Newsletter Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg 06.07.2017

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INHALT

HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES
HAUS & GRUND: TIPPS, RAT UND TAT
HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN
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HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES

 

Kritik an geplanter City-Verkehrsführung - Haus & Grund sowie 13 andere Wirtschaftsverbände wollen Korrekturen


14 Bonner Wirtschaftsverbände fordern Korrekturen an der geplanten City-Verkehrsführung. Darunter auch Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, die sich für die Interessen der Eigentümer in den betroffenen Innenstadtbereichen einsetzt. Die Verbände lehnen die jetzt vorgestellte und zur Beschlussfassung durch den Stadtrat anstehende Variante ab. Sie wurde entwickelt, um den künftigen Zentralen Omnibusbahnhof besser zu erschließen.

Nach Auffassung von Haus & Grund würden die Änderungen aber zu bedrohlichen Umsatzrückgängen für die Betriebe in der City führen, Arbeitsplätze würden bedroht, Gewerbesteuer ging der Stadt verloren, die Besucherfrequenz in der Innenstadt nehme – weiter – ab.  Es drohten weitere Leerstände und Verwahrlosung.

Die Stadt plant, die Stocken- und die Kaiserstraße als wichtige Zufahrten auf den Cityring für Autos zu sperren. Außerdem soll die Thomas-Mann-Straße als Einbahnstraße „umgedreht“ werden. Haus & Grund-Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten: „Die Unterzeichner bitten die Stadtratsfraktion dringend, dieser Planung unter keinen Umständen zuzustimmen. Neben den genannten Argumenten weisen die Absender auch die Verkehrsgroßbaustellen in den nächsten Jahren (Nordbrücke, Südbrücke, Tausendfüßler) hin. Einschließlich der Stau- und Umleitungsfolgen werde die Erreichbarkeit von weiteren Teilen des Stadtgebietes stark eingeschränkt. Ein Verkehrschaos drohe.

Die Entscheidungen über diese Teilpläne sollen ausgesetzt werden. Die ZOB-Verkehrslösung wird als „grundsätzlich zielführend“ bezeichnet.

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HAUS & GRUND: KOMMUNALES/REGIONALES


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Stadtmuseum: Haus & Grund favorisiert Viktoriakarree - Pestalozzischule aber ernstzunehmende Alternative

Blick ins Bonner Stadtmuseum.
Foto: Stadt Bonn

Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg begrüßt den politischen Willen der Stadt Bonn, das Stadtmuseum Bonn auch künftig in zentraler Stadtlage zu erhalten. Das hat der Vorstand unter Leitung des Vorsitzenden Prof. Hans Rudolf Sangenstedt auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. In einer Resolution favorisiert die Eigentümergemeinschaft den Erhalt des Museums am jetzigen Standort der früheren Bäderabteilung des ehemaligen Viktoriabads, falls dies im künftigen Konzept für das Viktoriakarree umsetzbar ist. Haus & Grund unterstützt damit die Auffassung des Fördervereins, das Museum an der Franziskanerstraße im historischen Stadtkern zu modernisieren und  es an dieser Stelle personell, finanziell und organisatorisch so auszustatten,  dass Bonner Stadtgeschichte durch eine deutliche Ausweitung der Öffnungszeiten erlebbar ist und museumspädagogisch zeitgemäß präsentiert werden kann.

Haus & Grund hält auch den derzeit im Rat der Stadt Bonn diskutierten Standort der ehemaligen Pestalozzischule für eine akzeptable Alternative. Sie eröffnet die Möglichkeit, gemeinsam mit dem dort nach Ratsbeschluss unterzubringenden Stadtarchiv und der Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus das gesamte historische Erbe Bonns zentral zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  

Haus & Grund fordert seit Jahren ein stärkeres politisches Bekenntnis zum Stadtmuseum Bonn. Die Einrichtung dürfe nicht zum Spielball für andere Planungsentwicklungen werden. Die Initiative zu der Entscheidung hatte Haus & Grund-Vorstandsmitglied Dirk Vianden, Kanzler der Alanushochschule ergriffen, der seit vielen Jahren stv. Vorsitzender des Fördervereins für das Stadtmuseum ist.

 
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HAUS & GRUND: TIPPS, RAT UND TAT

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Feinstaubemission aus Kaminen und Holzöfen sind gesundheitsschädlich - Blauer Engel - Ofenbauer halten mit moderner Verbrennungstechnik dagegen


 
Gemütlich aber nicht ungefährlich:
Ofenwärme.
Fotos: Umweltbundesamt





Die Diskussion um gesundheitsschädliche Feinstaubemissionen aus holzgefeuerten Wohnungsöfen wird zwischen Umweltschützern und Ofenkäufern- und -bauern heiß geführt. Dennoch wollen immer mehr Hausbesitzer auf wärmende Gemütlichkeit nicht verzichten – in Deutschland sind es 14 Millionen Haushalte. Zwischenstand: Es geht nicht ohne Feinstaub. Moderne Öfen verbrennen sauberer. Alte Modelle sollten ausrangiert werden. Dem Brennmaterial kommt große Bedeutung zu.

Das Umweltbundesamt empfiehlt: Achten Sie beim Neukauf besonders auf emissionsarme Pelletöfen und -heizkessel mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“. Wohlig warm, ohne die Luft zu belasten– das klappt nur mit dem geeigneten Brennmaterial. Ein Kaminofen ist eine schöne Sache: Er verbreitet Wärme und Gemütlichkeit und lässt sich klimafreundlich mit erneuerbaren Brennstoffen betreiben. Doch die Renaissance der Öfen führt vielerorts zu „dicker Luft“: Feinstaub belastet die Umgebung und sorgt gelegentlich für Streit zwischen Nachbarn. Erste Studien werden publiziert, nachdem der Feinstaub aus Öfen nicht weniger gefährlich ist als der aus Dieselmotoren.

Was genau in den privaten Ofen darf, regelt die 1. Verordnung zum Bundes-Immission Schutzgesetz (1. BImSchV). Zulässig sind etwa naturbelassenes Scheitholz, Holzspäne, -pellets oder -briketts. Alle nicht in der Verordnung genannten Stoffe sind tabu. Nicht hinein dürfen daher: Paraffinbrennscheite aus dem Baumarkt oder Altpapier-Briketts, auch wenn im Handel immer wieder Pressen angepriesen werden, mit denen eingeweichte Werbeprospekte und Zeitungen zu nützlichen Brennstoffen werden sollen. Besonders ungesund ist Holz, das mit Holzschutzmitteln oder Lack behandelt wurde. Bei der Verbrennung entstehen hochgiftige Dioxine und Furane.

Heizen mit Holz und saubere Luft – geht das überhaupt? 
Ganz ohne Emissionen geht es nicht. Idealerweise entstehen bei der Verbrennung aber nur Kohlendioxid (CO2), Asche und Wasser. Dieses CO2 wirkt dann klimaschädlich, wenn mehr Holz verbrannt wird, als nachwächst. Nachwachsende Bäume und Sträucher binden das bei der Verbrennung entstandene CO2 und neutralisieren so die klimaschädlichen Wirkungen. Man sollte generell darauf achten, Holz aus der Region zu verwenden – denn je länger der Transportweg ist, desto mehr Treibstoff wird auch verbraucht, was wieder schädliche Umweltwirkungen mit sich bringt. Bei unvollständiger Verbrennung kann außerdem giftiges Kohlenmonoxid und klimaschädliches Methangas entstehen, das 21mal stärker zur Erderwärmung beiträgt als die gleiche Menge Kohlendioxid. 

Welche Stoffe können noch bei der Holzverbrennung freigesetzt werden? 
In der Praxis entstehen zum Beispiel schädliche Stickstoff- und Schwefeloxide, Salzsäure und Feinstaub. Die winzig kleinen Feinstaubpartikel werden eingeatmet – das kann das Herz-Kreislauf-System belasten oder zu Bronchitis und Asthma führen. Feinstaub steht außerdem im Verdacht, Krebs auszulösen. Bei unvollständiger Verbrennung können zudem Krebs erzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Asche und Abluft entstehen. 

Größenordnungen
Beispiel Feinstaub: Ein neuer Kaminofen üblicher Größe emittiert, so er den Grenzwert ausschöpft und bei Volllast betrieben wird, in der Stunde etwa 500 mg Staub. Das entspricht ca. 100 km Autofahren, wenn Euro 6 ausgeschöpft wird. Diese Grenzwerte gelten allerdings jeweils auf dem Prüfstand – die Emissionen in der Praxis liegen sowohl beim Auto als auch beim Kaminofen höher und können mangels aussagekräftiger Daten im Realbetrieb nicht direkt verglichen werden.
 
Wie kann ich dafür sorgen, dass mein Holzofen möglichst wenige Schadstoffe ausstößt?
Im Grunde ist es recht einfach, Kamin und Co. klima- und gesundheitsfreundlich zu befeuern. Zunächst sollte man darauf achten, dass die Feuerstätte effizient und emissionsarm ist. Ältere Modelle sind dies oft nicht und sollten zügig ausgetauscht werden. Bei der Wahl des Brennstoffes kommt es darauf an, dass er zum einen für das Gerät geeignet ist. So sollten zum Beispiel Kohleöfen nicht mit Holz oder Scheitholzöfen nicht mit zu großen Holzscheiten beheizt werden. Die Bedienungsanleitung gibt Auskunft, welche Brennstoffqualität erforderlich ist. Außerdem ist es wichtig, dass der Brennstoff richtig gelagert wurde und trocken ist, wenn er in den Ofen wandert. Die richtige Bedienung ist ebenfalls wichtig, um Anwenderfehler wie beispielsweise das Überfüllen des Ofens oder ein zu spätes Nachlegen des Brennstoffs zu vermeiden. Und nicht zuletzt sollte der Ofen regelmäßig durch Fachleute gewartet und überwacht werden. So steht dem gemütlichen Holzfeuer in den eigenen vier Wänden nichts mehr entgegen.
 
Tipps für die Wahl des geeigneten Ofens und Brennmaterials, Anleitungen, wie Sie richtig heizen und Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie in der Broschüre „Heizen mit Holz“. (Umweltbundesamt)

Moderne Kaminöfen heizen effizient und umweltschonend – sagt die Industrie
Nicht nur die Qualität und Bauweise moderner Kaminöfen versprechen heute eine umweltfreundliche Verbrennungstechnik. Auch der Besitzer selbst kann zusätzlich mit einem bewussten Brennverhalten zur Reduzierung von Feinstaub beitragen. So ist zum Beispiel die richtige Brennstofflagerung ein wichtiger Punkt. Nur trockenes Holz mit einer Restfeuchte von weniger als 20 Prozent sollte zum Heizen genutzt werden. Der Kaminofen sollte zudem nicht mit Holz überladen, sondern mit der vom Hersteller angegebenen Holzmenge bestückt werden. Wichtig ist auch, dem Feuer eine ausreichende Luftzufuhr zu gewährleisten. Hersteller-Zitat: „Mit modernen Kaminöfen heizt man aufgrund bester Brenntechnik und individuell konzipierter Luftsteuerungssysteme äußerst effizient.“

 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN


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Konvent: Hochschule Bonn/Rhein-Sieg Treibstoff für die regionale Entwicklung


v.l.: H&G Vorsitzender Prof. Hans Rudolf Sangenstedt, Hochschul-Rektor Prof. Dr. Hartmut Ihne, Bürgermeister Stefan Raetz, Vorsitzender des Beirates von H&G.
Foto: Bildagentur Knopp/Loutfi.

Den Wenigsten im Haus & Grund-Konvent war die Bedeutung der Hochschule Bonn Rhein-Sieg für die ganze Region bis zum Besuch von Hochschulrektor Prof. Dr. Hartmut Ihne so bewusst. Nach Ihnes Vortrag war klar, welches Schwergewicht die Hochschule mit ihren Zentren in Rheinbach und Sankt Augustin für die Wissenschafts- und Wirtschaftsregion darstellt, die beim Berlin-Bonn-Ausgleich vor fast 25 Jahren allgemein noch unterschätzt wurde. Heute weiß man, Hochschulstandorte entwickeln Magnetkräfte, ziehen kluge Köpfe, moderne Unternehmen, internationales Publikum an und vitalisieren auch den regionalen Wohnungsbau.

Ausführlich berichten wir im nächsten Newsletter.

 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN

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Vor Ort: Vorstand besucht Siegburg - ICE-Bahnhof ein Glücksfall für die Entwicklung der Kreisstadt


Stadtrundgang: Barbara Guckelsberger führt von Vorstand von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg durch die Kreisstadt.
Daneben stv. H&G-Vorsitzender Michael   Kranz. 2. Reihe: Vorstandsmitglied Wieland Münch (l.) und Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten.
Foto: Bildagentur Knopp/Loutfi.

Was Siegburg fehlt ist Platz. 40000 Einwohner drängen sich auf zu wenig Raum. Die Stadt entwickelt sich dynamisch weiter. Und der ICE-Bahnhof an der Neubaustrecke Köln-Frankfurt ist dafür ein Glücksfall. Noch heute werden sich die Bonner darüber ärgern, dass sie dem Bahnvorschlag Beuel-Vilich nicht zustimmen konnten. Zu sehr war das linksrheinische Bonn auf ihren Hauptbahnhof fixiert, der heute nur noch ein besserer Regionalbahnhof  ist. Barbara Guckelsberger, Technische Beigeordnete in Siegburg, und stv. Vorsitzende des Beirates von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, informierte im Rathaus über die städtebauliche Entwicklung und führte den Vorstand nach seiner Sitzung durch die Innenstadt.

Die Einzelheiten in einem späteren Newsletter.

 
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HAUS & GRUND: VEREINSNACHRICHTEN


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Haus & Grund-Vorstandsmitglied soll syrische Botschaft verkaufen


Einer der repräsentativen Prachträume der früheren Botschaft, das Damaskus-Zimmer.
Foto: R. Dieter Limbach Immobilien KG

So etwas erleben selbst erfahrene Immobilienkaufleute nicht jeden Tag. Wieland Münch, Vorstandsmitglied von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg und Geschäftsführer der R. Dieter Limbach Immobilien KG Bonn, soll das Gebäude der ehemaligen Syrischen Botschaft in Bonn vermarkten. Das von vielen am Rande des Rheinauenparks bewunderte Haus wurde 1989 im hochwertigen arabischen  Baustil errichtet. Nach dem Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin folgten die meisten in Bonn angesiedelten diplomatischen Vertretungen. Das Haus mit repräsentativen Prachträumen steht seit über zehn Jahren leer und wartet auf eine neue Nutzung. Die Syrisch Arabische Republik hat das alteingesessene Bonner Maklerhaus nach einem langjährigen Beratungsprozess exklusiv mit der Vermarktung beauftragt. Das Grundstück umfasst 4000 m² und eine Nutzfläche von 3700 m². Viele warten gespannt, wer in dieser Toplage einziehen wird.

 
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