohnungsbau unterkommen, zusammensetzen. Nur ausnahmsweise könne man auch ein 100 Prozent öffentlich gefördertes Wohngebiet zulassen. Das wird wohl an der Wilhelmstraße in Bonn auf dem Gelände der ehemaligen Universitätspoliklinik der Fall sein. FF

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Stellvertretender Ministerpräsident besucht Vorstand von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg





Minister Dr. Joachim Stamp, stv. Ministerpräsident in NRW. Foto: Landesbildstelle

Der Vorstand von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg erwartet hohen Besuch aus der Landespolitik. Am 7. Dezember hat sich der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Joachim Stamp (FDP) angesagt. Stamp kommt aus Bonn. Er ist Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Der liberale war viele Jahre im Stadtrat. Er brachte es fertig, bei mehreren Kommunalwahlen direkt im Wahlkreis Röttgen gewählt zu werden, was für seine Beliebtheit spricht.

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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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H&G-Standpunkt: "Luft-Nummer"



Chefredakteur Werner P. D’hein.
Foto: Frommann





Mit einer „Luft-Nummer beschäftigt sich Werner P. D’hein, Vorstandsmitglied von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg und Chefredakteur unseres Magazins in der aktuellen Ausgabe. In seiner Kolumne „Zugespitzt“ setzt er sich kritisch mit Überlegungen auseinander auch in Bonn das Diesel-Fahren zu verbieten – „…und schon bleiben wir alle gesund. Nein, populistische Schikane ist Beruhigungspille statt Therapie. Wenn wir hier in unserem Ballungsraum besser atmen wollen, müssen wir alle, jeder für sich, umdenken. Die Dieselaner zu alleinigen Umweltsündenböcken ist machen ist Selbstbetrug, also schlicht Verdrängung und nur Augenwischerei.“

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HAUS & GRUND: KOMMUNAL / REGIONAL

Neues Solardachkataster geht online – Bonner Dächer haben Potenzial


Nach der Potenzialanalyse des Solardachkatasters sind 6.800.000 Quadratmeter in Bonn für die Stromgewinnung durch die Sonne geeignet. Das entspricht etwa der Größe von 950 Fußballfeldern. Auf dieser Fläche ließen sich ca. 800.000 Megawattstunden Strom erzeugen. Damit könnte rund 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Bonn gedeckt werden. Für die Solarthermie weist das Ergebnis der Potenzialanalyse 88.461 Gebäude in Bonn aus, die für diese Form der Energiegewinnung genutzt werden können. Dies entspricht etwa 70 Prozent der Gebäude in Bonn. Insgesamt gibt es 129.000 Gebäude.

Das teilt die Stadt Bonn mit. Wer wissen will, ob sich das eigene Hausdach eignet, kann sich jetzt im städtischen Internet informieren. In einer gebäudescharfen Kartendarstellung weist eine farbliche Markierung im neuen Solardachkataster  darauf hin, ob und in welchem Umfang ein Dach zur Energiegewinnung mittels Sonnenkraft geeignet ist. Schrittweise lassen sich darüber hinaus weitere Informationen zum Beispiel zur Wirtschaftlichkeit über einen Ertragsrechner abrufen.

Berechnet wurden sowohl die Eignung der Dachflächen zur Stromerzeugung über Photovoltaikanlagen als auch zur Brauchwassererwärmung und erstmals auch zur Unterstützung der Gebäudeheizung über solarthermische Kollektoren. Berücksichtigt wurden bei den Berechnungen zudem die aktuell veränderten Rahmenbedingungen hinsichtlich Einspeisevergütungen und Eigenverbrauch von erzeugtem Solarstrom.

Alles Weitere finden Interessierte unter:

http://www.bonn.de

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HAUS & GRUND: SERVICE, RAT & TAT

Laub aus Dachrinnen und Fallrohren entfernen - Kosten können steuermindernd geltend gemacht werden


Durch den starken Laubfall der vergangenen Tage können Dachrinnen und Fallrohre am Haus verstopft sein. Haus & Grund rät, die Rinnen und Rohre zu säubern, damit das Regenwasser abfließen kann. Andernfalls können Schäden an den Rinnen und am Haus entstehen. Wer nicht selbst auf die Leiter steigen kann oder will, beauftragt einen örtlichen Dachdeckerbetrieb mit der Reinigung. Die Kosten können als haushaltsnahe Handwerkerleistung steuermindernd geltend gemacht werden.

Für die Dachrinne der ersten Etage sind eine Teleskopstange mit abgewinkeltem Besen, Gummilippe oder auch einer Haltevorrichtung für den Gartenschlauch als praktische Hilfsmittel ausreichend. Auch Reinigungsroboter sind mittlerweile zu haben. Allerdings landet bei all diesen Methoden unweigerlich Schmutz in den Beeten oder auf dem Weg unter der Rinne. FF.

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HAUS & GRUND: PLANEN - BAUEN - POLITIK


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Gleiche Entwicklungschancen für alle Planungsräume


 
Ministerin Ina Scharrenbach.
Foto: Landesbildstelle


Die neue Landesregierung will gleichwertige Entwicklungschancen für ländliche und städtische Regionen. Stadt und Land müssten wieder zusammengeführt und handlungsfähig werden. Die Stärkung der Kommunen als Lebensmittelpunkte der Menschen sei ein wichtiges Instrument, um die Lebensqualität an ganz unterschiedlichen Orten in NRW zu verbessern. Wie das gehen soll, verrät Fachministerin Ina Scharrenbach: Bessere Finanzausstattung, Überprüfung von Standards und Bürokratie und mehr Transparenz über die kommunale Finanzlage.

Wohnungsmangel bekämpfen
Heimat und Wohnen gehörten untrennbar zusammen. Der Mangel an Wohnungen müsse durch Bauten in allen Marktsegmenten bekämpft werden. Nötig seien, dafür genügend geeignete Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Ohne bezahlbares Bauland gebe es keinen bezahlbaren Wohnungsbau und auch keine bezahlbaren Mieten, so Scharrenbach. Sie will auch dafür sorgen, kommunale Baugenehmigungsverfahren zu beschleunigen und Förderprogramme künftig leichter abrufbar zu machen. FF

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HAUS & GRUND: RECHTSPRECHUNG

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Schnee auf Nachbars Grundstück – Wenig ist möglich



Soviel Schnee hat in Bonn Seltenheitswert.
Foto: Stadt Bonn



Falls es wieder mal in Bonn schneien sollte, so oft kommt das ja nicht mehr vor, ist vielleicht ein Urteil des Amtsgerichts München von Bedeutung. AZ: 213 C 7060/17. Im Hochsommer entschied das Gericht, dass das Ablagern geringer Schneemengen auf einem Nachbargrundstück keine Eigentumsbeeinträchtigung darstelle. Zumindest „ein bis zwei Schaufeln Schnee“ fallen noch nicht darunter, weil es keine spürbare Auswirkung auf die rechtliche und tatsächliche Herrschaftsmacht des Eigentümers hat. Ab wieviel Schaufeln sich das ändert, darüber ist noch nicht entschieden worden.

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